OpenScience in der Lehre: Seminar „Strategisches Fundraising-Management“

In diesem Semester bin ich wieder als Dozent für Strategisches Fundraising-Management im Bachelor-Studiengang Cultural Engineering der Otto von Guericke-Universität Magdeburg tätig. Gemäß unseres OpenScience-Ansatzes möchte ich ein paar Problemstellungen, die mich im Vorfeld beschäftigen, gerne öffentlich diskutieren – mit den Studierenden selbst und weiteren Interessierten.

Zum Hintergrund

Mein Seminar ist nicht Kernbestandteil des Studiengangs. Es handelt sich um ein sogenanntes Wahlpflichtmodul. Also eine Veranstaltung mit interdisziplinären und anwendungsorientierten Charakter und einer relativen Nähe zu den Studienmodulen von Cultural Engineering (Kulturwissenschaft, Wissensmanagement, Logistik, Ökonomische Bildung und Wirtschaftsinformatik).

Es nehmen 11 Studierende an dem Wahlpflichtseminar teil, größtenteils aus dem 8.Semester des Bachelor-Studiengangs. Das bedeutet, dass ich den größten Teil des Curriculums voraussetzen kann. Die Präsenzzeit der Veranstaltung wurde geblockt auf zwei Tage (1. und 2. Juni 2012). Ich kann bis zu sechs Credit Points für die Veranstaltung vergeben.

Die Problemstellungen

Es gibt ein paar Herausforderungen, die ich in der Seminarkonzeption berücksichtigen muss, damit das Seminar für mich und für die Studierenden erfolgreich und lernergiebig ist:

  • Mir stehen zwei Präsenztage zur Verfügung, die ich mit den Studierenden gemeinsam vor Ort verbringe. Die bis zu sechs Credit Points entsprechen 180 Zeitstunden, so dass für die volle Leistungserbringung vor- und nachgelagerte Aufgaben entwickelt werden müssen.
  • Da es sich um ein Wahlpflichtmodul handelt und die meisten Studierenden sich im letzten Regelsemester befinden, ist davon auszugehen, dass sie mit dem Seminar eine individuelle Anzahl von Credit Points erhalten möchten, damit sie das Studium abschließen können. Daher ist es angebracht, eine gestaffelte Leistungserbringung anzubieten, damit sie genau so viel Leistung erbringen, wie es ihrer benötigten Credit-Zahl entspricht.
  • Mein Wohnort und meine Hauptarbeitsstätte ist Berlin. Daher ist es mir nicht möglich, eine regelmäßige Sprechstunde oder ähnliches in Magdeburg anzubieten. Gegebenenfalls könnte ich auf digitale Instrumente zurückgreifen.

Im Folgenden möchte ich meine bisherigen Lösungsvorschläge skizzieren und die Diskussion öffnen für Interessierte und für die mitlesenden Studierenden.

Leistungen der Studierenden

Die Studierenden möchten in der Regel nur so viele Credit Points erarbeiten, wie sie für den Abschluss des Studiums brauchen. Daher ist es angebracht, eine gestaffelte Leistungserbringung anzubieten. Aus diesem Grunde habe ich mich für drei Leistungs-Einheiten entschieden:

  1. Anfertigen eines einseitigen Abstracts
    Es gibt einen begleitenden Reader mit einer Zusammenstellung von relevanten Grundlagentexten zum Fundraising. Der Gesamtumfang beträgt etwa 350 Seiten. Die Aufgabe der Studierenden ist es, zu einem der Texte ein einseitiges Abstract zu verfassen. Die Zuweisung der Texte erfolgt in einem Doodle – first come, first serve.
    Leistungswert: 1 CP
    Zeitraum: 4 Wochen
  2. Aktive Teilnahme am Präsenzseminar
    Die körperliche und geistige Anwesenheit an beiden Tagen des Präsenzseminars ist Pflicht. Zur aktiven Teilnahme gehört, dass sich die Studierenden konstruktiv an den Diskussionen beteiligen, Aufgaben im Seminar übernehmen, die kleine Hausaufgabe vom 1. auf den 2. Tag zufriedenstellend erledigen und bereits erste Verknüpfungen zu den Texten im Reader herstellen können.
    Leistungswert: 2CP
    Zeitraum: 2 Tage
  3. Anfertigen eines Essays
    Nach dem Präsenzseminar gilt es, das erworbene Wissen selbstständig zu erweitern und in einer konkreten Fragestellung zu erörtern. Da das Wahlpflichtmodul einen anwendungsorientierten Charakter aufweisen soll, habe ich mich gegen Hausarbeiten und für Essays als Form der Leistungserbringung entschieden. Wissenschaftliches Schreiben ist dafür genauso notwendig, aber Form und Aufbau sind anders. Die Fragestellungen sind nicht völlig frei, sondern werden von mir in zwei Schwierigkeitsstufen zur Auswahl gestellt. Eigene Vorschläge können natürlich trotzdem eingebracht werden.
    Leistungswert: 2-3 CP
    Zeitraum: 6 Wochen

Mit diesem Leistungsmix können Studierende entweder drei, fünf oder sechs Credit Points erarbeiten. Die Benotung erfolgt für jeden Leistungsanteil gesondert und ergibt eine Durchschnittsnote, die ggf. aufgerundet wird.

Einladung zu Diskussion

Alle Interessierten, und insbesondere die betroffenen Studierenden, sind herzlich eingeladen, an der folgenden Diskussion teilzunehmen. Eure Meinungen und Einschätzungen haben Einfluss auf die Gestaltung der Lehre.

  1. Digitale Erweiterung des Lernraums
    Zwei Tage Präsenzzeit und individueller Emaildialog zu den Essays erscheint mir ein bisschen wenig, um eine intensive Lernbeziehung herzustellen.Ich könnte das Seminar um mehrere Online-Sessions erweitern, in denen ich mit den Studierenden einzelne Diskussionen vertiefe und Praktiker aus meinem Netzwerk als Gesprächspartner einbinden kann. Sind Studierende bereit, an mehr Präsenzzeit teilzunehmen? Freiwillig oder obligatorisch?

    Studierende sind in der Regel sowieso auf Facebook. Wir könnten eine gemeinsame Gruppe einrichten und dort aktuelle Inhalte aus den Nachrichten und aus dem Umfeld der Studierenden besprechen. Darf die Messung der Aktivität in einer solchen Gruppe in die Leistungsbewertung einfließen?

  2. Wie flexibel können Leistungen sein?
    Zum Themenbereich Fundraising und in einem Seminar mit Praxisbezug könnte ich mir eine flexiblere Leistungsgestaltung vorstellen. Hierfür eignen sich die 2-3 Credit Points, die Studierende über Abstract und Seminar hinaus erarbeiten können.

    Mit einem Essay anstatt einer Hausarbeit möchte ich größeren Praxisbezug herstellen. Wenn die Qualität stimmt oder ich nach Abgabe und Bewertung die Essays gemeinsam mit den Studierenden verbessere, dann könnten sie eventuell für Gastbeiträge im Fundraiser-Magazin oder im Blog auf sozialmarketing.de in Frage kommen. Wären Studierende bereit, nach Abgabe und Erhalt der Note noch weiter an einem Essay zu feilen?

    In diesem Jahr ist die Anzahl der Studierenden überschaubar. Es wäre vorstellbar, ein Thema gemeinsam mit Ihnen intensiver zu bearbeiten und ein kollaboratives Werk zu erstellen. Dies wäre zum Beispiel im Rahmen einer Kurzstudie oder eines eBooks möglich. Der individuelle Beitrag der Studierenden müsste erkennbar bleiben. Nachteilig für die Studierenden wäre, dass sie nur einen Themenbereich recht intensiv kennenlernen – aber in Essays würden sie ebenfalls nur jeweils ein Thema bearbeiten. Ein solches Projektarbeiten würde allerdings einen großen Zeitaufwand für die Studierenden bedeuten – und eventuell mehr als 2-3 Credit Points abdecken. Die Reichweite und Öffentlichkeit für ihr Werk wäre allerdings größer als bei anderen Leistungen.

    Im Vorfeld erreichte mich bereits eine Idee, dass die Studierende im Seminar einen Antrag für ein Förderprogramm als Leistung einbringen könnten. Je nach Förderprogramm, Komplexität der Antragsmodalitäten und Projektkonzeption könnte sich der Aufwand deutlich unterscheiden. Vermutlich wäre jeweils eine Einzelfallprüfung notwendig. Ist das eine angemessene Leistungserbringung?

Und nun bin ich gespannt auf Ideen, Meinungen und Diskussionen. OpenScience gilt nicht nur für die Forschung, sondern auch für die Lehre. Also welche Varianten zu a) Erweiterung des Lernraums und b) Flexibilität der Leistungen haltet ihr für angemessen und machbar?

16 Replies

  • Hallo Jörg,
    zu 1: Mir fällt auf, dass man zunächst abklären muss, ob alle die technischen Voraussetzungen für Online-Seminare haben und ob z.B. alle bei Facebook sind. Wenn nur einer nicht bei FB ist, kannst du ihn/sie nicht zwingen und es nicht obligatorisch anbieten. Vielleicht bietet die Hochschule auch solche Online-Diskussions-Räume an, es gibt ja für sowas spezielle Software wie Blackboard. Das ist auch aus Datenschutzsicht weniger bedenklich. Und ist es für die Uni ok, FB zu nutzen=

    zu 2: Die Sache mit dem Förderantrag halt ich aus Studierendensicht für eine tolle Idee, weil man da gleich ein fertiges Produkt in den Händen hält, das motiviert allgemein. Es hängt dann natürlich wirklich vom Aufwand ab.

  • Simone hat recht was Facebook angeht. Wenn aber alle dort sind, dann ist das sicher eine super Sache, da sich in Gruppen m.E. eine schöne Dynamik ergibt.

  • * „Ich könnte das Seminar um mehrere Online-Sessions erweitern, in denen ich mit den Studierenden einzelne Diskussionen vertiefe und Praktiker aus meinem Netzwerk als Gesprächspartner einbinden kann.“
    ** Per Adobe Connect könntest du Sprechstunden oder Extra-Veranstaltungen anbieten, per DFN ggf. auch kostenlos: http://elearning-center.uni-hd.de/adobeconnect.html
    ** Du könntest die Texte auch auf einer Online-Plattform anfertigen lassen (Wiki, GoogleDocs, …) – geschlossen wie offen – und kannst dann flexibel auch den Entstehungsprozess begleiten

    * „Sind Studierende bereit, an mehr Präsenzzeit teilzunehmen? Freiwillig oder obligatorisch?“
    ** Beim entsprechenden Angebot – der Nutzen muss erkennbar sein – meiner Erfahrung nach ja. Hier hat sogar schon mal jemand seine Freundin mitgebracht, weil die den Input für ihre Bachelorarbeit auch gebrauchen konnte.

    * „Studierende sind in der Regel sowieso auf Facebook. Wir könnten eine gemeinsame Gruppe einrichten und dort aktuelle Inhalte aus den Nachrichten und aus dem Umfeld der Studierenden besprechen.“
    ** „In der Regel“… Würde ich nicht als gegeben hinnehmen und auch niemanden zur Teilnahme zwingen.

    * „Darf die Messung der Aktivität in einer solchen Gruppe in die Leistungsbewertung einfließen?“
    ** Puh, Rechtsthema. Da halte ich mich bedeckt. Die „aktive Teilnahme“ darf man jedenfalls fordern, sollte das aber sowohl in der Kursbeschreibung vorab festhalten als auch zu Beginn noch einmal darauf hinweisen.

    * „Mit einem Essay anstatt einer Hausarbeit möchte ich größeren Praxisbezug herstellen. Wenn die Qualität stimmt oder ich nach Abgabe und Bewertung die Essays gemeinsam mit den Studierenden verbessere, dann könnten sie eventuell für Gastbeiträge im Fundraiser-Magazin oder im Blog auf sozialmarketing.de in Frage kommen.“
    ** Finde ich eine gute Idee. „Studentische Forschung raus aus dem Regal!“ – http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:O.tacke/Studentische_Forschung_raus_aus_dem_Regal

    * „Wären Studierende bereit, nach Abgabe und Erhalt der Note noch weiter an einem Essay zu feilen?“
    ** Alle sicher nicht. Kannst sie doch aber einfach mal dazu einladen.

    * „Nachteilig für die Studierenden wäre, dass sie nur einen Themenbereich recht intensiv kennenlernen.“
    ** Daher gibt’s ja immer einen Austausch in Seminaren. Die Ausarbeitung des Essays wäre im kooperativen Lernen dann quasi die „Think“-Phase, eine „Pair“-Phase kann man ggf. per Koreferat/“studentisches Feedback im Tandem“ einbauen, am Schluss stände die „Share“-Phase (in Seminaren dann klassisch das Referat mit Diskussion, bei mir gern auch mal als „Infomarkt“ oder per LdL, usw. – setzt allerdings ohne geeignete IT-Infrastruktur Präsenzzeit voraus)

    * „Im Vorfeld erreichte mich bereits eine Idee, dass die Studierende im Seminar einen Antrag für ein Förderprogramm als Leistung einbringen könnten.“
    ** Klingt doch gut!

  • Hej Jörg,

    meine Erfahrung aus der Fundraising-Ausbildung am SZG lässt mich daran zweifeln, ob das Schreiben eines realistischen Förderantrags für ein zwei Tages Seminar und die Vergabe von 2-3 CPs angemessen ist. Ich würde den Aufwand nicht zu gering bemessen. Zudem hat das Schreiben von Anträgen als „Trockenübung“ nicht immer den gewünschten motivierenden Erfolg. Eher das Gegenteil ist oft der Fall, weil man ohne realen Verbundenheit zu einer Institution, für die man einen solchen Förderantrag schriebe, m.E. nicht wirklich etwas praxistaugliches in den Händen hält.

    Ich würde hingegen eher zu einer Case Study zur Institutional Readiness einer NGO raten. Warum?
    1. Die Studierenden besäßen die Möglichkeit, sich eine Organisation ihrer Wahl auszusuchen.
    2. Sie würden viele relevante Daten, wie Jahresbericht etc., schnell recherchieren können.
    3. Sie wären anhand des Seminar-Readers in der Lage, sowohl eine qualifizierte Ersteinschätzung abzugeben, z.B. in Form einer Hausaufgabe von Freitag zu Samstag, als auch eine weitere Analyse für ihre Wunsch-NGO als Post-Seminar-Arbeit abzugeben.

    Vielleicht sollte man die Option zwischen Case-Study und Essay ermöglichen? Das käme den unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessenlagen der Studierenden sicher entgegen.

  • Facebook
    @Simone/Wolfgang/Oliver: Ich gehe vollkommen d’accord, dass eine Facebook-Gruppe kein Zwang sein kann. Ich fände es interessant als Element der freiwillige Verlängerung/Vertiefung. Das wäre spätestens dann relevant, wenn es nachgelagerte Leistungen mit Kollaborationselmenten geben sollte.

    Antrag und Praxisnähe
    @Patrick: Einen Antrag als Trockenübung ohne Anbindung an eine reale Institution und ein reales Projekt – das macht keinen Sinn. Da stimme ich Dir vollkommen zu.

    Case Study
    @Patrick: Schöne Idee! Eine Case Study zur Institutional Readiness einer Organisation verbunden mit einer Potentialanalyse für das Fundraising, das wäre eine sehr breite Praxisprüfung der im Seminar vermittelten Kenntnisse.
    Für eine Hausaufgabe erscheint mir das eher ein wenig zu viel – warum nicht als umfassende Leistung ausbauen für die 2-3 flexiblen Credit Points? Dann müsste ich ggf. noch einen Leitfaden entwickeln, welche Aspekte darin mindestens besprochen werden müssten.

    Antrag als Leistung
    @Simone/Oliver/Patrick: Für die Studierenden wäre ein vollständiger Antrag mit Dozenten-Feedback bestimmt eine sehr handfeste und nützliche Leistung. Patricks Einwurf hinsichtlich Institutional Readiness haben mich jedoch etwas zum Nachdenken/Zweifeln gebracht. Das Anfertigen eines Fördermittelprogramms setzt ja einige Schritte voraus, also u.a. die Selektion der Fundraising-Instrumente, Recherche geeigneter Programme und ähnliches. Insofern würde ein Antrag alleine nicht ausreichen, sondern es bräuchte auch einige Arbeit drumherum, die zur Leistungsbewertung herangezogen werden muss.

    Präsenzzeit und Erweiterung
    @Oliver: Freunde mitbringen? Finde ich klasse! 🙂
    Die Erweiterung der Vorlesung durch freiwillige oder obligatorische Online-Sessions fände ich sehr klasse. Ich werde das im Seminar vorschlagen und bin gespannt auf die Reaktionen (gerne auch schon hier in den Kommentaren, liebe mitlesenden Studierenden).

    Übrigens…
    Die Diskussion hier wurde heute in dem Artikel „Deutsche Unis tasten sich ins Internet“ (http://www.zeit.de/studium/hochschule/2012-05/Deutsche-Uni-Internet) als ein Beispiel für die digitale Erweiterung/Vorbereitung von Vorlesungen genannt.

  • @Jörg
    Ich stimme Patrick da auch zu – ich habe noch nie so einen Antrag geschrieben und wusste daher nicht, ob das vom Aufwand her zu stemmen wäre.

  • Ich werde eine dieser 11 Studenten sein. Ich persönlich finde Beispiele aus der Praxis immer viel interessanter als nur die Theorie. Ich stimme Patrik da voll zu und wäre für ein Case-Study.
    Wenn das Thema interessant ist, kann ich mir vorstellen auch weiter an dem Thema zu arbeiten. Ich fände es auch sehr schön, wenn meine Arbeit endlich auch mal mehr Relevanz hätte als eine Note für mich.

  • Hallo, ich bin auch eine der Teilnehmenden.
    ich finde eine Facebook Gruppe am besten, weil wir dann auch Artikel und andere Ideen posten könnten. Ob das bewertet werden soll, bin ich nicht sicher.
    Ich zum Beispiel mache das Seminar mehr aus Interesse, weil ich keine CPs mehr brauche, mein Schnitt allerdings verbessert werden kann.
    Ein e-book hört sich toll an, aber ich denke, dass viele von uns, die bald nach dem Seminar ihre Bachelorarbeit anmelden dafür wenig Zeit hätten. Außer ihre BA dreht sich um das Thema. Aus diesem Grund bin ich mir auch nicht sicher wie gut Online-Sessions angenommen werden würden. Wir haben alle im Moment relativ viel um die Ohren mit dem Schreiben der letzten Hausarbeiten, Themenfindung für die BA und Bewerbung für Master oder Job. Ansprechen würde ich es auf jeden Fall. Aber Facebook bietet sich deshalb schon am ehesten an, weil fast jeder täglich dort online ist.
    Dass wir unterschiedlich viele CPs bekommen können, ist sehr gut und entspricht denke ich genau den Wünschen der Studierenden.

    Ich freue mich auf das Seminar und wollte mich auch bedanken, dass Sie uns so mit einbeziehen.

  • Interessante Diskussion! Ich verwende für meine Lehrveranstaltungen an den Unis Klagenfurt und Salzburg seit einigen Semestern Facebook als begleitendes Forum. Funktioniert sehr gut. Einziges Problem ist, wenn jemand nicht dabei sein kann/will. Sonst funktioniert das sehr gut, weil man damit sehr nahe am Kommunikationsalltag der Studierenden ist. Ergänzt werden die (in der Anzahl reduzierten) Präsenzveranstaltungen durch regelmäßige Meetings in Adobe Connect, die von den Studierenden moderiert werden.

  • Hallo,
    auch ich bin einer Teilnehmerin und möchte meiner Kommilitonin, Caterina Becker, zustimmen.
    Eine Facebook-Gruppe ist sicher eine gute Idee, sollte aber in der Seminargruppe besprochen werden.
    Im letzten Semester sind wir tatsächlich sehr eingespannt und viel haben vermutlich weder Zeit- noch Denkkapazitäten für Zusatzaufwand frei.
    Sowohl die Möglichkeit die CP-Anzahl variabel zu gestalten als auch die intensive und gut geordnete Vorab-Kommunikation freuen mich sehr.
    Des Weiteren würde ich auch (wie Charlotte) viel Praxisbezug z.B. in Form einer Case Study sehr begrüßen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Susanne Dohrmann

  • Klasse, dass wir vorher darüber sprechen. Ich werde mir also in den kommenden Tagen Gedanken machen, welche Anforderungen an eine Leistung Case Study anzulegen sind und welche Vorgaben ich dafür mache. Die Schwierigkeit liegt darin, dass ich die Recherche für mich nachvollziehbar dargelegt und dokumentiert werden muss, damit ich eine Bewertung vornehmen kann. Denn gerade bei einer Case Study sind meiner Vorstellung nach gegebenenfalls auch Interviews und ähnliches notwendig. Eine Befürchtung muss ich gegebenenfalls schon jetzt bestätigen: Eine Case Study wird nicht weniger Aufwand als ein Essay, vermutlich eher mehr.

    Das mit der Facebook-Gruppe werden wir im Seminar besprechen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein kollaboratives Forum die gemeinsame Arbeit intensivieren kann. Und wenn es untereinander Hilfestellung, Diskussionen zu aktuellen Anlässen oder eine Vernetzung unterschiedlicher Leistungen erfolgt, dann umso besser.

  • Hallo,

    auch ich melde mich als einer der Teilnehmer zu Wort. Ich kann meinen Vorrednerinnen aus dem Teilnehmerkreis nur zustimmen.

    Da ich eher abends/nachts arbeite (sieht man auch an diesem Beitrag) wäre eine diachrone Austauschmöglichkeit in Form von Facebook / E-Mail / oder Forum für mich wesentlich günstiger als live-feedback.

    Da ich persönlich gerade erst angefangen habe, mich in strategisches Fundraising einzulesen, hoffe ich, dass ich eine case study auch gut nachvollziehen könnte. Dem Anschein nach, wäre das aber genau das richtige für mich.

    MfG,
    Ulrich Thöner

  • Auch bin morgen beim Seminar als Teilnehmerin dabei und habe mit Interesse verfolgt, wie sich die zwei Tage und die Creditvergabe gestalten werden.
    Ich begrüße es, dass sich ein Dozent darum bemüht (in welcher Form auch immer) seine Studenten auf das vor Ihnen liegende, bis dato unbekannte, Thema vorzubereiten und damit eine gemeinsame Grundlage für das Arbeiten während der Präsenzzeit zu schaffen.
    In Bezug auf die Online-Kommunikation vermute ich, dass es in Zukunft verstärkt auf Studierende zukommen wird. Daher finde sowohl eine Facebook-Gruppe, als auch Online-Seminare sehr gut. Beides würde ich allerdings nicht verpflichtend anbieten, sondern eher als Zusatz. Vor allem nach dem Seminar in eventueller Vorbereitung auf das Essay fände ich eine Online-Zusammenkunft aller Interessierten und des Dozenten hilfreich und sinnvoll. Gerade während des Schreibens tauchen manchmal Fragen oder Schwierigkeiten auf, die dann zeitnah gelöst werden können.

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