Flattr und Kachingle – eine kritische Bestandsaufnahme des Marktes

Anlässlich der 6. Socialbar in Hannover entstand der nachfolgende Vortrag zum Thema Social Payment. Im Fokus steht die vergleichende Betrachtung der Dienste Flattr und Kachingle sowie eine kritische Bestandsaufnahme der relevanten Faktoren zur Marktentwicklung.

Es sei zunächst klar gestellt, dass es sich bei Social Payment um eine Form des Crowdfundings handelt und nicht um reines Micropayment. Mit Social Payment erfolgt eine freiwillige Finanzierung von Online-Inhalten, vergleichbar mit einer freiwilligen GEZ-Gebühr, die jedoch anders als die staatliche verordnete Rundfunkabgabe vom Konsumenten selbst an die Produzenten verteilt wird.

Der Vergleich der beiden Dienste Flattr und Kachingle erfolgte bereits im Beitrag „Ein Systemvergleich: Flattr und Kachingle“ und wird an der Stelle aktualisiert.

In den vergangenen Wochen ist die Diskussion über Socialpayment fortgeschritten und es ist an der Zeit, dass auch die Probleme und Hindernisse für den Erfolg der Dienste beleuchtet werden, wobei Probleme gerne synonym zu Herausforderungen verwendet wird. Es gibt drei Problem-Cluster, die im Folgenden beschrieben werden:

1.    Probleme des Marktes
2.    Probleme der Dienste
3.    Kulturelle Probleme

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Berufsbild Social Media Manager – Vorschläge für eine Studie

Das Cocodibu-Blog der Agentur „Communications Consultants for Digital Business“ hatte vor einigen Wochen eine Umfrage zum Berufsbild des Social Media Managers gestartet und nun die Auswertung veröffentlicht:

Der Social Media Manager ist für viele Marken und Unternehmen ein wichtiger Zwischenschritt. Eine Person und Position, die Impulse aus dem Web in das Unternehmen trägt und dafür sorgt, dass das Thema intern Gewicht gewinnt. Allerdings ist etlichen Beteiligten nicht ganz klar, was ein SMM eigentlich konkret im Alltag macht.

Erklärung:

A: Eine notwendige und dauerhafte Funktion in Unternehmen, die als Schnittstelle wichtig ist
B: eine Funktion, die Impulse aus dem Social Web in das ganze Unternehmen trägt
C: eine Position, die Unternehmensstrukturen verändert
D: eine Zwischenlösung, weil alle Kommunikatoren mittelfristig Social-Media-Kanäle beherrschen müssen
E: Eine Modeerscheinung, die sich als Position dauerhaft nicht durchsetzen wird
F: eine Position, deren Aufgaben völlig unklar sind
G: Ich bin ein Social Media Manager

Die Studie ist sicherlich wenig wissenschaftlich im klassischen Sinn, aber zeigt dennoch den Weg, welche Fragen man stellen müsste, um das Berufsbild Social Media Manager näher zu untersuchen:

  • Wer betreut Social Media im Unternehmen: Freier Mitarbeiter, Festangestellter oder eine externe Agentur?
  • In welchen Abteilung sitzt ein Social Media Manager: Kommunikationsabteilung, Public Relations Abteilung, Marketing oder Leitungsebene?
  • An wen berichtet ein Social Media Manager?
  • Welche Befugnisse hat ein Social Media Manager in einen Unternehmen?
  • Welche Erfolgskriterien werden für die Arbeit des Social Media Managers angewendet?
  • Welche Eigenschaften muss ein Social Media Manager mitbringen?
  • Welche fachlichen Ausbildungen sollte ein Social Media Manager haben?

Eine Antwort auf die letzte Frage gab zumindest das Karriere-Bibel-Blog von Holger Lischke:

1. Starke Online-Affinität
2. Reichlich Projekterfahrung
3. Weitreichende Kontakte
4. Konzeptionelle Fähigkeiten
5. Technische Versiertheit
6. Gute Umgangsformen
7. Verstehen von Monitoring
8. Portion Neugier
9. Abgeschlossenes Studium
10. Starke Teamfähigkeiten

Aktuelle Social-Media-Studien im Überblick (Mai 2010)

Morgen Stanley Internet Trends

Im vergangenen Monat ist wieder Internet Trends Report von ein Morgan Stanley erschienen. Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählt, dass nachdem bereits mehr Zeit in sozialen Netzwerken verbracht wird als mit dem Lesen und Schreiben von Emails, übersteigt nun auch die Anzahl der registrierten Netzwerk-Nutzer die von Emailpostfächern.

Morgan Stanley Internet Trends Report

Gründe dafür werden nicht genannt. Denkbar ist, dass der Kommunikation in sozialen Netzwerken weniger Barrieren zugrunde liegen als der Email-Korrespondenz. Als weitere wichtigen Trend ist der starke Ausbau der Bandbreite für mobile Kommunikation zu nennen sowie dass auf Facebook mittlerweile der größte Anteil der global verbrachten Online-Zeit entfällt. Continue reading „Aktuelle Social-Media-Studien im Überblick (Mai 2010)“

Nestlé und Social Media: Erfahrungen der Unternehmenskommunikation

Dr. Oliver Hermes von der Berger Baader Hermes GmbH hat einen bemerkenswerten Bericht über die Unternehmenskommunikation von Nestlé geschrieben und analysiert, welche Fehler das Unternehmen in der Krisenkommunikation im Fall Palmölverwendung in KitKat-Produkten machte.

Er bemerkt, dass die veränderten Kommunikationsformen im Netz noch keinen Eingang in die Markenstrategie – und Markenführung der Konzern gefunden hat und „welch desaströse Wirkung ein mangelndes Verständnis des Paradigmenwechsels im Konsumentenverhalten haben kann.“

Die gemachten Fehler sind im Einzelnen: