Aktuelle Social-Media-Studien im Überblick (Mai 2010)

Morgen Stanley Internet Trends

Im vergangenen Monat ist wieder Internet Trends Report von ein Morgan Stanley erschienen. Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählt, dass nachdem bereits mehr Zeit in sozialen Netzwerken verbracht wird als mit dem Lesen und Schreiben von Emails, übersteigt nun auch die Anzahl der registrierten Netzwerk-Nutzer die von Emailpostfächern.

Morgan Stanley Internet Trends Report

Gründe dafür werden nicht genannt. Denkbar ist, dass der Kommunikation in sozialen Netzwerken weniger Barrieren zugrunde liegen als der Email-Korrespondenz. Als weitere wichtigen Trend ist der starke Ausbau der Bandbreite für mobile Kommunikation zu nennen sowie dass auf Facebook mittlerweile der größte Anteil der global verbrachten Online-Zeit entfällt.

Studien und Statistiken zu Twitter

Eine Analyse der 270.000 Twitter-Nutzer (Stand: April 2010) in deutscher Sprache erschien bei den Webevangelisten. Das ständige Wachstum in Deutschland, Österreich und der Schweiz hält mit 3,8% weiterhin an. Die durchschnittliche Nutzungszeit ist in den Abenstunden am höchsten, was auf eine vornehmlich private Nutzung des Microblogging-Dienstes hinweist.

Die Analyse der amerikanischen Twitter-Nutzung zeigt, dass Twitter mit 7% im Vergleich zu Facebook (41%) weiterhin wenig Verbreitung gefunden hat. Gleichwohl erhalten beide Dienste einen Bekanntheitsgrad von fast 90% (Facebook 88%, Twitter 87%). Interessant bleibt Twitter für Marketing – knapp über die Hälfte aller Twitternutzer in Amerika folgen Marken und Unternehmen.

Da lediglich 22% der registrierten Twitter-Nutzer einander folgen, könne von einem sozialen Netzwerk keine Rede sein. Dies ist das Ergebnis einer Studie aus Korea (englisch). Vielmehr handele es sich um ein Nachrichten-Netzwerk.

Und noch eine Analyse sei genannt: Die Twitter-Aktivitäten von Dr. Kristina Schröder, die Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend standen im Fokus einer Studie eines Erlebnisberichts eines ihrer Mitarbeiter.

Behörde 2.0

Eine Befragung der Universität Potsdam unter den Städten, Bezirken, Gemeinden und Landkreisen in Berlin und Brandenburg im Auftrag des E-Government-Netzwerkes Amt24 hat ergeben, dass 84% von einer zunehmenden Bedeutung sozialer Medien ausgehen und dies bereits heute als wichtiges Thema ansehen (74%).

Einsatz von Web2.0-Anwendungen

Die Abbildung über den Einsatz von Web2.0-Anwendungen zeigt, dass Beteiligungsportale, Foren und Empfehlungsverfahren deutlich häufiger verwendet werden als z.B. Mashups, soziale Lesezeichen und RSS-Feeds. Die Erfahrungen dabei sind gemischt: Haben zwar 28,6% positive und 42,9% gemischte Erfahrungen mit dem Web2.0 gemacht, hat fast ein Drittel bisher noch keine Erfahrungen gesammelt. Von schlechten Erfahrungen konnte keine Behörde berichten.

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7 Kommentare

  1. Robert Zemke

    Die Tatsache mit mehr Nutzern in Social-Networks als Email-Postfächern ist wohl damit zu begründen, als dass sich eine Person mit einer Mailadresse in mehreren Netzwerken anmelden kann.

    Denn noch immer ist eine Mailadresse die Eintrittsbarriere in die Netzwerke. Ohne eben diese ist, wie wir alle gemerkt haben dürften, eine Anmeldung nicht möglich!

    Kommentar von Robert Zemke am 11. Mai 2010 um 10:43

  2. Jörg Eisfeld-Reschke

    Hallo Robert,

    zwei Hinweise, warum es auch andere Gründe haben kann
    1. Anonyme Emailadressen sind weit verbreitet
    2. Die Direktnachrichten-System von sozialen Netzwerke ersetzen zunehmend das Emailpostfach (für private Kommunikation)

    Was meinst Du, wie lange wird es noch dauern, bis Facebook selbst Emailadressen herausgibt?

    Kommentar von Jörg Eisfeld-Reschke am 11. Mai 2010 um 11:09

  3. Robert Zemke

    Die gleichen Gedankengänge hatte ich während des verfassens meines Kommentares auch. Aber ich möchte Dir nur bedingt zustimmen was die Verbreitung von anonymen Emailadressen oder dieser 5min-Accounts betrifft.

    Ich denke nicht, dass diese Optionen von der Masse der Nutzer wirklich genutzt werden. Eher hat man doch eine reine Zweitadresse für all die Anmeldungen, damit der Hauptaccount nicht zu sehr verstopft.

    Oder gibt es da schon Fakten, welche ich nicht kenne?

    Kommentar von Robert Zemke am 11. Mai 2010 um 11:24

  4. Jörg Eisfeld-Reschke

    Mit ‘anonym’ meinte ich Trash-Konten wie trash-mail.com einerseits, aber auch die Vielzahl von Zwei- und Drittadressen, die lediglich für Registrierungszwecke eingerichtet werden. Nach konkreten Zahlen kann ich gerne mal recherchieren und darüber was schreiben!

    Kommentar von Jörg Eisfeld-Reschke am 11. Mai 2010 um 11:30

  5. [...] Aktuelle Social-Media-Studien im Überblick (Mai 2010): Und wieder regnet es Zahlen: quot;Im vergangenen Monat ist wieder Internet Trends Report von ein Morgan Stanley erschienen. Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählt, dass nachdem bereits mehr Zeit in sozialen Netzwerken verbracht wird als mit dem Lesen und Schreiben von Emails, übersteigt nun auch die Anzahl der registrierten Netzwerk-Nutzer die von Emailpostfächern.quot; [...]

    Pingback von Lesetipps für den 12. Mai | Netzpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0 am 12. Mai 2010 um 09:16

  6. [...] Aktuelle Social-Media-Studien im Überblick (Mai 2010): Und wieder regnet es Zahlen: quot;Im vergangenen Monat ist wieder Internet Trends Report von ein Morgan Stanley erschienen. Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählt, dass nachdem bereits mehr Zeit in sozialen Netzwerken verbracht wird als mit dem Lesen und Schreiben von Emails, übersteigt nun auch die Anzahl der registrierten Netzwerk-Nutzer die von Emailpostfächern.quot; [...]
    +1

    Kommentar von Chrystal Kordik am 24. Mai 2010 um 19:02

  7. [...] Stanley Internet Trends Zu den wichtigsten Erkenntnissen des Morgan Stanley Report (wir berichteten) zählt, dass nachdem bereits mehr Zeit in sozialen Netzwerken verbracht wird als mit dem Lesen und [...]

    Pingback von Der Studien-Rückblick 2010 am 10. Januar 2011 um 23:04

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