Fundraising2.0 – Erfahrungen eines Non-Fundraisers

Am vergangenen Freitag fand das Fundraising2.0 Camp in Berlin statt, dass mein Kollege Jörg Reschke mitorganisiert hatte. Eine spannende Veranstaltung, gerade wenn man eher aus der Campaigning-Ecke kommt.

Das Fundraising-BarCamp hatte sehr unterschiedliche Aspekte als Thema – einerseits wollten viele Teilnehmer wissen, wie das mit „Web2.0“ im Fundraising so funktioniert, andererseits gab es auch viele Web2.0-Teilnehmer, die ihr Wissen in diesem Bereich weitergeben wollten – der Austausch hat also funktioniert.

Spannend war auch zu sehen, dass die Barcamp-Methodologie auch funktioniert, wenn mehr als 70% der Teilnehmer vorher noch nie auf einem Barcamp war – selbstgewählte Themen ohne vorgegebenes Programm ist einfach die beste Methode, um möglichst viele Teilnehmer glücklich zu machen.

Man hat aber auch gemerkt, warum meines Erachtens Barcamps besser funktionieren als klassische Open-Space-Konferenzen: Beim OpenSpace werden „Hummeln“ und „Schmetterlinge“ geduldet bzw. sogar ermutigt. „Hummeln“ sind Teilnehmer, die von einer Session zur anderen „fliegen“, „Schmetterlinge“ sind Teilnehmer, die fast überhaupt nicht in Sessions gehen sondern nur „netzwerken“.

Bei Barcamps ist es zwar auch möglich, in keine der Sessions zu gehen oder aus Sessions herauszugehen, aber das wird nicht extra betont – die meisten Teilnehmer geben sich daher schon Mühe, aus den Sessions etwas herauszuholen – und das trägt viel zur qualitativen Diskussion bei.

Beim Fundraising-Camp wurde auch deutlich, wie man eine erfolgreiche Session angekündigt. Wer nach vorne geht und sagt: „Ich möchte hier das Projekt XYZ vorstellen, dass ich gerade konzipiert habe“ wird relativ wenig Interessierte ansprechen. Wer aber allgemeine Topics als Session vorschlägt, zum Beispiel „Eine Einführung ins Web 2.0 für Fundraiser“ hat mehr Chancen, Teilnehmer für seine Sessions zu begeistern.

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