politcamp 2011: Linkschau

Letztes Wochenende fand das dritte politcamp im alten Bundestag in Bonn statt. Die ca. 300 Teilnehmer diskutierten über Social Media in der politischen Kommunikation, die Arbeit der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“, Open Data, Jugendschutz oder Netzneutralität.

Und wie es sich für ein Barcamp gehört, wurde darüber auch ziemlich viel gebloggt und geschrieben, Fotos und Videos gemacht oder Präsentationen veröffentlicht. Wir haben einmal angefangen alles zu sammeln was wir im Netz dazu finden. Die Liste an Beiträgen hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn ihr also noch mehr Links kennt, schreibt sie bitte in die Kommentare, dann nehmen wir es mit auf. Danke und viel Spaß beim lesen.

Artikel

Was Jugendliche von Sperren im Internet halten – derwesten.de / Sarah Hubrich

Brauchen wir mehr Kinder- und Jugendschutz im Internet? Das ist eines der Themen, das mehrere hundert Teilnehmer an diesem Wochenende beim Politcamp in Bonn diskutieren. Und anders als oft üblich, dürfen hier auch die Jugendlichen selbst mitreden.

Wie Facebook und Co. die Politik verändern – derwesten.de / Sarah Hubrich

Der Landtagsabgeordnete ist bei Facebook, die Ministerin twittert – politische Kommunikation findet längst auch in Sozialen Medien statt. Welche Möglichkeiten bietet das Politik und Bürgern? Beim Politcamp11 in Bonn wurde das immer wieder diskutiert.

Politcamp: Jugendschutz bleibt ein heißes Eisen – heise online / Torsten Kleinz

Wie schon im vergangenen Jahr war der Jugendschutz im Netz einer der zentralen Streitpunkte des Politcamps 2011 am Wochenende in Bonn. Während der nordrhein-westfälische Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann (SPD) Online-Konsultationen für die nächste Überarbeitung des umstrittenen Jugendmedienschutz-Staatsvertrags ankündigte, plädierte der Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek (CDU) für weniger staatliche Regulierung.


PolitCamp11 Freitag WarmUp #pc11 von politcamp

Politcamp: Jugendschutz bleibt ein heißes Eisen – heise online / Torsten Kleinz

Wie schon im vergangenen Jahr war der Jugendschutz im Netz einer der zentralen Streitpunkte des Politcamps 2011 am Wochenende in Bonn. Während der nordrhein-westfälische Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann (SPD) Online-Konsultationen für die nächste Überarbeitung des umstrittenen Jugendmedienschutz-Staatsvertrags ankündigte, plädierte der Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek (CDU) für weniger staatliche Regulierung.

Internet-Enquete: Der Weg ist das Ziel – heise online / Torsten Kleinz

Mitglieder der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestags haben auf dem Politcamp 2011 am Wochenende in Bonn für eine verstärkte Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungsprozessen geworben. Das diese Prozesse länger dauern können, lebt die Kommission vor: Mehr als ein Jahr nach der ersten Sitzung sind erst vier der zwölf geplanten Projektgruppen zusammengekommen. „Zwei Drittel der Arbeit liegt nach wie vor vor uns“, sagte Manuel Höferlin (FDP).

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Das komplette Fotoset von Martin Köster gibt es bei Flickr: Politcamp 2011

Muss das Private öffentlich sein? – vorwaerts.de / Markus Winkler

Wie ändert sich die Politik durch das Internet? Können Online-Werkzeuge unsere Demokratie verbessern? Wie muss der Datenschutz gestaltet sein um die Privatsphäre im Internet zu schützen? Diese und andere Fragen versuchen an diesem Wochenende über 300 Teilnehmer des politcamps zu klären.

Politik für eine digitale Gesellschaft – vorwaerts.de / Markus Winkler

Am zweiten Tags des politcamps in Bonn wurde über die parlamentarische Netzpolitik und die Einflussnahme der Netzaktivisten auf den politischen Prozess diskutiert.

Blog-Posts

Politcamp 2011: first encounter of the close kind. – Christiane Tänzer / Save The Pony

Man nehme eine politisch nicht aktive aber netz- und bildungspolitisch interessierte, internetaffine Webdesignerin und packe sie auf ein Barcamp mit lauter CDU’lern, Piraten, Grünen und einer nicht zu vernachlässigenden Anzahl JuSos. Dabei heraus kommt jemand, der seine Ansicht, Politik sei öde, ganz schnell über Bord wirft. An diesen zwei Tagen habe ich gelernt: Politik ist ziemlich komplex, aber alles hat in gewisser Weise seine Diskussionsberechtigung.


Was ist das Politcamp? #pc11 von politcamp

Grünzeug am Mittwoch 121: Digitale Beteiligung bitte – Till Westermayer / Blog Grüne Baden Württemberg

Zusammen mit Lavinia Steiner und Jörg Rupp habe ich auf dem diesjährigen Politcamp eine Session angeboten, in der es – nach einem kurzen Überblick über die verschiedenen Aspekte der „Politik des Gehörtwerdens“ und der „Bürgerregierung“, vor allem mit Bezug auf Online-Beteiligungsformen – vor allem darum ging, mal zu sammeln, was es denn schon an Erfahrungen mit unterschiedlichen Beteiligungsformaten gibt. Das Politcamp ist ein Treffen von (partei)politisch interessierten Netzleuten (und netzpolitisch interessierten PolitikerInnen) – insofern hatten wir die Vermutung, dass ein solches offenes Brainstorming durchaus interessante Ergebnisse nach sich ziehen könnte.

Antworten* auf das Politcamp 2011 – Till Westermayer

Was ist das? 200 bis 250 überwiegend jüngere, meist männliche Menschen sitzen im »Wasserwerk«, dem alten Plenarsaal des alten Bundestages in Bonn, und beugen sich über Smartphones, Pads und Laptops, während vorne auf eine große Leinwand Tweets geworfen werden. Und irgendwelche Leute leise über irgendwelche Dinge reden. LAN-Party? Nein, eher LAN-Partei.

PolitCamp 2011 in Bonn #pc11 #fazit – Teil 1 – Jürgen Schüssler

Endlich habe ich es geschafft. Ich war auf meinem ersten PolitCamp. Obwohl ich über die ersten beiden PolitCamps in 2009 und 2010 im dicken B Radialsystem schon von der Idee- und Konzeptionsphase aus nächster Nähe bestens informiert war, konnte ich leider nicht teilnehmen. Jetzt ist es mir gelungen. Ich war auf dem PolitCamp 2011 in Bonn, am 4. und 5. Juni. Kurz vorweg: Ich bin sehr angetan. Ich habe einiges gelernt.


Politcamp11: Was wünschst Du Dir von der politischen Fee? #pc11 von politcamp

Das war das Politcamp 2011 – Hansjörg Schmidt

Zum dritten Mal haben wir nun das Politcamp stattfinden lassen. Zwei Tage ging es in Bonn heiß her und das lag nicht nur am Wetter! Mein persönliches Kurzfazit: Nicht alles neu, aber doch anders. Nicht alles besser, aber vieles doch verfeinert. Bonn ist nicht Berlin, Kölsch kein Pils.

Aller Anfang ist schwer: Wenn Politiker twittern – Torsten Kleinz / ZDF Hyperland

Angela Merkel hat über 90.000 Facebook-Fans, Regierungssprecher Steffen Seibert immerhin fast 28.000 Follower auf Twitter. Bundestags- oder Landtagsabgeordnete können angesichts dieser Zahlen nur neidisch schauen. Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen will nun mit einer eigenen App Chancengleichheit herstellen.

PolitCamp 2011 Twitter Wall
Das komplette Fotoset von Holger Rings gibt es bei Flickr: PolitCamp 2011 Bonn pc11 #pc11 Fotos

Inschtrumente – Jörg Rupp

Interessant an Netzpolitik ist irgendwie schon, dass es notwendig ist, sich offline zu treffen.  Und so bin ich letztes Wochenende zum politcamp 2011 gefahren, um Input zu bekommen, ein bißchen sehen und gesehen werden zu praktizieren – und zu debattieren.

Es gibt (k)ein Internet(z)! – Jan Mönikes (inkl. Präsentation)

Die politische Debatte um “Netzneutralität” erinnert inzwischen oftmals an energiepolitische Diskussionen einer scheinbar fernen Vergangenheit: In beiden Fällen fehlt(e) es leider viel zu oft an Einsicht in die Dimension und Komplexität des Themas und daher auch an die Möglichkeit zur frühzeitigen Einsicht in die notwendigen politischen Weichenstellungen. In den 1980er Jahre prägte man dafür das Bonmont: „Was geht mich Atomkraft an? Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose!“ Auf die Debatte um “Netzneutralität” im Jahr 2011 übertragen, könnte es heißen: „Wieso sich mit Telekommunikation beschäftigen? Bei mir kommt IP aus dem Port!“.


Jugend beim Politcamp #pc11 von politcamp

Politcamp 2011 – Bundesstadt-Blues

„Barcamp“ ist seit einigen Jahren einer der In-Begriffe der online-affinen Szene. Statt sich auf Tagungen vorher feststehende Vorträge anzuhören trifft man sich zu Veranstaltungen, bei denen im Vorfeld lediglich das ungefähre Thema festgelegt ist. Dort kann zu Beginn jeder einen Themenvorschlag machen, die Interessantesten werden per Abstimmung ausgewählt und finden dann statt – üblicherweise jeweils mehrere parallel in kleineren Gruppen. Im Mittelpunkt stehen dabei keine Vorträge sondern Diskussionen.

Politcamp 2011 (Teil 2) – Bundesstadt-Blues

Stellen wir uns ein Verbrechen vor, dass in der gesamten Gesellschaft verurteilt wird: Vergewaltigungen etwa. Stellen wir uns weiter vor, die Politik würde folgende Lösung dagegen ersinnen: jeder Mensch bekommt einen Chip ins Gehirn implantiert, der alle Gedanken in eine Überwachungszentrale sendet. Sobald hier ein gewalttätiger Impuls aufgezeichnet wird werden Neuro-Blocker freigesetzt, die das jeweilige Gehirn lahmlegen.


Das Politcamp in Tweets #pc11 von politcamp

Politcamp2011 “Geht raus und redet mit den Leuten” – Johannes Rehborn/ politikblog.org

Am 4. und 5. Juni 2011 fand das 3. Politcamp in Bonn statt. Mehrere hundert PolitikerInnen aus Deutschland haben abwechselnd im alten Plenarsaal des Bundestages und anschließend in den Räumlichkeiten der deutschen Welle getagt um sich über aktuelle netzpolitische Themen auszutauschen.

Fazit politcamp 2011 – Eva Horn

So.
Nachdem ich es ja schon auf twitter ankündigte, hier nun mein – wie üblich – gnadenlos subjektives Fazit zum PolitCamp2011:

PolitCamp 2011 ein Erfolg – Matthias Groote

Nach dem PolitCamp ist vor dem PolitCamp. Der Umzug von Berlin nach Bonn hat dem PolitCamp gut getan. Die Sessions im Wasserwerk haben uns allen vor Augen geführt, wie rasant sich unser Land und die Welt seit dem Umzug des Bundestages von Bonn nach Berlin im Jahr 1999 geändert haben. Auch wie die nationale Politik an Handlungsmöglichkeiten in einer globalisierten und digitalisierten Welt verloren hat.


Politcamp 2011 – Intro von hschmidtHH

Irgendwie bleiern – Tobias Nehren / spd.de

Es ist warm und stickig. Es ist eng und die Akustik schlecht. Beige Farbe tunkt alles in ein monotones gelbes Licht, das mit Erinnerungen der achtziger Jahre und Weichzeichner verbunden ist. Auch der Bundesadler, die Fette Henne, prangt wie eh und je im Plenarsaal des alten Wasserwerks. Es hat etwas von einer Zeitreise und direkt kann man sich vorstellen, wie sich die Abgeordneten des Bundestages in den späten 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gefühlt haben müssen, als sie in diesem Plenarsaal tagten und sich in die engen Sitzreihen kauerten. Leicht war zu dieser Zeit wenig und ist in diesen Räumen nichts.

Politcamp 2011: Zu wenig Camp und zu viel Tagung – Guido Brombach

Das Politcamp war aus meiner Sicht nicht nur entstanden, weil es einen Gap im Umgang von Politiker_innen und Netzbewohner_innen mit dem Internet gibt, sondern auch, weil die Auseinandersetzung mit den Entscheidern face2face geführt werden muss und nicht nur durch Gremien oder Partizipationstools vermittelt. Die letzten Politcamps haben gezeigt, dass die Politik durchaus an einem Austausch auf Augenhöhe interessiert ist. Nicht unbedingt die Minister_innen aus der ersten Reihe, aber viele Politiker_innen aus der Kommunal- und Landespolitik nutzten den Austausch in den Sessions oder das Gespräch in den Freiräumen. Dennoch hat sich eine Elefantensession auf dem Politcamp immer gelohnt, hier wurde thematisch fokussiert und hier stand leider auch die politische Agenda im Vordergrund.

Diskussion PostPrivacy vs. Selbstdatenschutz by sicherdeinweb
Dazu auch ein Blogpost von Sicher Dein Web: “Post Privacy” vs. Datenschutz- ein Streitgespräch

Bericht aus Bonn: #PC11 – Philipp Albrecht / politik-digital.de

Müssen Kinder vor Internet-Inhalten geschützt werden?  Welche Rolle spielten Facebook und Co in Tunesien und Ägypten? Wie kann Partizipation online gestärkt werden?  Diese und andere Fragen wurden am  Wochenende beim Politcamp in Bonn von Polit-Profis, Aktivisten und Interessierten diskutiert.

Das Politcamp 2011 – Sven Przepiorka / tzwaen.com

Am vergangenen Wochenende fand in Bonn das dritte Politcamp statt, einer Barcamp-ähnlichen Konferenz rund um Netzpolitik und politische Kampangen im Internet.

Pandacetamol – Countered with Calm from rec72 on Vimeo.

#spanishrevolution – Jörg Eisfeld-Reschke / ikosom.de (inkl. Präsentation)

Die “revolutionäre und gesellschaftsverändernde Kraft des Internets” war auf dem diesjährigen Politcamp im Bonner Bundestag ein Thema, welches sich durch viele der Panels und Workshops zog. Der Blick ging dabei stets in Richtung Ägypten, Tunesien und Syrien. Der Blick vor die europäische Haustür und hin zur sogenannten #spanishrevolution wurde kaum getan. Grund genug um eine Session zu diesem Thema anzubieten und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu diskutieren, welche Bedeutung die gesellschaftliche Bewegung des 15. Mai für Deutschland und Europa haben wird.

PolitCamp 2011: Ein Erfahrungsbericht – Julia Reda

Hier ein kleiner Erfahrungsbericht vom PolitCamp #pc11 vom 03. bis 05. Juni in Bonn.

Ich war eingeladen worden, das JugendPolitCamp am Freitag zu betreuen. Der Deal war, dass Teilnehmer unter 18 dort Barcamp-Sessions unter Anleitung vorbereiten und dafür ermäßigten Eintritt bekommen. Dieses Angebot hat leider nur ein einziger Jugendlicher wahrgenommen. Mit dem haben wir dann immerhin eine Session zum Jugendmedienschutz aus Sicht der Jugendlichen vorbereitet, die am Samstag auch auf großes Interesse gestoßen ist.

Foto
Das komplette Fotoset von Tim Bartel gibt es bei Flickr: PolitCamp 2011

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