Broschüre erschienen: Soziale Medien für Organisationen und Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe

Das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe hat eine Handreichung herausgegeben, die sich mit dem Einsatz sozialer Medien für Organisationen und Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe auseinandersetzt.

Titelbild der Broschüre

Sie gibt einen kurzen Einblick in unser verändertes Informations- und Kommunikationsverhalten in den letzten Jahren. Kurzporträts einzelner Angebote nehmen deren Stärken und Schwächen in den Fokus. Kurze Inputs erörtern die Chancen sozialer Medien für die Öffentlichkeitsarbeit von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, für Fundraising, Kampagnen, neue Veranstaltungsformate und für den fachlichen Austausch im Netz.

Für ikosom hat Jörg Eisfeld-Reschke drei Kapitel für die Broschüre eingebracht, die wir in den kommenden Wochen im Blog wiedergeben.

Die Broschüre kann kostenfrei als PDF heruntergeladen werden.

Online-Fundraising für die politische Bildung

Im Februar lud die Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg die Träger politischer Bildung zu einem Netzwerktreffen ein. In diesem Rahmen stellte ich die Möglichkeiten und Instrumente des Online-Fundraisings für politische Bildung dar.

Eine Zusammenfassung ist nun auf der Seite der Landeszentrale verbloggt:

Vereinen und Organisationen in der politischen Bildung fehlt es oft an Geld für ihre Projekte. Das Internet eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, um neben den traditionellen Geldgebern – Staat, Stiftungen und Privatwirtschaft – zusätzliche finanzielle Quellen zu erschließen.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl derjenigen, die regelmäßig online sind, nahezu verdoppelt. Rund 40 Prozent der Internetnutzer suchen dabei vor allem das Gespräch mit anderen. Sie wollen sich unterhalten, Kontakt haben, kommunizieren. Etwa jeder fünfte, rund 22 Prozent, möchte unterhalten werden und surft auf Seiten, die dies bieten. Mit diesen Zahlen im Hinterkopf lassen sich auch für Vereine und Organisationen der politischen Bildung Wege finden, das Internet für die Finanzierung von Projektideen zu nutzen.

Und die Vortragsfolien stehen zur Ansicht und zum Download ebenfalls bereit:

Camper – das Barcamp-Planungs-Tool

Heute startet die Open Beta-Phase des Camper-Barcamp-Tools. Mit dem Barcamp-Tool stellt youthpart die digitale Infrastruktur zur Organisation von JugendBarCamps zur Verfügung.

Wir haben uns die Funktionen für den Leitfaden JugendBarCamp (erscheint in diesem Monat) mal näher angeschaut:

BarCamp anlegen

Nach der Registrierung als NutzerIn gibt es die Möglichkeit, ein eigenes Barcamp anzulegen. Abgefragt werden die Rahmendaten der Veranstaltung sowie die bereits angelegten Social Media Kanäle (z.B. Twitter, Hashtag, Facebook-Seite).

Berechtigungen

Es ist möglich, ein Barcamp mit mehreren AdministratorInnen zu verwalten. Diese haben das Recht, die Informationen zur Veranstaltung zu ändern, TeilnehmerInnen zu verwalten und haben Zugriff auf alle weiteren Administrationsfunktionen. Um eine Person als AdministratorIn hinzuzufügen, versendet man eine Einladung an die E-Mail-Adresse, mit der die betreffende Person im Barcamp-Tool registriert ist.

Profil

Alle registrierten NutzerInnen haben die Möglichkeit, sich in ihrem Profil kurz zu beschreiben. Zu den möglichen Angaben gehören der volle Name, ein Profilfoto, ein freies Textfeld, die Organisation, der Twitter-Name, das Facebook-Profil sowie die T-Shirt-Größe.

Teilnehmerverwaltung

Auf der Teilnehmerliste werden alle Nutzer angezeigt, die Interesse an dem Barcamp angemeldet haben. Sie werden mit ihrem Namen, dem Namen ihrer Organisation sowie dem Link zu ihrem Profil in den Listen angezeigt. Das Barcamp-Tool unterscheidet die drei Listen Interessenten, TeilnehmerInnen und Warteliste. AdministratorInnen können einen Zeitraum für die Anmeldung sowie die maximale Teilnehmerkapazität festlegen.

Gestaltung der Seite

Optisch und inhaltlich können Barcamps individualisiert werden. In die Kopfzeile kann ein eigenes Bild hochgeladen werden. Es ist vorgesehen, dass der Hauptseite alle wesentlichen Informationen zur Veranstaltung entnommen werden können. Hier ist es auch möglich, die Logos von Sponsoren einzubetten und zu verlinken. Es ist möglich bis zu drei Unterseiten anzulegen, die in der oberen Navigation scheinen. Pro Seite kann man den Titel, ein Bild und Text einfügen.

Session-Vorschläge

Alle NutzerInnen, die sich für das Barcamp interessieren, können eigene Session-Vorschläge anmelden. Zu diesem Zweck tragen sie den Titel und eine Kurzbeschreibung ihres Vorschlages ein. Anschließend besteht für alle NutzerInnen die Möglichkeit, ihr Interesse an einer Session zu bekunden. Sortiert werden die Session-Vorschläge entweder nach dem Datum oder nach der Anzahl der interessierten Personen.

Dokumentation

Für die Dokumentation des Barcamps steht ein Etherpad zur Verfügung, welches in der Navigation direkt verlinkt ist.

Twitterwall

Wenn eine Twitterwall für das Barcamp erstellt wurde, kann sie im Barcamp-Tool direkt verlinkt werden. Dies hat zum Vorteil, dass die TeilnehmerInnen sich nur eine Webadresse merken müssen.

Ausblick

Die erste Version des Camper ist in dieser Woche online gegangen und befindet sich in der Open Beta-Phase. Es ist geplant, dass das Tool um weitere Funktionen erweitert wird. Vorgesehen sind unter anderem ein Blog zur Veranstaltung, die Online-Darstellung des Session-Plans sowie eine Newsletter-Funktion zur direkten Ansprache der Intereressierten und TeilnehmerInnen des Barcamps.

Was wir nicht auf der #rp13 diskutieren: Forever online? Social Media und Tod

Bianca Gade hat umgesetzt, worüber Dörte Giebel und ich nur nachgedacht haben. Sie ruft dazu auf abgelehnte re:publica-Vorträge in einer Blogparade zu sammeln.

Forever online? Social Media und Tod

Wenn uns Twitter über den Tod von Freunden informiert und wir das Facebook-Profil von Freunden häufiger besuchen als ihr irdisches Grab, dann wird eines ganz deutlich: Social Media hat unseren Umgang mit dem Tod verändert. Aber wie genau? Werden wir zukünftig Beerdigungen im live Hangout übertragen? Wie können wir gemeinsam online trauern? Wer hat eigentlich schon ein Social Media Testament geschrieben? Wem gehören meine Follower nach dem Tod? Und wie würdest Du reagieren, wenn ein Toter Dir einige Tage später eine Abschiedsmail schreibt?

These

Unser Umgang mit Tod und Trauer im Internet hat sich verändert – in dem diskursiven Vortrag zeige ich auf, woran wir das merken, was das bedeutet und wie wir uns darauf vorbereiten können.

Format

15min Vortrag zur Einführung ins Thema und 60min Diskussion mit Gästen:

  • Egon Kapellari, Medienbischof (noch nicht angefragt) oder der Stefan Förner, Pressesprecher des Erzbistums Berlin (grundsätzliche Bereitschaft)
  • Prof. Dr. Marlis Prinzing, MHMK Macromedia (grundsätzliche Bereitschaft)
  • Oliver Schmid, Gründer Gedenkseiten.de (grundsätzliche Bereitschaft)
  • Michaela Zinke, Bundesverband Verbraucherschutz (grundsätzliche Bereitschaft)

Schade für die #rp13

Das Thema Social Media und Tod hatte ich auf der Social Media Week Berlin im letzten September schon platziert – mit sehr vielen persönlichen und positiven Rückmeldungen. Es ist ein Thema, das Menschen bewegt und berührt. Aufgrund der Resonanz gab es im Nachgang noch eine Blogparade zu „Tod und Trauer im Internet“ (Ergebnisse). Eigentlich wäre die re:publica 2013 genau der richtige Ort gewesen um mehr Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen, bevor sie von der Gegenwart eingeholt oder ihre Angehörigen überfordert werden.

Vom Zusammenhang der Facebook-Likes mit der Sterblichkeitsrate in Krankenhäusern

Photo by geralt (CC0)
Photo by geralt (CC0)

Vor drei Jahren gründeten Karsten Wenzlaff und ich das Institut für Kommunikation in sozialen Medien. Grund dafür war – vereinfacht gesagt – dass die Social Media Forschung in Deutschland fast nur aus Marketing-Befragungen und der Wiedergabe von US-Erhebungen bestand.

Und der Bedarf eines differenzierteren Forschungsansatzes zeigt sich noch heute! Zuletzt brachte AllFacebook dieses Fundstück an die deutsche Öffentlichkeit:

„Eine Studie, die aber jetzt im ‚American Journal of Medical Quality‘ veröffentlicht wurde, ist kaum zu glauben. Dort hat man um die Qualität eines Krankenhauses besser bewerten zu können vorgeschlagen die Anzahl der Likes als Indikator zu nehmen. Und damit es nicht nur bei diesem Vorschlag bleibt, wurde auch direkt eine entsprechende Untersuchung vorgenommen, die Fanzahl und Sterberate in Relation setzt.“

Es ist schon erstaunlich dass eine solche Hypothese zu einem Forschungsprojekt wird und diese Ergebnisse in einem auf Peer-Review basierten Journal veröffentlicht werden. Etwas obskur, aber zumindest bestätigt sich unsere Annahme, dass es noch ein weiter Weg zu einer umfassenden Social Media Forschung ist. Oder bestätigen solche Ausnahmen die Regel?

Workshop zu “Fortbildungsbedarf ePartizipation”

Im Auftrag der Jugend- und Familienstiftung Berlin und angeregt durch Treffen der Allianz für ePartizipation Berlin führte ikosom am 19.02. einen Workshop zum “Fortbildungsbedarf im Bereich ePartizipation” durch. Die insgesamt 16 Teilnehmenden kamen zum überwiegenden Teil aus der Jugendarbeit, Bildungsarbeit und Verwaltung.

Der Workshop stellte zum einen die bisherigen Rechercheergbnisse zu (e)Partizipations-Lehrgängen und -Ausbildungen im Jugendbereich vor und gab einen Überblick über Bedarfe im Bereich ePartizipation. Zum anderen entwickelten die Teilnehmenden selbst eine Vorstellung davon, wie eine solche Ausbildung aussehen und was sie beinhalten sollte. Im Mittelpunkt des Interesses standen daher Diskussionen über erforderliche Inhalte, Methoden und Instrumente in einem ePartizipations-Curriculum, mit dem Fachkräfte in die Lage versetzen werden, ePartizipations-Projekte selbst zu konzipieren und zu begleiten.

Verschiedene Rollen und Zielgruppen

In der ersten Diskussion wurde herausgestellt, dass es je nach Zielgruppen und Rolle auch einen unterschiedlichen Fortbildungsbedarf gibt und die erforderlichen Inhalte unterschiedliche sind. Der Organisator/die Organisatorin übernimmt beispielsweise die Konzeption und Gesamtleitung. Diese Rolle erfordert es, die Grundsätze und Mechanismen von Beteiligungsarbeit zu verinnerlichen, ein technisches Grundverständnis mitzubringen und zwischen allen Beteiligten zu vermitteln. Etwas anders ist es auch bei technischen Dienstleistern. Bei ihnen ist erforderlich, dass sie sich nicht auf das Abarbeiten eines Anforderungskatalogs beschränken, sondern sich auch konzeptionell mit Kenntnissen und Erfahrungen einbringen können. So ist es auch auf der Ebene der technischen Dienstleister ein Grundverständnis von Beteiligungsarbeit unabdingbar. Auf der Verwaltungsebene konnte ebenfalls ein Fortbildungsbedarf festgestellt werden. Dieser unterschiedet sich allerdings stark von dem der anderen Rollen. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass es auch eine informierte und kompetente Verwaltung braucht, damit ePartizipations-Projekte überhaupt umsetzen werden können. Eine Unterscheidung der Rollen bei ePartizipations-Projekten ist im ikosom-Blog zu finden.

Die Vorstellung der bisherigen Rechercheergebnisse, die sich in einem ersten Schritt mit dem Bereich Jugendbeteiigung beschäftigte, machte noch einmal deutlich, dass es einen großen Bedarf gibt. Die Recherche stellte insgesamt wenige Angebote zum Thema Partizipation heraus. Bei einigen konnte der Einbezug digitaler Medien festgestellt werden. Aber es wurde kein Angebot im deutschsprachigen Raum gefunden, das sich explizit mit ePartizipation auseinandersetzt. Insgesamt sind die Angebote schwer miteinander vergleichbar. Sie unterscheiden sich sowohl auf der inhaltlichen als auch methodischen bis hin zur organisatorischen Ebene stark voneinander.
Im ikosom-Blog ist eine ausführliche Darstellung der bisherigen Rechercheergebnisse zu finden.

Welche Inhalte und Themen?

Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, welche Inhalte und Themen in einem Curriculum für ePartizipation enthalten sein müssen. In Gruppen gingen die Teilnehmenden verschiedene Optionen durch und legten unterschiedliche systematische Aufbereitungen an. Es wurde deutlich, dass sie unterschiedliche Anforderungen und Fragen an ein ePartizipations-Curriculum haben.

Für eine Gruppe stand beispielsweise die Konzentration auf ePartizipations-Inhalte und ePartizipations-Anforderungen im Mittelpunkt. Somit standen für diese Gruppe die Themen Kenntnisse über andere ePartizipations-Projekte und deren Risiken, Kenntnisse von Online-Instrumenten, Evaluation von Online-Beteiligungsverfahren und Moderation von Social Media und Internetseiten im Fokus. Darüber hinaus werteten sie die Thematisierung rechtlicher Rahmenbedingungen und der Partizipationsarbeit insgesamt als hoch ein.

Eine andere Gruppe sondierte die Inhalte nach übergreifenden “Skill-Sets”. In den Bereich der zu thematisierenden Fertigkeiten gehörte beispielsweise die Präsentationskompetenz, Projektmanagement oder auch das Contentmanagement von Social Media und anderen Internetseiten. Der Bereich Voraussetzungen umfasste für die Gruppe u.a. die Reflexionsfähigkeit, eine technische Kompetenz und die mediale Gestaltung. Zu den Fähigkeiten zählten sie die Kenntnis über Anleitung von Gruppen, die Online- und Offline-Moderationsfähigkeit und die Struktierungsfähigkeit. Schließlich beinhaltete der Bereich Wissen die Kenntnis und das Erfahrungswissen von Online-Instrumenten über rechtliche Rahmenbedingungen bis hin zu Kenntnissen anderen ePartizipations-Projekte.

Die dritte Gruppe hat wiederum übergreifende Inhalte sortiert. Auf der Ebene des Wissens gehören für sie u.a. die allgemeinen systematischen Rahmenbedingungen von Beteiligung genauso dazu wie das Thematisieren der Risikofaktoren von ePartizipations-Projekten. Zu den Fertigkeiten zählte die Gruppe beispielsweise den Themenbereich der Grundlagen der Beteiligungsarbeit oder auch Datenschutz und Urheberrecht. Die Online-Moderation und die Evaluation von Beteiligungsverfahren wurde wiederum als besonders wichtig im Bereich der Fähigkeiten gesehen.

Anforderungen an ein ePartizipations-Curriculum

In der Diskussion über die jeweiligen Gruppenergebnisse wurden die folgenden Anforderungen an ein ePartizipations-Curriculum herausgearbeitet:

  • Die Zielgruppe und deren Voraussetzungen entscheidet über die Ziele, Methoden und Inhalte.
  • Der Aufbau sollte modular gestaltet werden, z.B. die Einteilung in Technik und Moderation.
  • Das Grundlagenwissen zu ePartizipation muss enthalten sein.
  • Ausreichend Raum und Zeit für Diskussion sollten berücksichtigt werden, um beispielsweise auf die jeweiligen (e)Partizipationsverständnisse oder auch Themen wie Zensur vs. Moderation eingehen zu können.
  • Auf die Thematisierung von grundlegenden Voraussetzungen, wie beispielsweise die Sprachkompetenz, kann verzichtet werden.
  • Der Zugang sollte offen und nach Möglichkeit barrierefrei gestaltet sein.
  • Im Hinblick auf einzusetzende Methoden sind Online-Anteile wünschenswert, da nur auf diese Weise die Praxis probiert werden kann.
  • Insgesamt ist das Ausprobieren und das eigenständige Handeln – für sich selbst und in der Gruppe – besonders wichtig und sollte in verschiedenen Bereichen thematisiert werden.

Ikosom wird in diesem Jahr einen Lehrgang entwickeln, der Fachkräfte in die Lage versetzt, ePartizipations-Projekte zu konzipieren und zu begleiten. Über Hinweise, Anregungen und Kooperationspartner würden wir uns freuen.

2. Offenes Werkstattgespräch der Berliner Allianz für ePartizipation

Die Berliner Allianz für ePartizipation lädt zum 2. Offenen Werkstattgespräch ein. Fachkräfte und Träger der Jugendarbeit sowie weitere Interessierte nutzen die Allianz als Ort zum Erfahrungsaustausch rund um ePartizipation – mit dem Schwerpunkt Jugendbeteiligung.

Das 2. Offene Werkstattgespräch findwt am 08. März 2013 von 15:00 bis 18:00 Uhr im Medienkompetenzzentrum Friedrichshain-Kreuzberg „Bits 21“ (http://goo.gl/maps/KpqNV) statt.

Zwei größere ePartizipations-Projekte stehen diesmal im Fokus:

  • jugendforum RLP
    Im Rahmen des Beteiligungsprojektes „jugendforum RLP“ haben Jugendliche aus Rheinland-Pfalz insgesamt 400 Textbeiträge auf der Plattform www.jugendforum.rlp.de eingestellt und 1.000 Bewertungen vorgenommen. Die Internetseite hatte über 7.300 Besucher und mehr als 37.000 Seitenaufrufe. Als Höhepunkt des bislang einmaligen Beteiligungsprojektes „jugendforum rlp“ fand am 21. Und 22. September 2012 eine große Jugendkonferenz in Mainz statt. Das „jugendforum rlp“ ist eine gemeinsame Initiative der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und der Bertelsmann Stiftung.
    Link zum Projekt: https://www.jugendforum.rlp.de
  • Europa ist meine Zukunft, wenn…
    Anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der Elysee-Verträge fragt das Deutsch-Französische Jugendwerk Jugendliche, was die Politik tun muss, damit Europa ihre Zukunft ist. Das Projekt begann mit einem Videowettbewerb und wird mit drei Online-Konsultationen (3 Themenblöcke à 3 Monate) fortgesetzt. Einen vorläufigen Höhepunkt stellte das Zusammentreffen von 150 Jugendlichen mit Angela Merkel und Francois Hollande im Januar diesen Jahres dar.
    Link zum Projekt: http://konsultation.dfjw.org

Um Voranmeldung bei Bernd Gabler (gabler@jfsb.de) wird gebeten.

Twitter und Facebook in der politischen Kommunikation

Twitter und Facebook sind mittlerweile feste Bestandteile im Instrumentekanon der politischen Kommunikation. Doch die Profile und Kanäle von Politiker alleine reichen noch nicht – sie sollten auch gut eingesetzt werden.

Anlässlich der bevorstehenden Wahlen in Italien beschäftigte pressetext sich mit politischer Social Media Kommunikation. Im Hintergrundgespräch sagte Jörg Eisfeld-Reschke von ikosom folgendes:

„Politische Parteien machen mitunter den klassischen Anfängerfehler, die beiden Dienste miteinander zu verknüpfen und stimmen damit den Inhalt nicht auf die einzelnen Instrumente ab. Insbesondere gezieltes Negative-Campaigning gegen politische Gegner und das schlichte Veröffentlichen von Aussagen ohne dabei in den Dialog zu treten, geht an den Interessen vieler Follower vorbei.“

Fortbildungslücke ePartizipation?

Im Vorfeld unseres Workshops am 19.02. zu ePartizipations-Lehrgängen und Ausbildungen (Blogeintrag vom 5.02.) hat ikosom Informationen zu themennahen Angeboten zusammengetragen. In der Recherche wollen wir uns dem Thema nähern, Ansätze und mögliche Partner identifizieren.

Erste Ergebnisse der Recherche zu Ausbildungsangeboten im Bereich ePartizipation/Jugendbeteiligung werden im Folgenden zusammenfassend vorgestellt:

  • Wir konnten insgesamt 13 Angebote zusammentragen, die sich im weiteren Sinne mit dem Themenfeld Jugendbeteiligung beschäftigen und damit explizit das Ziel der Ausbildung in Form eines Lehrgangs oder ähnlichem verfolgen.
  • Das Spektrum reichte dabei von Angeboten in der Kita bis zu klassischen Lehrgängen über Jugendbeteiligung und ihre Formen. Den geringsten Anteil nahmen dabei deutschsprachige Angebote ein, die sich ausschließlich mit ePartizipation beschäftigen.
  • Angesichts der geringen Vielzahl, aber auch der Divergenz der Angebote scheint es vor allem im Bereich der Aus- und Fortbildung zu Jugendbeteiligung – online und offline – einen großen Nachholbedarf nach Angeboten  zu geben.
  • ePartizipation nimmt bei den meisten recherchierten Lehrgängen nur einen sehr kleinen Teil des Curriculums ein. Den Schwerpunkt auf ePartizipation legen im deutschsprachigen Raum lediglich zwei Angebote.
  • Die Zielsetzungen der Bildungsangebote beschränken sich zumeist auf das grundlegende Verständnis von ePartizipation und nicht darauf, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  selbst in die Lage zu versetzen, ePartizipations-Projekte zu konzipieren, durchzuführen und zu moderieren.
  • Einige Lehrgänge setzen digitale Instrumente intensiv in der Vermittlung der Inhalte ein. In Helsinki gibt es einen Anbieter, der das Thema „right tools for e-participation“ in einem interaktiven Online-Kurs vermittelt.
Es gibt unserer Recherche zufolge bislang kein deutschsprachiges Angebot für die explizite Ausbildung von Begleiterinnen und Begleiter von ePartizipations-Projekten. Wir setzen die Recherche fort und sind für Hinweise dankbar.

Crowdfunding für die Wissenschaft

Der deutsche Crowdfunding-Markt befindet sich derzeit in der Phase der Segmentierung. Neben den allgemeinen Plattformen entstehen immer mehr mono-thematische Anbieter. Ein Beispiel hierfür ist Sciencestarter, die erste deutsche Crowdfunding-Plattform  für die Wissenschaft.

Crowdfunding für wissenschaftliche Projekte ist nicht gänzlich neu, aber fand innerhalb der deutschen Community bislang fast gar nicht statt. Über die Möglichkeiten, den Rahmen und bisherige Ansätze haben wir mit Ulrich Herb gemeinsam einen Beitrag für den Sammelband Science2.0 geschrieben, der in den kommenden Monaten veröffentlicht wird.

Startseite von sciencestarter.de, der Crowdfunding-Plattform für Wissenschaft
Startseite von sciencestarter.de, der Crowdfunding-Plattform für Wissenschaft

Continue reading „Crowdfunding für die Wissenschaft“

Statement zu Kirche und Kundenkontakt im Social Web

Vor kurzem bat mich das sinnstiftermag ein Statement zu formulieren. Bei dem sinnstiftermag handelt es sich um einen Zusammenschluss aus Zeitanalytikern, Werbern, Designern und Fotografen, welche religiöse und mediale Kommunikation im weitesten Sinn erörtern.

Mir stellte man die folgende Frage:

„Herr Eisfeld-Reschke, Sie sind Experte auf dem Gebiet „Kommunikation in sozialen Medien”. Welche Tipps und Ratschläge würden Sie der Kirche mit auf den Weg geben, wenn sie Sie als Kunde kontaktieren würde?“

Mein Statement ist hier verfügbar.

Kann man ePartizipation lehren und lernen?

Im Rahmen unterschiedlicher Projekte (z.B. mit youthpart und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk) untersucht ikosom die Gelingensbedingungen und Voraussetzungen für ePartizipations-Projekte. In Gesprächen mit den Akteuren stellen wir fest, dass es vielfältige Anforderungen an die Begleiter solcher Projekte gibt. Bislang fehlt es allerdings an einer systematischen Aufbereitung, welche Grundlage für die Entwicklung von Lehrgängen und Lernmaterial sein könnte.

Wir haben vor in diesem Jahr einen Lehrgang zu entwickeln, der Fachkräfte in die Lage versetzt ePartizipations-Projekte zu konzipieren und zu begleiten.

Bereits im Januar diskutierten wir im Rahmen der Berliner Allianz für ePartizipation einige Ansätze für ein solches Vorhaben. Die Gespräche haben uns darin bestärkt, dass ein Fortbildungsbedarf besteht. Als Zielgruppen des Angebots sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Verbänden, Trägern der Bildungsarbeit und der Verwaltung identifiziert. Continue reading „Kann man ePartizipation lehren und lernen?“

1. Offenes Werkstattgespräch der Allianz für ePartizipation

Die Berliner Allianz für ePartizipation lädt ein zum 1. offenen Werkstattgespräch. Vorgestellt werden Ideen, Konzepte und Projekte zur ePartizipation junger Menschen.

Am 16. Januar 2013 von 15:00 bis 18:00 Uhr im Medienkompetenzzentrum Mitte „barrierefrei kommunizieren!“ Wilhelmstraße 52, 10117 Berlin

Programm:
15:00 – Willkommen & Begrüßung
15:15 – Projektvorstellungen

  • OpenData-Workshops (Daniel Seitz, Mediale Pfade)
  • Prozessbegleitung ePartizipation (Jörg Eisfeld-Reschke, ikosom UG)
  • Barcamp als Brücke zw. analoger & digitaler Beteiligung (Daniel Seitz)
  • Adhocracy (Eva Panek, LiquidDemocracy e.V.)
  • Offene Kommune / ypart.eu (Eva Panek und Jürgen Ertelt, IJAB e.V.)

16:00 – Austausch & Diskussion in Gruppen
17:45 – Feedback

Anmeldung bitte bei: gabler@jfsb.de

Überblick – Beiträge zur Blogparade „Tod und Trauer im Internet“

Vor einigen Wochen starteten Birgit Aurelia Janetzky und ich die Blogparade zu „Tod und Trauer im Internet“. Die Blogparade lief bis zum 26. November 2012. In den kommenden Wochen nehmen wir die inhaltliche Zusammenfassung vor.

Hier der Überblick über alle Beiträge, die zur Blogparade eingereicht wurden:

Vielen herzlichen Dank an alle Autorinnen und Autoren für die inspirierenden, aufklärerischen und interessanten Beiträge!

Abendveranstaltung „Lernen in der digitalen Gesellschaft“ #Colab7

Heute findet im Rahmen der 7. Initiative des Internet & Gesellschaft Co:llaboratory „Lernen in der digitalen Gesellschaft – offen, vernetzt, integrativ“ statt. Die Abendveranstaltung ist öffentlich und Gäste gern gesehen:
18.00 Uhr Ankommen
18.15 Uhr Begrüßung und Vorstellung der Initiative (Vorhaben und erste Ergebnisse)
19.00 Uhr Keynote Howard Rheingold: “Net Smart – How to Thrive Online” (via GoogleHangout)
20.00 Uhr Keynote Hannes Klöpper (iversity): “Die Universität im 21. Jahrhundert”
21.00 Uhr Austausch und Ausklang bei Snacks und Getränken
Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können gibt es einen Livestream.

Finden nach dem Leben auch der Tod und Trauer auf Facebook statt?

Tod und Trauer im Internet. Je bewusster ich mir meines eigenen Trauerns im digitalen Raum bin, desto häufiger nehme ich war, wie der Tod uns Tag für Tag auf digitalen Kanälen begegnet. Im Rahmen der Blogparade haben schon einige Personen ihre Gedanken und Fragen in die Runde geworfen. Dem möchte ich mich gerne anschließen und ein paar der Fragen angehen, die mich gerade mit diesem Thema bewegen:

Warum stelle ich mir diese Fragen erst jetzt?

Mein erste bewusste Begegnung mit Tod und Internet liegt fünf Jahre zurück. Im Jahr 2007 hatte ich das Video von Randy Pausch und seiner „Last Lecture“ auf Youtube entdeckt. Es hat mich sehr bewegt und inspiriert. Sein Buch habe ich in den Monaten danach gleich mehreren Freunden zum Geburtstag geschenkt. Ich bin Randy Pausch nie persönlich begegnet. Unsere einzige Verbindung ist sein Sprechen und Wirken im Video und sein Worte im Buch. Noch heute bin ich Mitglied in der Memorial Gruppe für Randy Pausch auf Facebook.

Ich habe das Glück, dass in meinem Freundes- und Bekanntenkreis bislang wenige Menschen gestorben sind. Trotzdem gewinne ich den Eindruck, dass der Tod mir im Digitalen immer häufiger begegnet:

  • Über Online-Magazine erfahre ich vom Tod von Stars, Politikern und anderen Prominenten.
  • Der Tod von Musikstars und -sternchen füllt meine Twitter-Timeline für Stunden.
  • Über Pinnwand-Nachrichten von gemeinsamen Freunden erfahre ich vom Tod guter Bekannter aus früheren Tagen.
  • Die Facebbook-Nachricht ersetzt den Anruf eines Freundes, der gerade um seinen Vater trauert und Hilfe braucht.
  • In Seminaren erlebe ich weinende Teilehmer, die gerade über einen Tweet des Elysée-Palastes erfahren hatten, dass ihr früherer Chef gestorben ist.
  • Freunde von mir zünden auf Facebook eine Gedenkkerze für verstorbene C-Prominente an.
  • Es werden Videos geteilt und weiterempfehlt, in denen sich Verstorbene auf ihren Tod vorbereiten und von der Welt Abschied nehmen.

Wenn ich das vergangene Jahr Revue passieren lasse, dann habe ich durch soziale Medien mehr als zwei Dutzend Mal vom Tod von Menschen erfahren, die entweder mir oder mit mit befreundeten Personen wichtig waren. Continue reading „Finden nach dem Leben auch der Tod und Trauer auf Facebook statt?“

Ankündigung – MOOC Maker Course 2013

Wo Dörte Giebel und Monika König zusammenkommen, da geschieht Innovation. So oder so ähnlich könnte man die Kette an Projekten erklären, die diese beiden Social Media Power Women anschieben. Diesmal nehmen sie sich gemeinsam mit Heinz Wittenbrink die MOOCs vor.

Seit wenigen Jahren wird das Format Massive Open Online Course (kurz MOOC) für webbasierte Bildungszwecke eingesetzt. Eines der in Deutschland bekanntesten Beispiele ist der Kurs von Sebastian Thrun und Peter Norvig von der Stanford-Universität über künstliche Intelligenz.

Wer nach MOOCs im Web recherchiert wird unweigerlich auf einige Videos stoßen. Sie erklären den Hintergrund und den Weg zu erfolgreichen Teilnahme – aber sie schweigen sich aus darüber, wie man selbst einen MOOC initiieren und erfolgreich organisieren kann. Diese Lücke werden Dörte, Monika und Heinz schließen. Sie organisieren mit dem #MMC13 den ersten deutsprachigen MOOC Maker Course.

Der Open Course richtet sich an alle, die sich mit dem Gedanken tragen, selbst diese offene Lehr-Lernform einzusetzen oder anzubieten. Das Programm ist noch in Vorbereitung, aber über Neuigkeiten kann man sich im Blog und auf Twitter informieren lassen. Folgen empfohlen!

Mitmachen beim Peer-Review zum Leitfaden JugendBarcamps

Gemeinsam mit medialePfade und für das Projekt youthpart schreiben wir aktuell an einem Leitfaden zur partizipativen Organisation und Durchführung von JugendBarCamps.

Ziel des Leitfadens ist es die besonderen Rahmenbedingungen und mögliche Herangehensweisen von BarCamps in der Jugendarbeit zu beschreiben. Wir möchten Pädagogen damit eine Unterstützung anbieten, damit sie das Format ausprobieren und mit Jugendlichen gestalten können.

Aktuell suchen wir Freiwillige, die Interesse haben als Peer-Reviewer mit ihrer Erfahrung und Meinung zum Leitfaden beizutragen. Wer Interesse hat, kann sich gerne in unserer Facebook-Gruppe oder per Email melden.

Einladung zur ikosom Jahresfeier 2012 und Buchpreis-Party

Am Abend des 28. November ab 18 Uhr wollen wir, das Institut für Kommunikation in sozialen Medien, in Berlin das gelungene Jahr 2012 feiern. Wir feiern im Theater Verlängertes Wohnzimmer e.V. und wollen auf diesem Weg schon mal alle unsere Partner und Freunde von ikosom einladen, mit uns auf das Jahr 2012 zurückzublicken und neue Pläne für 2013 zu schmieden.

Und wenn wir schon in einem Theater feiern, wird es natürlich auch ein kleines Bühnenprogramm geben: Der Sprecher, Musiker und Ohrenblicker Jens Wenzel präsentiert im Rahmen einer „Uku-Lesung“ unterhaltsame Einblicke in seine Australienreise und stellt außerdem den Berliner Privatdetektiv Robert Slopinsky vor. Letzterer ist nicht nur Protagonist in Deutschlands erster Kalendersoap, sondern lebt auch auf diversen Social-Media-Plattformen sein virtuelles Dasein aus – eben ein echter (Anti-)Held des Web 2.0!

Insbesondere wollen wir dies als Anlass zum Feiern nehmen:

Wir möchten alle bitten, sich bei diesem Formular anzumelden – und freuen uns auf das Wiedersehen!

Zwischenstand zur Blogparade „Tod und Trauer im Internet“

Vor einigen Tagen starteten Birgit Aurelia Janetzky und ich die Blogparade zu „Tod und Trauer im Internet“. Die Blogparade läuft bis zum 26. November 2012. Anschließend fassen wir die Ergebnisse zusammen.

Die Vielzahl der Tweets zeigt, dass das Thema viele Menschen berührt. In den ersten zwei Wochen wurden schon einige Beiträge eingereicht, die Antworten geben und neue Fragen aufwerfen:

In den kommenden Wochen finden einige Veranstaltungen statt, die sich ebenfalls mit diesem Thema auseinandersetzen. Ich hoffe, dass von den Teilnehmenden einige Personen darüber berichten und bloggen werden:

1. Deutscher Bestatter Kongress (7.-8.11.2012)

  • Prof. Dr. Norbert Fischer: Friedhöfe: Ort der Toten und der Lebenden? Welche Bedeutung haben sie im digitalen Zeitalter?
  • Jörg Bauer/Ulrich Liener: Das Internet als Erinnerungsspeicher und Bindeglied zu den Gedächtnisstätten des 21. Jahrhunderts
  • Andreas Rosenkranz: QR-Codes auf Gräbern: Das digitale Grabmahl in der analogen Welt

Tagung „Leben und Tot im Netz“ (9.-11.11.2012)

  • Dr. Erik Meyer: Erinnerungskultur 2.0 – crowdsourced, mobile & social memory
  • Birgit Aurelia Janetzky: Chancen und Gefahren des Internets bei Abschied und Trauer
  • Boris Hänßler: Auf ewig virtuell – Unser künftiges Leben als Avatar

Die Blogparade läuft weitere vier Wochen. Wir freuen uns über Beiträge in jeglicher Form und möchten gemeinsam mit Ihnen erreichen, dass das dem Thema die Aufmerksamkeit zukommt, die wir ihm schon zu Lebzeiten widmen sollten.

10 Gründe, warum euer Social Media Profil niemanden interessiert!

Manche Social Media Kanäle von Organisationen, Projekten und Unternehmen sind ziemlich trostlos. Bei kurzer Betrachtung wird deutlich, dass die Macher entweder überfordert sind oder die Institution dahinter nicht über die notwendige Readiness verfügt. Das wird dadurch deutlich, dass das Profil und die Meldungen anscheinend niemanden interessieren. 10 Gründe, woran das liegen kann:

  1. Es passiert nichts!
    Ein Social Media Kanal ist keine statische Webseite, die man einmal mit Informationen befüllt und dann erst wieder mit den nächsten Relaunch. Es braucht regelmäßige Kommunikation und Interaktion.
  2. Nein, Nur-Text ist nicht interessant genug!
    Damit eine Meldung eine nennenswerte Aufmerksamkeit stattfindet, braucht es mehr als nur Textmeldungen. Regelmäßig sollten Bilder, Videos und Links eingebunden werden, damit die Inhalte dauerhaft interessant sind für Fans und Unterstützer.
  3. Nicht von Best Practice gelernt!
    Wer heute damit beginnt für ein Unternehmen die Social Media-Kommunikation aufzubauen und eine entsprechende Strategie zu entwickeln, der gehört schon längst nicht mehr zu den sogenannten First Movers. Also erst schauen, dann machen.
  4. Nur selbst-referentielle Inhalte!
    Die Motivation dazu, die Meldungen einer Nonprofit-Organisation zu abonnieren, kann vielfältig sein. Entsprechend braucht es einen ausgewogenen Mix an Informationen, der für möglichst viele interessant bleibt.
  5. Es gibt keinen Call-to-Action!
    Eine Meldung in sozialen Medien braucht einen Hinweis oder einen Aufruf, wie damit umgegangen werden soll. Hier eine Reihe möglicher Call to Actions: Meinung äußern, Bewerten, Abstimmen, Taggen, Spenden, Anmelden, Weiterverbreiten und viele mehr.
  6. Alle Meldungen sind Call-to-Action!
    Gestern anmelden, heute Petition unterstützen und morgen spenden. Ein Redaktionsplan sollte nicht so aufgebaut sein, dass die Nutzer jeden Tag aktiv werden müssen.
  7. Gekaufte Fans interagieren nicht!
    10.000 neue Fans oder Follower werden auf einschlägigen Portalen bereits ab 40 Dollar angeboten. So verlockend solche Angebote sein mögen, um eine Zielvorgabe oder ähnliches zu erreichen, es ist deutlich davon abzuraten solche Maßnahmen für das eigene Wachstum einzusetzen.
  8. Importierte Feeds sind langweilig!
    Es gibt zahlreiche Möglichkeiten verschiedene Social Media Kanäle so miteinander zu verknüpfen, dass eine Veröffentlichung über einen Kanal automatisch eine Kette von weiteren Meldungen auslöst. Attraktiv ist das für den Leser nicht.
  9. Keine Antworten auf Nachfragen!
    Es ist eine Wertschätzung für Ihre Aktivität in sozialen Medien, wenn Ihnen auf diesem Wege öffentlich oder in Direktnachrichten Nachfragen zu den Inhalten oder Angeboten Ihrer Einrichtung gestellt werden. Zur professionellen Kommunikation gehört, dass Fragen möglichst zeitnah und erschöpfend beantwortet werden.
  10. Sie betreiben selbst Kommentar-Spam!
    Problematisch wird es, wenn die Diskussionsbeiträge zu selbst-referentiell sind und wenig Mehrwert schaffen. Gut gemeintes Kommentieren wird dann schnell als schlechtes Marketing und als Spam wahrgenommen.

Wie es besser funktioniert, das hat Falk Hedemann in einigen Tipps zu mehr Fan-Engagement auf t3n geschrieben. Und ein gutes Fan-Engagement ist heute wichtiger denn je, wenn es um den Edgerank geht.

Der Beitrag erschien zuerst auf sozialmarketing.de

Call for Location: ikosom-Jahresempfang und Buchpreis-Party

Am 28. November abends will das ikosom-Team, der Crowdsourcing-Verband und das Crowdsourcing-Blog ordentlich feiern: Anlass ist einerseits der ikosom-Jahresempfang, andererseits der Gewinn des dnbp2012. Am nächsten Tag findet dann das Branchentreffen Crowdfunding und Crowdinvesting statt. Wir suchen daher eine Location für 50-100 Personen in Berlin, bei der wir ein gewisses Freigetränkekontingent verabreden können. Habt Ihr Ideen?

deutsch-französisches ePartizipations-Projekt für Jugendliche gestartet

Anlässlich der Jubiläumsveranstaltungen zu 50 Jahren Elysée-Vertrag veranstaltet das DFJW ein ePartizipations-Projekt. Ziel ist es, deutsche und französische Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 30 Jahren zu erreichen.

Der Leitsatz lautet „Ich habe eine Zukunft in Europa, wenn…“. Zu den Elementen des Projekts gehören ein Videowettbewerb bis Ende November, drei dreimonative Phasen Online-Konsultation sowie ein Jugendevent in Berlin im kommenden Januar.

ikosom unterstützt des Deutsch-Französische Jugendwerk in Konzeption und Steuerung des ePartizipations-Projekts. In den kommenden Wochen fassen wir im Blog die Herausforderungen und Erfahrungswerte zusammen.

Blogparade „Tod und Trauer im Internet“

Und, wie viele Deiner Facebook-Freunde und Twitter-Follower sind tot? Was passiert mit ihnen – löschen, ignorieren oder entfreunden? Was soll mit Deinen Social Media-Profilen passieren, wenn Du mal nicht mehr bist? Das sind Fragen, mit denen wir uns bislang glücklicherweise selten beschäftigen mussten. Aus Rücksicht auf uns und unsere Angehörigen sollten wir ihnen nicht mehr länger ausweichen. Lasst uns zu diesem Thema Gedanken machen, austauschen und Öffentlichkeit herstellen. Kurzum: Lasst uns eine Blogparade „Tod und Trauer im Internet“ starten!

Vor etwas über einem Jahr starb einer meiner besten Freunde plötzlich und unangekündigt. Seit dem war ich dreimal an seinem Grab und dutzende Male auf seinem Facebook-Profil. Das war für mich das Schlüsselerlebnis, als ich feststellte, dass das Internet die Art und Weise wie wir sterben und trauern verändert hat.

Im Rahmen der Social Media Week Berlin habe ich meine Gedanken und Erfahrungen zum Thema aufbereitet. In diesem Kotext hatte ich einige sehr inspirierende Gespräche, Emaildiskussion und Telefonate. Auch die Berichterstattung in der Wirtschaftswoche, im Handelsblatt und auf Flux.FM haben mich sehr gefreut.

Grob zusammengefasst umfasste der Vortrag „Wie das Internet den Tod verändert“ Beobachtungen, wie und an welchen Orten im Internet Trauernde sich finden und austauschen. Auch auf Webdienste habe ich verwiesen, mit denen man seine Profile nach dem Tod löschen bzw. an Angehörigen übergeben lassen kann (z.B. DeadSocial) oder die nach dem Tod zu versendenden Nachrichten vorbereitet (z.B. MyWebwill – mittlerweile offline). Dass Social Media Wege aufzeigt sich auf den eigenen Tod vorzubereiten und weiterhin zu wirken, dass haben uns die Beispiel von Ben Breedlove und Randy Pausch gezeigt. Und letztlich kann jeder etwas für sich und seine Angehörigen tun: mit einem digitalen Testament.Oder gleich eine Spendenaktion nach dem Tod?

Aber das Thema ist noch recht jung und braucht mehr Aufmerksamkeit. Es fehlt bei vielen Sterbenden das Bewusstsein für ihren digitalen Nachlass – und den Hinterbliebenen geht es nicht anders. Daher rufen Birgit Aurelia Janetzky und ich zu einer Blogparade auf.

Wie funktioniert eine Blogparade?

Eine Blogparade wird mit einem Aufruf gestartet. In einem vorgegebenen Zeitraum ehmen andere Blogger zu der aufgeworfenen Frage Stellung. Sie geben Antworten, diskutieren miteinander und zeigen neue Aspekte auf. Damit sie sich gegenseitig finden und Bezug nehmen können, wird der Aufruf verlinkt.

Bei dieser Blogparade würde ich mich besonders freuen, wenn wir sehr unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen lesen werden. Bei dieser Blogparade würde ich mich besonders freuen, wenn wir sehr unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen lesen werden. Vielleicht auch mit einer rechtlichen Einschätzung, zur Post-Death-Privacy, von Journalisten, die schon zum Thema geschrieben haben sowie der Expertise von Bestattern, von Trauerbegleitern und von Theologen?

Leitfragen zur Blogparade „Tod und Trauer im Internet“

Den ganzen Themenkomplex auf eine einzige Leitfrage zu reduzieren wird seiner Tragweite nicht gerecht. Zudem treten bei jedem Gespräch und jeder Diskussion neue Aspekte hervor, die so noch nicht bedacht waren. Genau so soll es auch bei dieser Blogparade sein.

Hier einige Fragen zur Anregung:

  • Wie hat sich die Trauerarbeit durch und mit Social Media verändert?
  • Welche Chancen oder Gefahren seht ihr, wenn Menschen das Internet in Zeiten der Trauer nutzen?
  • Wie schätzt ihr das Potential, die Vor- und Nachteile von Webdiensten ein, mit denen Nachrichten nach dem Tod versendet werden?
  • Brauchen wir jetzt alle ein Testament für unseren digitalen Nachlass?

Die Blogparade läuft bis zum 26. November 2012. Anschließend fassen wir die Ergebnisse zusammen.

Birgit Aurelia Janetzky und Jörg Eisfeld-Reschke

Wir schreiben einen Leitfaden für JugendBarCamps

Gemeinsam mit medialePfade und für das Projekt youthpart schreiben wir aktuell an einem Leitfaden zur partizipativen Organisation und Durchführung von JugendBarCamps.

Ziel des Leitfadens ist es die besonderen Rahmenbedingungen und mögliche Herangehensweisen von BarCamps in der Jugendarbeit zu beschreiben. Wir möchten Pädagogen damit eine Unterstützung anbieten, damit sie das Format ausprobieren und mit Jugendlichen gestalten können.

Wer Interesse an dem Thema hat ist herzlich in der Facebook-Gruppe willkommen. Dort stellen wir gelegentlich Fragen zur Diskussion. Die erste Vorab-Version des Leitfadens möchten wir einem Peer-Review unterziehen. Wer Interesse hat die Alpha-Version zu kommentieren und gegenzulesen, die/der möge sich bitte bei uns melden.

Initiative „Lernen in der digitalen Gesellschaft“ gestartet

Am vergangenen Montag fand in Berlin der Auftaktworkshop der 7. Co:llaboratory-Initiative „Lernen in der digitalen Gesellschaft – offen, vernetzt, integrativ“ statt. Die Experten werden in den kommenden Monaten zahlreiche Themenstränge zum digitalen Lernen verfolgen und eine Reihe an Handlungsempfehlungen formulieren.

Im Blog des collaboratory wird die Auftaktveranstaltung zusammengefasst:

Zu Beginn des Tages haben der Community Manager Sebastian Haselbeck und die Projektleiterin Kristin Narr die Arbeit des Co:llaboratory, seine Struktur, die Ziele der Initiative und den Ablauf erläutert. Anschließend stellten sich die Expertinnen und Experten gegenseitig vor und tauschten sich über ihre Interessen und Hintergründe aus. Nach der Vorstellungsrunde bereiteten sie konkrete Fragestellungen und Ideen für die Arbeit in kleineren Gruppen vor. Insgesamt wurden 18 Arbeitsgruppen gebildet, die sich auf theoretischer und praktischer Ebene mit dem Lernen in der digitalen Gesellschaft beschäftigen. Jede Gruppe besteht aus zwei bis sechs Kernexperten.
Die Themenfelder, mit denen sich die Expertinnen und Experten in den nächsten Monaten beschäftigen, sind u.a. Open Educational Resources, location based services, technologische, pädagogische und gesellschaftliche Herausforderungen und erforderliche Kompetenzen im Zusammenhang mit dem Lernen mit digitalen Medien.
Zur Unterstützung ihrer Arbeit stehen den Expertinnen und Experten u.a. Howard Rheingold, Prof. Dr. Stefan Aufenanger und Philipp Schmidt als Berater zur Seite.

 

Das BarcampBarcamp

Seit ich vor wenigen Wochen in Heidelberg die Ankündigung eines Barcamps zur Internationalen Bauaustellung sah, bin ich mir sicher, dass das Format mittlerweile in der Gesellschaft ankommt. Es ist kein konspirativer Treff von Nerds und ihren Freunden, sondern einfach eine Methode der Großgruppenmoderation mit Einsatz digitaler Instrumente.

Zugleich häufen sich die Diskussionen, ob in diesem oder jenem Barcamp eigentlich noch Barcamp drin ist. Es finden sich OrganisatorInnen von Barcamps, die noch nie selbst an einem teilgenommen haben. Grund genug, dass wir nochmal grundsätzlich über das Format Barcamp nachdenken.

 

Und so ist heute morgen auf Twitter die Idee entstanden ein BarcampBarcamp durchzuführen. Jöran Muuß-Merholz und ich haben uns bereit erklärt in der Orga mitzumischen. Gibt es weitere Freiwillige?

Ein vorläufige Unterstützungszusage seitens youthpart gibt es auch schon. Aber das Sponsoring steht erst später an. Trotzdem freuen wir uns über weitere frühzeitige Angebote!

Für weitere Diskussionen und Absprachen gibt es eine entsprechende Facebook-Gruppe BarcampBarcamp, die Interessierten offen steht.

Und was meint Ihr? Braucht es ein BarcampBarcamp? Wenn ja, was sind die Fragestellungen, die ihr dort erörtern möchtet?

Open Science, Open Education, Social Media in Schulen sowie Science-Blogs auf der Social Media Week

Auf der Social Media Week finden eine Reihe von Veranstaltungen statt, die sich mit der Kommunikation von Wissenschaft in den sozialen Netzwerken sowie mit Lernen in den sozialen Medien auseinandersetzen.

Den Auftakt macht am Mittwoch morgen um 11 Uhr ein Vortrag von Ulrich Herb (scinoptica) zur Finanzierung von Wissenschaft und insbesondere zur Wissenschaftsfinanzierung im Rahmen des Open Science Ansatzes.

Am Nachmittag folgt ein Vortrag von Kristin Narr und Christin Pautsch zum Thema OpenEducation um 15.45 Uhr  sowie ein Vortrag zu Social Media in Schools um 14.30 Uhr.

Am Abend wird Jens Best mit diversen Science-Bloggern über die Rolle von Wissenschaftsbloggern reden, unter dem schönen Titel „Space, Science and Social Media

 

In der Wirtschaftswoche: Wie das Internet den Tod verändert

Mit dem Themenfeld Social Media, Trauer und Tod beschäftigen wir uns dieses Jahr im Rahmen der Social Media Week. Passend dazu hat Meike Lorenzen das Thema in der Wirtschaftswoche aufgegriffen:

Fast jeder Mensch führt heutzutage ein virtuelles Leben im Internet. Mit E-Mails, Blog-Einträgen, Filmen, Musik, Fotos, Crowdfunding oder Social Networks – auf unterschiedliche Art hinterlassen wir unsere Spuren im World Wide Web. Immer stärker stellt sich daher die Frage, was nach unserem Ableben mit dem digitalen Erbe geschehen soll. Denn eines ist sicher: Das Internet hat nicht nur das Leben der Menschen, sondern auch den Tod massiv beeinflusst.

Am Freitag finden Vortrag und Podiumsdiskussion zum Thema auf der Social Media Week in Berlin statt. Ich freue mich auf die Diskussion vor Ort und im Twitterstream.

Zwei Veranstaltungen zu Social Media, Trauer und Tod #smwberlin

Seit einigen Monaten beschäftige ich mich an und an persönlich mit dem Thema Social Media und Tod. Im Rahmen der diesjährigen Social Media Week möchte ich mehr Menschen für dieses Thema sensibilisieren. Dazu sind zwei Veranstaltungen geplant:

Vortrag:
Tod und Social Media – wie das Internet den Tod verändert
28. September, 18:30-19:00
Design Akademie Berlin (Aufbauhaus)

Wenn uns Twitter über den Tod von Freunden informiert und wir das Facebook-Profil von Freunden häufiger besuchen als ihr irdisches Grab, dann wird eines ganz deutlich: Social Media hat unseren Umgang mit dem Tod verändert. Aber wie genau? Werden wir zukünftig Beerdigungen im live Hangout übertragen? Wie können wir gemeinsam online trauern? Wer hat eigentlich schon ein Social Media Testament geschrieben? Wem gehören meine Follower nach dem Tod? Und wie würdest Du reagieren, wenn ein Toter Dir einige Tage später eine Abschiedsmail schreibt?

 

Diskussion:
Talking Death – Trauerarbeit im Internet
28. September, 19:00-20:00
Design Akademie Berlin (Aufbauhaus)

Wie verändert das Intenet die Art und Weise, wie wir mit dem Tod von Familienangehörigen, Freunden und Prominenten umgehen? Wie sieht die Trauerarbeit 2.0 aus und welche Vorbereitungen sollte man für den digitalen Nachlasse treffen? Darüber diskutieren:

  • Jörg Eisfeld-Reschke (Moderator), Gründer ikosom.de
  • Steve Haack, Journalist golem.de
  • Oliver Schmid, Gründer Gedenkseiten.de
  • Prof. Dr. Marlis Prinzing, MHMK Macromedia

Viele weitere Veranstaltungen der Social Media Week führen meine Kolleginnen und Kollegen bei ikosom durch. Hier der Gesamt-Überblick.

 

Veranstaltungsüberblick ePartizipation – Herbst 2012

Aktuell finden zahlreiche Veranstaltungen und Konferenzen zu epartizipation statt. Kaum eine Diskussion über Beteiligung geht vorüber, ohne dass über die digitale Erweiterung solcher Prozesse ein Wort verloren wird.

Im Folgenden ein grober Überblick über interessante Veranstaltungen zum Austausch und zur Diskussion:

September 2012

Oktober 2012

November 2012

Dezember 2012

Gibt es weitere Veranstaltungen, die sich hauptsächlich oder in Teilen mit ePartizipation beschäftigen?

Berliner Allianz für ePartizipation gegründet

Vergangene Woche gründete sich die Berliner Allianz für ePartizipation – und ikosom ist Gründungsmitglied der Allianz.  Die Berliner Allianz für ePartizipation hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen, die sie betreffen, mittels digitaler Informations- und Kommunikationstechniken zu fördern. Die gesamte Gründungserklärung steht zum Download bereit.

Bereits die Präambel macht deutlich, dass ikosom und die weiteren Unterstützer eine gute gemeinsame Basis haben. Die Präambel ist der studie „Jugendbeteiligung und digitale Medien – e-Partizipation in der Jugendarbeit“ des österreichischen Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend entnommen, an dem unser Kollege David Röthler mitgearbeitet hat:

„ePartizipation ist die Teilhabe von Personen an sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen, politisch administrativen Prozessen der Entscheidungsfindung mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnik.“

In den kommenden Monaten werden wir mit unseren Erfahrungen und Kontakten dazu beitragen dem Thema ePartizipation in Berlin größere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und mit den Partnern relevante Erfahrungen auszutauschen.

Veranstaltungshinweis: Denkfest 2012 in Heidelberg

Die Festivalregion Rhein-Neckar lädt Vordenker, Strippenzieher, Netzwerker und Ideengeber aus Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Politik zum Denkfest 2012 ein.

Das Motto lautet „Kunst und Gesellschaft – kluge Formen der Kooperation“. Am Nachmittag nimmt Jörg Eisfeld-Reschke von ikosom an einer Diskussionsrunde zu Kulturfinanzierung teil. Dabei wird es auch um die Rolle von Crowdfunding gehen.

Weiter Informationen

Gründung der Berliner Allianz für ePartizipation

Die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, die Kreuzberger Kinderstiftung und die Stiftung Demokratische Jugend laden ein zur Gründungsversammlung der Berliner Allianz für ePartizipation im Jugendbereich.

Gemeinsam mit interessierten Trägern und Akteurinnen und Akteuren der Jugendarbeit in Berlin sollen die Grundlagen und Ziele der geplanten Allianz erörtert und die Gründungserklärung verabschiedet sowie die nächsten Schritte geplant werden.

In dem Entwurf zur Gründungserklärung heißt es: „Die ‚Berliner Allianz für ePartizipation‘ macht es sich zur Aufgabe, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen, die sie betreffen, mittels digitaler Informations- und Kommunikationstechniken zu fördern.“

Nähere Informationen sind bei jugendnetz-berlin.de zu finden. Der Termin zur Gründung ist aktuell für den 6. September geplant. Bitte melden Sie sich bei Bernd Gabler (gabler@jfsb.de) an, um Interesse zu bekunden und nähere Informationen zu erhalten.

Ausschreibung: Experteninitiative „Lernen in der digitalen Gesellschaft“

Das „Internet & Gesellschaft Co:llaboratory“ hat die Teilnahme an der siebten Initiative „Lernen in der digitalen Gesellschaft – offen, vernetzt, integrativ“ ausgeschrieben. Im Zeitraum vom Oktober 2012 bis Januar 2013 soll der folgenden Frage nachgegangen werden:

„Was bedeutet Lernen mit digitalen Medien, welche Chancen eröffnet das Internet und welchen Herausforderungen begegnen wir?“

Ziel ist es, Bedarfe zu formulieren und konkrete Lösungen sowie Perspektiven aufzuzeigen. Interessierte können sich bis zum 18. September bewerben.

Bewerbungsformular
Ausschreibung

Fishbowl zu ePartizipation: Gibt’s das nicht auch online?

Am 19. September organisiert die Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin eine Fishbowl-Diskussion zu Politik und Partizipation junger Menschen in der digitalen Gesellschaft. Die Teilnahme ist kostenfrei, aber eine Anmeldung ist notwendig.

Ankündigungstext der FES:

Politik mitgestalten – viele junge Menschen haben darauf durchaus Lust. Für sie stellt sich allerdings die Frage, wie genau dieses Mitgestalten aussehen könnte: Die etablierten politischen Strukturen schrecken viele schlicht ab. Neue Beteiligungsformen und das frühe Einbinden in politische Debatten und Entscheidungen bieten die Chance, bei jungen Menschen das Interesse für Politik zu wecken, zu stärken und sie online und offline zum Engagement zu bewegen.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt Sie und Euch ein, die Rolle von OnlineBeteiligungs- und Mitspracheformen für die  Partizipation junger Menschen an politischen Prozessen zu diskutieren: Wie werden digitale Tools von jungen Menschen bislang zur politischen Beteiligung genutzt?
Welche Modellprojekte gibt es – und wie erfolgreich sind sie? Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Online-Beteiligung in Bezug auf den politischen Prozess? Welche Probleme sind mit Online-Partizipation verbunden und wie kann man ihnen begegnen? Wie werden sich diese Beteiligungsformate zukünftig entwickeln?
Diese Fragen wollen wir mit unseren Gästen in einem „Fishbowl“ diskutieren. In diesem offenen Veranstaltungsformat steht in der Runde für Sie und Euch ein Platz bereit.

Programm

18.00 Uhr: Begrüßung, Axel Blaschke, Friedrich-Ebert-Stiftung
ePartizipation von Jugendlichen als Herausforderung, Jennifer Paetsch, Mitbegründerin und stellvertretende Vorsitzende von liquid Democracy e.V.
18.15 Uhr: Fishbowl-Diskussion mit:
Jennifer Paetsch, Mitbegründerin und stellvertretende Vorsitzende von liquid Democracy e.V.
Jonas Westphal, Netzaktivist, Digitale Gesellschaft e.V.
Jörg Eisfeld-Reschke, Institut für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom)
Stefanie Talaska, Mitarbeiterin im Forschungsteam der Studie „Sprichst Du Politik?“ der Friedrich-Ebert-Stiftung
20.00 Uhr: Imbiss und Ausklang
Moderation: Annett Meiritz, Redakteurin Politik, Spiegel Online

An dem Tag ist ab 18:00 unter der Livestream verfügbar.

Update: Neue Rabattaktion zur Marktstudie “Fundraising lernen!”

Im Juli veröffentlichte ikosom die „Fundraising lernen! Marktstudie Fundraising-Ausbildungen“. Dabei handelt es sich um die erste Vollerfassung der Ausbildungsgänge für Fundraising in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die vergleichende Analyse stellt Inhalte und Rahmenbedingungen gegenüber und dient somit Nonprofit-Organisationen, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie weiteren interessierten Personen als Vergleichs- und Orientierungsgrundlage. Zudem erfasst die Studie das Marktpotential für Fundraising-Ausbildungen und ihre möglichen Entwicklungsperspektiven.

Die Studie ist als PDF im ikosom-Shop für 29,90€ (inkl. 7% MwSt) verfügbar. Die Druckversion der Studie ist für 29,90€ bei epubli erhältlich.

Bis zum 15. Oktober gibt es die Möglichkeit die Studie im ikosom-Shop zum halben Preis zu erhalten. Nutzen Sie hierfür den „Pay with a Tweet or Share“-Button.

ARD/ZDF-Onlinestudie 2012

Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2012 wurde veröffentlicht. Im Folgenden einige der Ergebnisse zusammengefasst:

  • Mit 53,4 Millionen Internetnutzer in Deutschland sind drei Viertel der Bevölkerung (75,9%) mindestens gelegentlich online.
  • Der leichte Rückgang der durchschnittlichen Online-Verweildauer von 137 auf 133 Minuten pro Tag sind vor allem auf die Altersgruppe der 30-49-Jährigen zurückzuführen.
  • Die Nutzungsdauer des Mediums Fernsehen kann einen deutlichen Anstieg um 13 Minuten auf insgesamt 242 Minuten verzeichnen.
  • Der Trend zu multiplen Endgeräten für die Internetnutzung setzt sich fort. Mittlerweile verfügen 21% der Befragten ein Smartphone (inkl. iPhone) mit Zugang zum Internet.
  • Private Online-Communities und soziale Netzwerke werden hauptsächlich dazu genutzt sich über neues aus dem Freundeskreis zu informieren (36%), zu chatten (34%) und persönliche Nachrichten verschicken (32%). Kaum eine Rolle spielt die medienübergreifende Verwendung. So wird sich kaum über Inhalte aus der Zeitung (4%), aus dem Fernsehen (3%) oder dem Radio (2%) ausgetauscht.

Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2012 wurden in der “Media Perspektiven” (MP 7-/2012) veröffentlicht und sind unter www.ard-zdf-onlinestudie.de abrufbar.

Hier die Zusammenfassung der ARD/ZDF-Onlinestudie 2011.

Morgen im Radio: #Crowdfunding bei Breitband

Samstagmittag ist Breitband-Zeit. Die Radiosendung rund um Webthemen wird von 14.05 bis 15:00 im Deutschlandradio Kultur gesendet. Morgen geht es unter anderem um die Crowdfunding-Plattform Kickstarter und das neue Rekort-Projekt Ouya. Mit dabei ist Jörg Eisfeld-Reschke von ikosom:

Unterstützen statt verpfeifen sollen sich Freunde bei Kickstarter. Die Plattform hat das Crowdfunding perfektioniert, bei dem Netzfreunde ein Projekt finanziell unterstützen. Jetzt kommt Kickstarter nach Europa. Über die besondere Kultur und Bedeutung der Plattform sprechen wir mit dem Crowdfunding-Experten Jörg Eisfeld-Reschke. Die Android-Konsole Ouya gehört zu den beeindruckendsten Projekten, die Kickstarter möglich gemacht hat. Wir schauen uns an, wie aus Netzspenden ganz reale Hardware wird.

Die Sendung kann hier live oder nachträglich gehört werden.

OpenInnovation und das Land Berlin

Morgen haben wir einen sehr spannenden Termin: wir tauschen uns mit Staatssekretär Nicolas Zimmer (CDU) zum Thema OpenInnovation aus. Nicolas Zimmer ist seit der letzten Wahl Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung und leitete viele Jahre die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Nach einem Gespräch bei den Berliner Wirtschaftsgesprächen, bei dem wir kurz unseren Crowdsourcing-Report erwähnten, gab es das Interesse, sich zu fünf Fragen zu unterhalten:

  1. Welche Rolle spielt Crowdsourcing in der Berliner Startup-Szene?
  2. Was können klassische Industrien und größere Unternehmen von den Crowdsourcing-Aktivitäten der Start-Ups lernen?
  3. Welche Rolle kann Crowdsourcing und OpenInnovation in der Wirtschaftsförderung haben?
  4. Welche Rolle kann Crowdsourcing und OpenInnovation bei der öffentlichen Ausschreibung von Infrastrukturmaßnahmen haben?
  5. Welche Rolle kann Crowdsourcing und OpenInnovation für die öffentliche Verwaltung haben?

An dem Gespräch, das wir gemeinsam mit dem Crowdsourcing-Blog organisieren, nehmen eine kleine Gruppe Berliner StartUps teil, die sich mit Crowdsourcing beschäftigen, u.a. Yutongo, Worklink und Testcloud.

Buch „OpenScience“ – Finanzierung von Wissenschaft

Wir wurden von Ulrich Herb (Scinoptica, http://twitter.com/#!/scinoptica) gefragt, ob wir gemeinsam einen Artikel zur Finanzierung von Wissenschaft schreiben wollen. Das ganze ist gedacht für einen Buch mit dem Arbeitstitel: Opening up – How Science 2.0 is changing research, scientific collaboration and communication“. Dieses Buch wird herausgegeben von Dr. Sönke Bartling vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, und Dr. Sascha Friesike, Forscher am Alexander von Humboldt Institut in Berlin. Das Buch wird im Springer-Verlag erscheinen. Wir möchten gerne den Artikel kollaborativ schreiben, d.h. erste Ideen und Artikel hier im Blog diskutieren.

Hier eine kurze Beschreibung, wohin es mit dem Artikel hingehen soll:

The advent of Open Science paradigms leads to new interdependences between Research Funding and Open Science. On one hand Research Funders require projects to make more than just text publications available according to the Open Access principles, on the other hand it is to be discussed how Researching Funding itself could be more open (or reach the next level as Research Funding 2.0). This contribution focusses on the both aspects: How Research Funding is promoting Open Science and how an innovative and open Research Funding could look like. The second aspect raises questions like these:

  • Can crowdfunding be a mechanism for funding?
  • Could virtual currencies like BitCoins be used within funding processes?
  • Could there be an opportunity to include Social Payment in funding?
  • Could there be a chance to integrate Social Media into Impact Scores (e.g. Blog Posts on projects or publication) and into funding processes?

Wer hat Interesse, einen Gastbeitrag zu einem dieser Themen für dieses Blog zu schreiben?

Open Access kurz erklärt (Video)

Open Access, also der offene Zugang zu wissenschaftlichem Material (insb. Literatur) erlebte im ersten Halbjahr wieder größere öffentliche Aufmerksamkeit. Anlass dafür sind nicht zuletzt anhaltende Beschwerden gegen die teils unverschämt hohen Preise wissenschaftlicher Journals. Zudem entstehen neue Open Access Portale wie PeerJ.

Das folgende Video erklärt den Hintergrund und die Notwendigkeit von Open Access:

Rückblick: Input zur Open Educational Resources in der Arbeitsgruppe Bildung des Kreativpakts

Vergangene Woche hatten wir die Gelegenheit der FES-Arbeitsgruppe Bildung zum Kreativpakt einige Impulse und Anregungen mitzuteilen. Bislang finden Open Education bzw. Open Educational Ressources nur in einem Satz Erwähnung:

Lernmittel können unter Umständen kollaborativ erarbeitet werden, wenn vorgegebene Qualitätskriterien eingehalten werden.

Für einen zukunftsweisenden Kreativpakt erwarten wir eine optimisterische und zukunfsweisendere Aussage. Es reicht nicht aus, dass Lernmittel unter Umständen kollaborativ erarbeitet werden könnten. Sie können erarbeitet werden und es ist am Gesetzgeber, dafür zu sorgen, die notwendigen Rahmenbedingungen zuu gestalten. Dazu gehören nicht nur Kontrollsysteme, sondern zunächst die Reduktion von Schranken.

Open Education umfasst neben freien Lernmaterialien auch weitere Formen der Wissensvermittlung über das Internet. Im Rahmen des Fachgesprächs und in unserem Input konzentrierten wir uns allein auf den Aspekt freier Lernmaterialien. Dabei stellten wir die folgenden Chancen und Herausforderungen heraus:

Chancen

  • OER stehen unter bestimmten Lizenzen, die es ermöglichen, diese legal zu vervielfältigen, zu verbreiten, öffentlich zugänglich zu machen und unter Umständen zu verändern. Lehrkräfte verwenden diese Unterrichtsmaterialien, können aber sie auch verändern und neu kombinieren. Außerdem können sie eigens erstellte Materialien an andere weitergeben.
  • Durch die Verwendung von OER können sich die Lehrkräfte stärker auf ihre pädagogische Arbeit konzentrieren und brauchen sich weniger mit dem Urheberrecht auseinandersetzen.
  •  OER ermöglicht auch ein anderes Lernen, das verstärkt auf individuelle Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingeht, aber auch projektorientierte Prozesse und vernetztes Arbeiten möglich macht.

Herausforderungen

  • In vielen Unterrichtsfächer (z.B. Deutsch) ist die Nutzung von Originalmaterialien erforderlich. Die Verknüpfung von OER und von Material aus Drittquellen ist bislang unklar. Es braucht seitens der Lehrkräfte einen kritischen Blick zur Einschätzung der enthaltenden Inhalte oder aber eine zuverlässige Instanz, welche mittels Qualitätsstandards die Unterrichtsmaterialien zusammenstellen.
  • Aktuelle Ansätze zur Bereitstellung digitaler Lernmaterialien (u.a. Apple iBooks 2, Portal „Digitale Schulbücher“) basieren auf bestehenden Inhalte, die zwar interaktiv angereichert werden, jedoch zumeist einer restriktiven Lizenz unterliegen.
  • Eine besondere Herausforderung bildet derzeit die Etablierung neuer Geschäftsmodelle zur Finanzierung und Kuration von OER.

Für einen vertieften Einstieg ins Thema und eine Bestandsaufnahme Open Educational Ressources im schulischen Bereich ist das Whitepaper von Bretschneider/Muuß-Merholz/Schaumburg zu empfehlen, welches für unsere Auseinandersetzung mit dem Thema ebenfalls inspirierend war.

Social Media lernen – und ein interessanter Perspektivenwechsel

Anfang des Jahres stellten wir die Frage „Kann man Social Media lernen?“. Diese Frage stellen wir uns bei ikosom in mehrfacher Hinsicht:

  1. Als Dozenten und Berater für Unternehmen und Non-Profit-Organisationen 
  2. Als Fernlehrer im ILS-Lehrgang Social Media Manager
  3. Bei der Durchführung einer Marktstudie zu Social Media Ausbildungen
  4. Wenn wir neue Projektmitarbeiter und Praktikanten bei ikosom einführen
Wir beobachten weiterhin die Entwicklung der Social Media Ausbildungsgänge in Deutschland – die entsprechende Marktstudie erscheint voraussichtlich im im August dieses Jahres erscheint.

Heute möchten wir Dörte Giebel gratulieren. Sie ist Leiterin des Lehrgangs „Social Media Manager“, der heute sein einjähriges Bestehen feiert. In dem lehrgang haben wir die Gelegenheit mit ihr die Entwicklung von Fernlerndenen zu beobachten, Einsendeaufgaben zu korrgieren und sie auf Veranstaltungen persönlich kennenzulernen.

Begleitend zum Lehrgang hat Dörte das Blog Netzfaktorei aufgebaut. Heute hat sie dort das Interview mit der ersten Absolventin des Lehrgangs veröffentlicht. Der Perspektivenwechsel zurück zum aktiven Lernen und den ersten Schritten mit Social Media leigt bei uns schon lange zurück – umso wertvoller finde ich dieses Interview und die Reflektion von Bianka Blavustyak.

Open Science in der Lehre: Eine Fundraising-Case Study

Im Zuge der Lehrveranstaltung „Strategisches Fundraising-Management“ an der Otto von Guericke-Universität Magdeburg diskutierten wir vor einigen Wochen öffentlich über die geplanten Leistungsangebote im Seminar. In der Diskussion kam der Wunsch nach einer Case Study als möglicher Leistungsnachweise auf.

Eine Fundraising-Case Study verfolgt das Ziel eine Bestandsaufnahme einer selbst auszuwählenden Non-Profit-Organisation durchzuführen und dabei das in der Vorlesung erworbene Wissen praktisch anzuwenden.

Es fiel mir schwer die richtigen Fragen auszuwählen – damit es einerseits für den Umfang (ca. 60 Stunden) nicht zu viel wird und zum anderen die relevantesten Teile einer Fundraising-Case Study erfüllt werden.

Aus meiner Sicht sollte eine Fundraising-Case Study für diesen Kurs mindestens die folgenden Fragen beantworten: Continue reading „Open Science in der Lehre: Eine Fundraising-Case Study“

Webinar: Social Media Governance in der Wissenschaft

Termine: 17. Juli 2012, 16. Oktober 2012 und 22. Januar 2013

Obwohl nur ein Bruchteil wissenschaftlicher Institutionen soziale Medien strategisch einsetzt (siehe u.a. Ergebnisse des Forschungsprojekts „Social Media in Science“), gibt es nur noch wenige Lehrstühle oder Institute, an denen die Mitarbeiter nicht zumindest in ihrer Freizeit auf den einschlägigen Onlineplattformen unterwegs sind. Weil dabei aber der Übergang von der privaten zur beruflichen Sphäre fließend ist, entzieht sich ein immer größerer Teil der Wissenschaftskommunikation anscheinend jedweder Kontrolle durch diejenigen, die ursprünglich einmal mit genau dieser »Steuerung« der Kommunikation beauftragt wurden. Positiv formuliert gibt es heute an jeder Einrichtung Hunderte von »Kommunikatoren«, die man als authentische »Botschafter« hervorragend in die eigene Strategie mit einbinden kann. Continue reading „Webinar: Social Media Governance in der Wissenschaft“

Crowdsourcing Report 2012 veröffentlicht – erhältlich im ePubli Store

Der Crowdsourcing-Report 2012 ist erschienen. Herausgeber sind Claudia Pelzer für das Crowdsourcing-Blog und Karsten Wenzlaff sowie Jörg Eisfeld-Reschke für ikosom.de. Der Report ist erhältlich im ePubli-Store: die PDF-Variante kostet 39,90 Euro, die gedruckte Version kostet 59,90 Euro.

Der Report analysiert die wesentlichen Felder des Crowdsourcings in Deutschland, unter anderem auch Themen wie Crowdfunding, Open Innovation, Microtasks und Liquid Democracy. Er vergleicht den Entwicklungsstand in Deutschland mit Crowdsourcing im europäischen Ausland und in den USA. Eine Reihe von Praxis-Beispielen erläutern die unmittelbaren Anwendungsstrategien für Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen, zum Beispiel Journalisten und Designer.

Eine Reihe von Gastautoren konnten gewonnen werden, um ihre Perspektive auf Crowdsourcing einzubringen. Der Crowdsourcing-Report wird ergänzt durch ein Branchenverzeichnis für den deutschsprachigen Raum.

Das CrowdsourcingBlog ist eine zentrale Infor­mations­plattform für Themen wie Crowdsourcing, Open Innovation und Future of Work. News, Interviews und Fallbeispiele aus der Branche dokumentieren die aktuelle Entwicklung und deren wirtschaftliche wie gesellschaftliche Auswirkungen.

Im Institut für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom) arbeiten Experten aus unterschiedlichen Bereichen der digitalen Kommunikation. ikosom beschäftigt sich mit Themen wie Community Management, Digitales Fundraising, Government 2.0, ePartizipation und Urheberrecht.

Continue reading „Crowdsourcing Report 2012 veröffentlicht – erhältlich im ePubli Store“

Wie wollen wir lernen?

Im Rahmen des Vision Summit fand in diesem Jahr auch das Visioncamp statt. Es bot SchülerInnen und LehramtsstudentInnen sowie interessierten Besuchern des Vision Summits die Möglichkeit sich drei Tage lang mit Lernkultur zu beschäftigen.

Im Workshop entstanden einige Impuls und Anregungen, wie Lernen zukünftig gestaltet sein könnte. Mittels Prototyp Design sollten die Ideen zugleich modellhaft entwickelt und damit erlebbar gemacht werden

Bereits im Vorfeld hatte Elias Barrasch zu diesem Zweck einige Impulse in Videos festgehalten. Sie dienten im Workshop als Anregung von außen. ikosom-Gesellschafter Jörg Eisfeld-Reschke regte an über zeit- und ortsunabhängigere Lernmethoden nachzudenken.

Hier gibt es alle Videos im Überblick.

Acht Jahre in die Zukunft schauen möchte Nico Kirch und hat zu diesem Zweck die Blogparade „Wie sieht das Lernen im Jahr 2020 aus?“ gestartet. Was sind Eure vorstellungen – wie sollte sich Lernen im Kontext Schule entwickeln?!

Open Educational Resources beim FES Workshop des Kreativpakts

Heute haben wir die Gelegenheit, zum Thema Open Education Resources bei einem Workshop der Friedrich-Ebert-Stiftung zu sprechen. Bei dem Workshop geht es vor allem um die Frage, wie sich Bildung sowohl in Schule als auch Hochschulbildung verändern müssen, um die Kreativwirtschaft zu stärken.

Ein wichtiges Dokument in diesem Zusammenhang ist das Whitepaper von Mirjam Bretschneider, Felix Schaumburg und Jöran Muuß-Merholz, das im Rahmen der Arbeitsgruppe im Rahmen der Arbeitsgruppe „Digitale Integration und Medienkompetenz“ des Internet & Gesellschaft Co:llaboratory erstellt worden ist.

Wir werden unsere Zusammenfassung nächste Woche hier veröffentlichen und sind gespannt auf das Feedback beim Workshop der FES.

Neue Entwicklungen zu OpenAccess in Europa

In der aktuellen Newsletter-Ausgabe des Helmholtz OpenAccess Koordinatiosbüro wird über aktuelle Entwicklungen hinsichtlich OpenAccess in Europa berichtet:

In einer Rede auf der Jahrestagung der britischen Verleger hat der britische Wissenschaftsminister David Willetts am 2. Mai 2012 angekündigt, dass die Ergebnisse öffentlich geförderter Forschung für die Öffentlichkeit frei zugänglich sein sollen. Die britische Regierung wird daher Open-Access-kompatibles Publizieren zur Norm im Bereich ihrer Forschungsförderung machen. Besonders unterstützt werden sollen auch der freie Zugang zu Forschungsdaten und die Verlinkung zwischen Publikationen und Datensätzen.

Auch in Deutschland ist Bewegung zu verzeichnen. Der Unmut gegen eine aus Sicht der Wissenschaft unakzeptable Geschäftspolitik bestimmter Verlage konzentriert sich aktuell auf den Elsevier-Verlag. Die Selbstverpflichtung, keine Gutachterdienste mehr für Elsevier-Zeitschriften zu leisten („The Cost of Knowledge“), wurde auch von deutschen Wissenschaftlern unterzeichnet. Mit der Anfang Mai 2012 angekündigten Abbestellung aller Elsevier-Zeitschriften durch das an der TU München angesiedelte Zentrum für Mathematik hat der Protest jetzt die institutionelle Ebene erreicht.

Open Access wird in der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages thematisiert. In dem Zwischenbericht der Projektgruppe Bildung und Forschung, der im Mai veröffentlicht wurde, wird das Thema umfassend behandelt. Handlungsempfehlungen werden folgen.

Auf Landesebene ist der vor einem Jahr geschlossene Koalitionsvertrag zwischen Bündnis 90/Die Grünen und der SPD in Baden-Württemberg hervorzuheben. Darin haben die beiden Parteien festgelegt eine Open-Access-Strategie für das Land zu entwickeln. Die Arbeiten an diesem Projekt haben bereits begonnen.

Crowdshow

Die Crowdshow von ikosom wird regelmäßig Montag morgens von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr die Crowdfunding-Experten von ikosom und außerhalb von ikosom versammeln. Das ganze ist also ein Experiment mit starkem Beta-Charakter.

Ziel ist es, einmal in der Woche einen Art Jourfixe zu haben, um über die Crowdfunding-Projekte zu diskutieren, die auf unserem Radar erschienen sind. Gleichzeitig dient es aber auch dazu, Anlaufstelle für Beratungen und Plattformvorstellungen zu sein.

Teilnehmen können alle an Crowdfunding-Interessierten: Experten, Journalisten, Projektiniatoren, Wissenschaftler, Plattform-Betreiber. Hier kann man uns virtuell treffen: einfach als Gast anmelden.

Das nächste Treffen findet statt am 2. Juli 2012

Agenda:
– Crowdfunding für Kulturinstitutionen (Museen, Galerien)
– Ignition-Desk-Crowdfunding-Plugin: Testbericht von Steffen Peschel und Karsten Wenzlaff
– Crowdfunding-Infografiken und Daten

Rückblick: Crowd-Show am 25.6.2012

Agenda für nächste Woche:

– Crowdinvesting in Europe: Recent Developments: Oliver Gajda berichtete von den Aktivitäten des European Crowdfunding Networks

– Wir analysierten die verschiedenen Crowdinvesting-Plattformen.

– Am 9.Juli 2012 wird es noch eine Crowdshow mit dem Schwerpunkt Crowdinvesting geben.

Rückblick: Die Crowdshow am 18.6.2012

1) Was ist letzte Woche passiert im Bereich Crowdfunding?

ikosom-Crowdfunding-Welt

Crowdsourcing-Report erschienen

Wolfgang hält ein Seminar zu Crowdfunding in der Bildung

ECN will Feedback für ein Treffen mit der Europäischen Kommission

Film-Studie wird weiter vermarktet

Label-Umfrage geht weiter

…und der Rest der Welt

– Die ersten Beratungsfirmen rund um Crowdfunding bilden sich heraus: Crowdfunding-Supply, Saguaro

– Sexismus bei Kickstarter: http://www.newstatesman.com/blogs/internet/2012/06/dear-internet-why-you-cant-have-anything-nice

– Venture Village bericht über Crowdfunding in Europa: http://venturevillage.eu/the-future-of-crowdfunding-in-europe

– Anouk Hartmann schaut zurück auf die co:funding: http://www.kulturmanagement.net/beitraege/prm/39/v__d/ni__2286/index.html

– Das erste Crowdfunding-Wordpress-Plugin ist veröffentlicht: IgnitionDesk – wer hat es schon getestet?

– Crowdsourcing.org bietet mit dem CAPS-System eine Akkreditierungsplattform für Crowdfunding-Plattformen. Welche Plattform nutzt das?

– Indiegogo ist mal wieder Plattform für seine eigene Konkurrenz: Humanvest.co http://www.prweb.com/releases/2012/6/prweb9600994.htm

– Aber auch gute News: Indiegogo holt sich mehr Investoren rein: http://www.indiegogo.com/blog/2012/06/indiegogo-raises-15mm-to-become-funding-platform-for-all.html

– LendingClub, eine amerikanische Peer2Peer-Plattform erhält ebenso 15 Millionen US-Dollar in Investitionen. http://www.lendingclub.com/public/lending-club-press-2012-06-05.action

– Prototyp-Finanzierung wird bei Kickstarter rausgekickt und landet bei Indiegogo: http://betabeat.com/2012/06/kickstarter-indiegogo-vergence-labs/

2) Wen sollen wir mal in die Crowdshow einladen? Kommentare bitte gerne im Blog!

Wen könnten wir als Gäste einladen, um mal vor Ort  zu berichten?

  • Jemanden vom European Crowdfunding Network oder von Eurada, um über Entwicklungen auf europäischer Ebene zu berichten

 

Rückblick: Die Crowdshow am 11.6.2012

1) Definition von Crowdfunding:

Hier ist eine erste Sammlung

 

Dieser Artikel wird mehrmals aktualisiert. Ideen, Kommentare, Ergänzungen bitte einfach als Kommentar.

 

OpenScience in der Lehre: Seminar „Strategisches Fundraising-Management“

In diesem Semester bin ich wieder als Dozent für Strategisches Fundraising-Management im Bachelor-Studiengang Cultural Engineering der Otto von Guericke-Universität Magdeburg tätig. Gemäß unseres OpenScience-Ansatzes möchte ich ein paar Problemstellungen, die mich im Vorfeld beschäftigen, gerne öffentlich diskutieren – mit den Studierenden selbst und weiteren Interessierten. Continue reading „OpenScience in der Lehre: Seminar „Strategisches Fundraising-Management““

Herausforderungen im Studiendesign: Befragung der Crowdfunding-Unterstützer

Im Frühjahr 2011 veröffentlichte ikosom die erste Crowdfunding-Studie für den deutschsprachigen Raum. Die Studie bestand einerseits aus der Analyse der Projektdaten der Crowdfunding-Plattformen und andererseits aus einer Befragung der Projektinitiatoren. Eine der in den Schlussfolgerungen aufgezeigten Forschungslücken ist die Motivationsanalyse der Crowdfunding-Unterstützer.

Aktuell besteht das Vorhaben diese Forschungslücke zu bearbeiten. Wir bündelten die Forschungsinteressen mehrere Studierender und entwickelten einen Fragebogen für eine empirische Erhebung. Gemäß unseres OpenScience-Ansatzes diskutierten wir den Fragebogenentwurf öffentlich im Blog und öffneten den Pretest für Interessierte.

Ziel ist es eine aussagekräftige Erhebung vorzunehmen, die Rückschlüsse auf die Motivations- und Entscheidungsfaktoren von Crowdfunding-Unterstützern zulässt. Angestrebt wird eine Repräsentativität der Befragung. Vor dem Hintergrund der positiven Marktentwicklung und deutlich gestiegenen Zahl der Crowdfunding-Unterstützer können wir nicht mit einer vergleichbar guten Rücklaufquote von über 25% rechnen, wie es bei der vergangenen Studie der Fall war.

Continue reading „Herausforderungen im Studiendesign: Befragung der Crowdfunding-Unterstützer“

Call for Papers „Digitale Gesellschaft – Partizipationskulturen“

Vom 8. bis 10. November findet in Bonn die Tagung „Digitale Gesellschaft – Partizipationskulturen“ im Netz“ der Fachgruppe „Computervermittelte Kommunikation“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft e.V. statt.

Ziel der Tagung „soll es sein, den Begriff der Partizipation aus vielfältigen Perspektiven zu beleuchten und dabei materialbezogene und theoretische Zugänge zu verzahnen. Dabei soll der Fokus einerseits auf den Strukturen und Prozessen, liegen die Partizipation auszeichnen, andererseits auch auf den ent- bzw. bestehenden Kommunikaten und Kontexten.“

Bis zum 30. Juni können Beiträge im Umfang von 4.000-5.000 Zeichen eingereicht werden. Die Beiträge müssen einen Themenbezug zur Tagung aufweisen und können beispielsweise folgende Themen behandeln:

  • Zur Theorie und Empirie von Partizipation online
  • Bürgerbeteiligung im Netz – von S21 bis ACTA
  • Protest-Kommunikation online, digitaler Aktivismus
  • Slacktivism, clicktivism, micro-activism und Ad-Hoc-Bewegungen
  • Partizipationskulturen und Normen – wer darf wann was wo?
  • Partizipation und ihre technische Umsetzung – von Adhocracy bis Liquid Democracy
  • Partizipationskompetenzen
  • Partizipation im Netz als Konsummodell, Online-Verbraucherverhalten
  • Partizipative Präsentations- und Vermarktungsoptionen für Künstler im Netz (Crowdfunding, Musikportale etc.)
  • Unternehmenskommunikation im Netz unter Partizipationsaspekten
  • Neue Geschäftsmodelle im Social Web – Partizipation als Geschäftsmodell
  • Selbstoffenbarung und Privatsphäre im Netz: Ich partizipiere – also bin ich?
  • Partizipationskulturen in ausgewählten Gruppen (Jugendliche, Migranten, Senioren etc)
  • Grenzen der Partizipationsoptionen: Digitale Spaltungen und Marginalisierungen

Dia Langfassung der Ausschreibung ist hier zu finden.

Spannagel: „Nicht erst das Ergebnis, sondern bereits der Prozess von Forschung sollte öffentlich sein“

Am Donnerstag erschien ein Interview ber Open Science mit Christian Spannagel auf den Seiten von Zeit Online. Spannagel ist einer der Treiber der Diskussion (siehe Wikiversity)

Open Science unterscheidet er von Open Access durch die Idee des (Mit)Teilens im Forschen. Wenngleich er patent-relevantes nicht twittern würde, geht es ihm doch darum den Forschungsprozess begreifbar zu machen und beispielsweise in einem Blog zu dokumentieren. Die daraus entstehende Angreifbarkeit von Vorgehen und Inhalten sieht er als bereichernd, dann dadurch durchdenke man das eigene Handeln besser.

Für die weitere Verbreitung von Open Science sieht er die Professoren in der Pflicht:

„Gestandene Professoren sollten Open Science würdigen und vorleben. Heute sind es vielleicht eher Doktoranden, die Open Science betreiben, aber sie werden nicht zum Teilen angeregt – im Gegenteil. Sie sind in der Qualifikationsphase, in der sie es sich nicht leisten zu können, gegen die Billigung des Professors zu agieren. Aber die Professoren selbst haben die Freiheit etwas anders zu machen. Die Angst, den eigenen Ruf zu verlieren, ist irrational. Die Professoren müssen mutiger sein, dieses vermeintliche Risiko einzugehen.“

Wenn sich der traditionelle Forschungsapparat dem Thema nur langsam öffnet, dann braucht es eben private Institute wie ikosom, um den proof of concept vorzunehmen. Das Interview ist ein interessanter Impuls, aber es kann die Fragen natürlich nicht abschließend klären. Insbesondere zwei Fragen bleiben meines Erachtens offen:

  1. Wie manifestiert sich der Gedanken des Teilens im Forschungsprozess? Inwieweit bedeutet OpenScience auch Teilhabe?
  2. Spannagel beschreibt, dass sein Forschungsgebiet der Mathematik- und Informatik-Didaktik sich für mehr Offenheit eignet. Woran bemessen wir, ob sich ein Forschungsfeld eignet?

Wer wagt sich an die Antworten?

Branchenverzeichnis und Anzeige im Crowdsourcing Report

Der Crowdsourcing-Report ist mittlerweile veröffentlicht und kann bestellt werden.

Crowdsourcing Report 2012Auf dem Crowdsourcing-Summit Ende April konnte man ihn schon sehen – die vorläufige Endversion des Crowdsourcing-Reports.

Jetzt sind nur noch zwei Dinge zu tun: das Branchenverzeichnis Crowdsourcing anzulegen und die Anzeigen einzuarbeiten. Wer noch ins Branchenverzeichnis aufgenommen werden will oder eine Anzeige schalten will, bitte beeilen – Deadline ist der 11. Mai 2012!

Welche Auflage hat der Report und wo wird er veröffentlicht?

Wir werden den Crowdsourcing-Report wahrscheinlich mit ePubli als eBook und als gedrucktes Buch herausbringen. Das eBook wird 39,00 Euro kosten, das gedruckte Buch 49,00 Euro plus Versandkosten.

Zur Zeit überlegen wir noch, welche Initialauflage wir drucken werden – es ist aber klar, dass Anzeigenpartner und Partner der Konferenz eine gedruckte Ausgabe erhalten, wenn sie es möchten.

Wir gehen aber davon aus, dass der Report vor allem als eBook sich sehr stark verkaufen wird, da er als erstes das Thema Crowdsourcing in Deutschland umfangreich beleuchtet und viele Cases zeigt. Daher schätzen wir, dass sowohl Anzeigenpartner als auch das Branchenverzeichnis sehr viel Aufmerksamkeit erhalten werden.

Wie komme ich ins Branchenverzeichnis?

Jeder Eintrag ins Branchenverzeichnis kostet 20 Euro (ohne Mehrwertsteuer). Die 20 Euro werden auf den Kauf eines eBooks angerechnet, wenn das später oder gleichzeitig bestellt wird.

Ein Eintrag im Branchenverzeichnis sollte ca. 500 Zeichen plus eine URL enthalten. Bilder sind nicht vorgesehen. Wer einen Eintrag bestellen möchte, schickt eine Email mit Name, Adresse und Text an report@crowdsourcingblog.de

Wie schalte ich eine Anzeige?

Eine Anzeige im DINA4-Format hochkant 4C kostet 300 Euro netto, im Format DINA5 quer 4C kostet 200 Euro netto.

Die Anzeige muss ebenfalls bis zum 11. Mai 2012 als druckfähiges Bild oder PDF vorliegen – am besten per Email an report@crowdsourcingblog.de.

Wann wird der Report dann erscheinen?

Sobald das Branchenverzeichnis und die Anzeigen in die endgültige Version eingearbeitet sind und wir den Report ins eBook-Format übertragen haben, wird er als eBook erscheinen und als gedrucktes Buch zu bestellen sein. Vorbestellungen an report@crowdsourcingblog.de

Wir würden uns freuen, wenn ihr diese Informationen an Interessierte weitergeben würdet.

ikosom goes OpenScience! Was ist OpenScience?

Als wir im Januar 2010 ikosom gründeten, da wollten wir nicht weniger als einen spürbaren Beitrag für die Entwicklung eigenständiger Online-Forschung in Deutschland leisten. Ziel ist es den qualitativen Anspruch an Online-Forschung in Deutschland zu steigern, Wissensschaftsinhalte breiter zu kommunizieren, wissenschaftliche Prozesse für Interessierte verständlich zu machen und sie teilhaben zu lassen. Einiges davon konnten wir bereits in Projekten umsetzen.

Und jetzt nochmal zurück auf Los!

In den vergangenen Monaten haben wir viel über unseren Ansatz und unsere Visionen nachgedacht. Wir stellten fest, dass wir ganz normale Menschen sind, die eine normale Ausbildung erfahren haben, in normalen Strukturen verankert sind und oft ziemlich normal denken. Das reicht uns aber nicht. Wir möchten mehr. Wir möchten mit unserer Arbeit Sinn stiften und Strukturen verändern. Continue reading „ikosom goes OpenScience! Was ist OpenScience?“

Tag der Arbeit: ikosom, warum machen wir das eigentlich?

Social Media Forschung ist ganz einfach. Man nehme einfach Studien und Infografiken aus den USA und behaupte, dass es in zwei bis drei Jahren in Deutschland ganz genauso aussehen werde.

Im Marketing und in Schulungen zur Online-Kommunikation ist die oben genannte Situationsbeschreibung 2009 leider allgegenwärtig gewesen. Zu viele Unwissende übetrugen Forschungsergebnisse aus anderen Länder und mit unterschiedlicher Kommunikationskultur auf die hiesigen Verhältnisse. Das wird dem deutschen Markt und den lokalen Begebenheiten nicht gerecht. Doch auch heute noch werden selbst auf deutschen hochkarätigen Internet-Konferenzen noch internationale Zahlen verwendet um aktuelle Phänomene auch für Deutschland zu erklären. Continue reading „Tag der Arbeit: ikosom, warum machen wir das eigentlich?“

Jugendbarcamp „Ich wähle, also bin ich!“ – Wann ist ein Barcamp ein Barcamp?

Vom 14. bis 17. April 2012 fand in Paris das zweite deutsch-französische Jugendbarcamp statt. Angelehnt an Decartes wurde unter dem Motto „Ich wähle, also bin ich!“ über Jugend und Politik gesprochen. Die fast 100 Jugendlichen kamen auf Einladung des Deutsch-Französischen Jugendwerks zusammen.

ikosom hatte den Veranstalter im November letzten Jahres bei der organisatorischen und methodischen Vorbereitung des 1. deutsch-französischen Jugendbarcamps unterstützt. Bei der Folgeveranstaltung in Paris agierten wir nur noch als Coach für die jugendlichen Moderatoren.

Videotrailer zum 2. deutsch-französischen Jugendbarcamp
Videotrailer zum 2. deutsch-französischen Jugendbarcamp

Berichte einiger TeilnehmerInnen:

Wann ist ein Barcamp ein Barcamp?

Das 2. deutsch-französische Jugendbarcamp bietet einen guten Anlass um darüber nachzudenken, welche Erfordernisse es gibt, damit eine Veranstaltung als Barcamp klassifiziert werden kann. Werfen dazu einen Blick auf die Definition, wie sie gemeinschaftlich auf Wikipedia erarbeitet wurde:

Ein Barcamp (häufig auch: BarCamp, Unkonferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen.

Die Offenheit der Veranstaltung war über eine offene Ausschreibung gegeben, allerdings wurde nicht nur nach Eingang der Anmeldung entschieden, sondern auch eine gleichmäßige Anzahl deutscher und französischer Teilnehmer sichergestellt. Im Kontext der deutsch-französischen Jugendbildung ist das Vorgehen gerechtfertigt. Die Workshops/Sessions konnten bereits im Vorfeld vorbereitet und angekündigt werden – vorgestellt und über sie entschieden wurde im morgendlichen Plenum durch die Teilnehmer selbst. Vorgegeben war nur das Oberthema Jugend und Politik sowie die Zeiten und Räumlichkeiten. Über Art, Ablauf und Dokumentation der Sessions entschieden die Teilnehmer selbst.

Als Veranstalter trägt das Deutsch-Französische Jugendwerk die pädagogische Verantwortung. Um die Jugendlichen an die Methode Barcamp und ihre Eigenverantwortung heranzuführen erklärten die zwei jugendlichen Moderatoren das Format. Sie selbst waren Teilnehmer auf der vorangegangen Veranstaltung im Herbst vergangenen Jahres. Hinzu kamen ein halbes Dutzend jugendlicher TeilnehmerInnen, die bereits einen halben Tag früher anreisten und eine kurze Schulung zur Barcamp-Methode und Twitter erhielten.

Dem Ansatz eines Jugendbarcamps im Kontext der politischen Bildung bedeutet für das Deutsch-Französische Jugendwerk eine Balance zu schaffen zwischen der Selbstverantwortung der Teilnehmenden und einer inhaltlichen Anleitung, welche das Barcamp nicht dominiert oder steuert. In diesem Fall entschied man sich für zwei Experten-Inputs zu Beginn der Veranstaltung am Samstagabend und einer Podiumsdiskussion mit erwachsenen Experten und jugendlichen Teilnehmern des Barcamps am Montagabend. Der Kernbereich des Barcamps blieb damit von den Jugendlichen selbst bestimmt.

Im Abgleich mit der oben genannten kann man meinen, dass es sich um ein normale Anwendung der Barcamp-Methode handelt. Aber ich bin mir in der Einschätzung unsicher und bitte um eine nähere Diskussion.

Was meines Erachtens ein Barcamp auszeichnet und von der OpenSpace-Methode unterscheidet, ist der Einsatz digitaler Instrumente. Twitter eignet sich ideal um Diskussionen zwischen verschiedenen Sessions und um Meta-Diskussionen während einer Veranstaltung zu führen. Mit Ehterpad oder GoogleDocs können Sessions gemeinschaftlich und in Echtzeit dokumentiert werden. Beide Instrumente gemeinsam erlauben eine sehr vielschichtigere und partizipativere Diskussion. Während in einer Session können sich nicht mehr als zwei Personen gleichzeitig verbal kundtun – jedoch während eines Inputs oder Diskussionsbeitrages können andere Meinungen und ergänzende Fragen über die digitalen Instrumente gesammelt und ausgetauscht werden. Die Diskussion findet auf verschiedenen Ebenen zugleich statt und ist damit tendenziell integrativer, da mehrere Wege ermöglicht werden sich einzubringen. Es werden nicht mehr die Lautesten und Dominantesten gehört.

Wenn nun aber ein Barcamp die meiste Zeit kein funktionstüchtiges Internet aufweist und der Empfang in einigen Teilen des Gebäudes es auch den französischen TeilnehmerInnen kaum ermöglicht sich mobil einzuloggen und an digitalen Diskussionen teilzunehmen – ist es dann noch ein Barcamp? Wenn keine Instrumente zur Dokumentation angeboten werden – ist es dann noch ein Barcamp? Welchen Unterschied macht es für die Erwartungen der TeilnehmerInnen, wenn eine Veranstaltung als Barcamp ausgeschrieben ist?

Whitepaper: Open Educational Resources für Schulen in Deutschland

Im Rahmen der Arbeitsgruppe Digitale Integration & Medienkompetenz des Co:llaboratory von Google wurde in den vergangenen Monaten über Open Educational Ressources (OER) diskutiert. Gestern nun wurde ein Whitepaper zu diesem Thema veröffentlicht, welches eine erste Bestandsaufnahme zur Anwendung im schulischen Bereich vornimmt.

Open Educational Resources für Schulen in Deutschland
Whitepaper zu Grundlagen, Akteuren und Entwicklungsstand im März 2012

Mit dieser ersten Fassung ist dem Autorenteam Mirjam Bretschneider, Felix Schaumburg und Jöran Muuß-Merholz ein sehr gute Diskussionsgrundlage gelungen. In einfacher Sprach geben sie einen Überblick über Ausgangslage und Perspektiven. Es wird die Entstehung der OER-Bewegung ebenso dargestellt wie die Akteure in der deutschen Bildungsressourcen-Landschaft. Spätere Kapitel widmen sich dem Komplex des Urheberrechts an Schulen und möglichen OER-Geschäftsmodellen.

Das Whitepaper verfolgt drei Ziele:

  1. Betroffenen und Interessierten soll der Einstieg in das Thema vereinfacht werden, indem ein Überblick über die relevanten Facetten geboten wird.
  2. Es soll Ausgangpunkt sein für die weitere Beschäftigung mit dem Thema innerhalb der Arbeitsgruppe und darüber hiaus.
  3. Weitere Akteure aus verschiedenen Branchen und Bereichen sollen miteinander ins Gespräch gesetzt werden.

Es war mir eine Freude dem Autorenteam im Review-Prozess zur Seite zu stehen und danke für die konstruktiven Diskussionen. Alle, die das Thema weiter begleiten möchten, sind eingeladen der OER-Gruppe auf Diigo beizutreten.

Crowdsourcing-Report 2012

Der Crowdsourcing-Report ist mittlerweile veröffentlicht und kann bestellt werden.

Claudia Pelzer vom Crowdsourcingblog.de, Karsten Wenzlaff und Jörg Eisfeld-Reschke von ikosom.de werden im April den Crowdsourcing-Report 2012 veröffentlichen. Dieser in Deutschland zum ersten Mal erscheinende Report wird die Einsatzmöglichkeiten von Crowdsourcing im Unternehmen und in der Kreativwirtschaft aufzeigen und viele spannende Beispiele aus Deutschland aufzeigen wird. Der Report wird über die Unterstützer zum Teil finanziert und über Crowdsourcing zum Teil redaktionell erstellt.
Continue reading „Crowdsourcing-Report 2012“

Einladung zum Pretest: Befragung der Crowdfunding-Unterstützer

Vor kurzem kündigten wir an Zuge der Crowdfunding-Studie 2011/2012 ein Befragung derjenigen Personen vorzunehmen, die bereits Crowdfunding-Projekte mit finanziellen Mitteln unterstützt haben. Per Email und mit Kommentaren unter dem Blogpost haben wir wertvolle Anregungen erhalten, die in die Entwicklung des Fragebogens eingeflossen sind. Continue reading „Einladung zum Pretest: Befragung der Crowdfunding-Unterstützer“

Mit Social Media zur modernen Behördenkommunikation

Social Media (bzw. Soziale Netzwerke) ist zur Zeit im Trend – auch in Kommunen und Behörden des Landes. Hastig werden Twitter-Accounts angelegt, Apps in Auftrag gegeben und YouTube-Videos produziert. Eine kohärente Strategie haben die Wenigsten.

Nach einer aktuellen Analyse des Social Media-Benchmarking-Plattform Pluragraph.de besitzen bereits heute über 470 der 1.000 größten deutschen Städte eigene Social-Media-Präsenzen[1] –täglich kommen neue dazu. Im neuen Netzwerk Google+ sind bereits über 100 deutsche Städte und Gemeinden mit eigenen offiziellen Profilen unterwegs.[2]

Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger wäre zufriedener mit der öffentlichen Verwaltung, wenn sie mehr Möglichkeiten hätten, mit Behörden und Ämtern in Kontakt zu treten, so eine Studie von SAS Deutschland und forsa.[3] Mit den bestehenden Kontaktmöglichkeiten zu Ämtern und Behörden via Internet sind jedoch lediglich 29 Prozent aller Befragten zufrieden. [4] Continue reading „Mit Social Media zur modernen Behördenkommunikation“

Social Media Leitfaden für Betriebsräte

Social Media verändert zweifelsohne die Arbeitswelt. Nicht nur die zunehmende Vermischung der persönlichen und beruflichen Kommunikation sonden auch die Unternehmenskommunikationen stellen Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor neue Herausforderungen. Eine wichtige Funktion beim Aushandeln einer Social Media Guideline für Unternehmen kommt den Gewerkschaften zu. Continue reading „Social Media Leitfaden für Betriebsräte“

youth & e-participation conference 4.- 5.6.12 Berlin

Das Projekt “Youthpart” ist ein multilaterales Kooperationsprojekt zur ePartizipation Jugendlicher. Getragen wird das Projekt von Fachstelle für Internationale Jugenarbeit der Bundesrepublik Deutschland. Zum offiziellen Auftakt veranstaltet Youthpart vom 4. bis 5. Juni eine internationale Auftaktkonferenz in Berlin.

Für zwei Tage treffen sich 100 nationale und internationale Experten aus dem Bereich der e-Partizipation Jugendlicher um Best-Practice-Beispiele auszutauschen, fachliche Diskussionen zu führen, und zu netzwerken. Gemeinsam wollen wir den status quo der e-Partizipation Jugendlicher in verschiedenen Bereichen zusammenführen und die leitenden Fragen für weitere Aktivitäten formulieren.

Das Internet hat sich in den letzten Jahren zu einem wirkungsvollen Kommunikations- und Kulturraum entwickelt sowie neue Beteiligungschancen in der demokratischen Gesellschaft eröffnet. Insbesondere Jugendliche verstehen digitale Medien und soziale Netzwerke als selbstverständlichen Teil ihrer Alltagswelt. Neue Formen der politischen Kommunikation und politischer Willensbildungsprozesse beginnen sich durchzusetzen. Die gestiegene Engagementbereitschaft Jugendlicher sowie ein Anstieg des Interesses an Politik bergen neue Potentiale zur Beteiligung junger Menschen an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen.

Das Programm beinhaltet ein breites Spektrum von Themen wie Jugendinformation, Open Data, Open Government, Crowdsourcing, e-Partizipations-Tools, Medienkompentenz sowie die EU-Jugendstrategie. Alle Themen werden in der Konferenz in vier Themenkomplexen gebündelt: e-Partizipation Jugendlicher in der Gesellschaft, e-Partizipation Jugendlicher in der Kommune, Software-Tools und Information als Basis für e-Partizipation.

Wenn Sie Teil dieser Konferenz sein möchten, beachten Sie bitte, dass die Teilnehmeranzahl begrenzt ist. Wir bitten Sie daher sich mittels eines Vorregistrierungsformulars für die Konferenz frühzeitig zu bewerben. Die Frist für internationale Bewerbungen ist der15.April, die Frist für Bewerbungen aus Deutschland ist der 15.Mai. Im Falle der Zulassung werden Bewerber gebeten Teil der Konferenz-Community zu werden. Zulassungen werden bis spätestens 17.Mai versendet. Kontakt: youthpartconference@youthpart.net. Bewerbungsformular: http://www.amiando.com/eParticipationYouth

Quelle: Dialog Internet

Wie organisiert man ein Jugend-BarCamp? Interview mit der Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks

Ende November letzten Jahres veranstaltete das beinahe 50-jährige Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) sein erstes BarCamp über das Thema Glück und Wohlstand – was ist das? Die Veranstaltung bei der 120 Jugendliche zwischen 18 und 30 aus Frankreich und Deutschland in Berlin auf einander trafen, war besonders durch die starke Einbindung von Social Media und anderer Arbeitstools geprägt. Continue reading „Wie organisiert man ein Jugend-BarCamp? Interview mit der Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks“

Crowdfunding-Forschung: Unterstützer im Fokus

Im vergangenen Jahr veröffentlichte ikosom die erste Crowdfunding-Studie (Update August 2011). Neben einer quantitativen Analyse der deutschsprachigen Crowdfunding-Plattformen gehörte dazu auch eine Befragung von Crowdfunding-Projektinitiatoren. Aktuell bereiten wir die Neuauflage der Studie vor und möchten dieses Mal eine jener Forschungslücken angehen, die wir in der vergangenen Studie aufgezeigt haben:

Der Gruppe der Projektunterstützer ist in der Forschung bislang nicht ausreichend Aufmerksamkeit zugekommen. Bedeutsam für die Entwicklung von Crowdfunding ist es die Motivation und Bedürfnisse der Finanzierer näher zu ergründen. Dies gilt insbesondere für die Akzeptanz des Prämiensystems.

Gemeinsam mit Studierenden arbeiten wir an verschiedenen Studien, die einzelne Aspekte oder Themenbereiche im Crowdfunding untersuchen (z.B. Musik und Film).  Alle Interessierten sind eingeladen sich in den kommenden drei Tagen per Kommentar unter diesem Blogpost einzubringen und weitere Fragen vorzuschlagen.

Zugleich müssen wir natürlich gemeinsam schauen, dass die wichtigsten Fragen mit dem größten Erkenntnisinteresse ausgewählt werden. Ziel ist es, dass die Befragung möglichst innerhalb von 2-3 Minuten abzuschließen ist. Für die Weiterleitung der Umfrage an die Unterstützer von Crowdfunding-Projekten konnten bereits pling und startnext gewonnen werden, wenn der Fragebogen weiterhin überzeugt.

Demographische Daten:

  • Alter der Unterstützer [offen]
  • Geschlecht [männlich/weiblich + möchte ich nicht sagen]

Erfahrung mit Crowdfunding:

  • Wie häufig haben Sie bereits Crowdfunding-Projekte unterstützt? [Auswahl + offen]
  • Wieviel Geld haben Sie bereits insgesamt in Crowdfunding-Projekte investiert? [offen + Spannweiten]
  • Welche Crowdfunding-Plattformen haben Sie bereits zur Unterstützung von Projekten verwendet? [Auswahl + offen]
  • Werden Sie wieder  ein Projekt unterstützen? [Skala]

Unterstützung des Crowdfunding-Projekts:

  • Wie sind Sie auf unterstützenswerte Crowdfunding-Projekte aufmerksam geworden? [Mehrfachnennung möglich]
  • Welche Faktoren haben Ihre Entscheidung zur Unterstützung eines Crowdfunding-Projekts beeinflusst? [Auswahl]
  • Wie wichtig war Ihnen die angebotene Gegenleistung (bzw. Prämie) für die Unterstützung? [Skala]
  • Haben Sie die Gegenleistung erhalten? [ja/nein/steht noch aus]
  • Welche Zahlungsmethode haben Sie gewählt [Auswahl]
  • Wie zufrieden sind Sie mit den Zahlungsoptionen? [Skala]

Die Ergebnisse der Befragung werden wie gehabt in einem Blogpost zusammengefasst und in der Langfassung im Rahmen der Crowdfunding-Studie 2012 veröffentlicht. Wer uns bei der Verbesserung der Befragung oder bei der Auswertung unterstützt, erhält die Auswertung natürlich kostenfrei.

Join Digital Baltic Space!

Some week ago we developed the idea of a network of partners amongs digital and social actors around the Baltic Sea. With crossborder factory, twingly, deskmag and berufebilder we collect ideas for projects on how to build an international dialogue on challenges and strategies for dealing with the changing media, an exchange of experiences and to allow partner for a better networking of the actors.

The results so far are ideas for a regional communication platform, setting up un-conferences around topics such as digital society and social entrepreneurship, awarding scholarships for international co-working experiences and organizin study visits to research on the digital society of countries around the Baltic Sea,

Do you wanna share your idea?
Please join us in a online-meeting coming Monday at noon (CET). Just and receive the link for joining the meeting or leave a comment here.

Kann man Social Media lernen?

Kann man Social Media lernen? Ja, man kann. Wenn es um zielorientierte Kommunikation, die Haltung und gelebte Kultur von Social Media, Verwendung von einzelnen Diensten oder das Verbinden unterschiedlicher Instrumente in einer Kampagne geht, dann sind das Lerninhalte, die auf unterschiedliche Weise vermittelt werden können. Ob man dazu auf Präsenz-Veranstaltungen, persönliches Coaching, Online-Seminare oder Fernlehre zurückgreift, das hängt maßgeblich vom Lerntyp ab.

Vor gut einem Jahr begannen wir die Zusammenarbeit mit dem Institut für Lernsysteme (ILS), einer der großen Akteure im deutschen Fernlehre-Markt. Dörte Giebel entwickelte zu der Zeit den Fernlehrgang „Social Media Manager“ (Affiliate) und bat uns als Autoren für Studienhefte tätig zu werden. Ihrer Bitte folgten wir gerne und schrieben wir die beiden Hefte „Fundraising 2.0 und Social Media Marketing für Nonprofit-Organisationen“ und „Community-Management“. Beide Hefte gehören zu den vier optionalen Schwerpunkt-Heften, von denen sich die Teilnehmer des Lehrgangs mindestens eines bearbeiten müssen. Zum Bearbeiten eines Heftes gehört das Lösen der Übungsaufgabe und das Einsenden von Aufgaben, die von Fernlehrern bewertet werden.

Erfahrenen Autodidaktikern, die Social Media selbstständig erkundet und sich beigebracht haben mag diese Form des formellen Lernens und die Verbindung mit Bewertung in Form von Noten seltsam vorkommen. Dem sei aber gesagt, dass sich der Kurs insbesondere an Einsteiger richtet, die das Fernlehre-Material als Grundlage und Anlass nehmen das Social Web für sich und ihren Arbeitgeber zu erkunden. Unserer Einschätzung nach bietet der Kurs praxisnahes und auf beliebige Branchen anwendbares Lernmaterial. Der Einsatz verschiedener Aufgabentypen zwingt zum Anwenden, Recherchieren und Reflektieren.

Der Fernlehrgang ist in 13 Module aufgeteilt, von denen die letzten vier optionale Schwerpunkt-Module darstellen:

  1. Was ist Social Media? Grundlagen und Anwendungsfelder
  2. Wissensmanagement im Social Web
  3. Einführung in das (Micro-)Bloggen
  4. Social Networking am Beispiel von XING und Facebook
  5. Facebook für Organisationen
  6. Rechtsfragen im Social Web
  7. Podcasting – eine Einführung ins Audiobloggen
  8. PR 2.0 – Pressearbeit im Social Web
  9. Social Media Monitoring und Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  10. Social Media für Non-Profit-Organisationen und Fundraising 2.0 (Wahl-Modul)
  11. Location Based Services (Wahl-Modul)
  12. Enterprise 2.0 (Wahl-Modul)
  13. Community Management (Wahl-Modul)

Auch für die ILS ist der „Social Media Manager“ ein Stück weit Neuland. Die Hefte liegen erstmals nicht nur in gedruckter Form vor, sondern sind darüber hinaus für das iPad verfügbar. Interessierte können sich mit der iPad-App ein Probeheft anschauen. Die iPad-App wurde im Übrigen vergangene Woche auf der didacta-Messe mit dem Deutschen Bildungsmedien-Preis digita 2012 in der Kategorie „Weiterbildung“ ausgezeichnet.

Es gibt im deutschsprachigen Raum noch zahlreiche weitere Anbieter im Themenfeld Social Media Management bzw. Social Media Marketing. ikosom plant in diesem Jahr ein Whitepaper zu deutschsprachigen Social Media-Bildungsangeboten zu erstellen.

Call for ideas: Digital Baltic Space (english)

With the Digital Baltic Space network we intend to connect the challenges and opportunities of a changing media environment with a cross-border development and strengthening of social entrepreneurship in the Baltic region.

Digital Baltic Space – bringing together economy and civil society

Digital Baltic Space initiates a platform for networking amongst digital and social actors around the Baltic Sea. Addressed are social entrepreneurs, startups, non-profit organizations of civil society and government organizations. The aims are a dialogue on challenges and strategies for dealing with the changing media, an exchange of experiences and to allow for a better networking of the actors.

In the coming months we want to develop projects in collaboration with our partners crossborder factory, twingly, deskmag and berufebilder and we are looking for further interested partners and supporters. For example: currently we are imagining a digital communications platform and want to encourage the regional cooperation by setting up un-conferences (Open Space / bar camp) or by awarding scholarships and organizing study visits.

Who would like to think along with us and participate?
All interested persons are invited to an open online conference. The doodle for the scheduling of a common date can be found here. Please do not forget to send an email with your contact information.

translated by crossborder factory

Call for ideas: Digital Baltic Space

Mit dem Netzwerk Digital Baltic Space möchten wir die Herausforderungen und Chancen des Medienwandels mit einer grenzüberschreitenden Stärkung und Entwicklung sozialen Unternehmertums im Ostseeraum verbinden.

Digital Baltic Space – bringing together economy and civil society

Digital Baltic Space initiiert eine Plattform zur Vernetzung von sozialen und digitalen Akteuren der Ostseeanrainerstaaten. Angesprochen werden Social Entrepreneurs, Startups, gemeinnützige Organisationen der Zivilgesellschaft sowie Regierungsorganisationen. Ziel ist es einen Dialog über Herausforderungen und Lösungsstrategien zum Umgang mit dem Medienwandel herzustellen, Erfahrungen auszutauschen und eine bessere Vernetzung der Akteure zu ermöglichen.

Gemeinsam mit unseren Partnern crossborder factory, twingly, deskmag und berufebilder möchten wir in den kommenden Monaten Projekte entwickeln – und wir suchen weitere Interessierte und Unterstützer. Bisher stellen wir uns beispielsweise eine digitale Kommunikationsplattform vor, möchten die regionale Zusammenarbeit beispielsweise mit der Durchführung von Unkonferenzen (Open space / Barcamp) anregen oder Coworking-Stipendien vergeben sowie Studienreisen durchführen.

Wer hat Lust mitzudenken und mitzumachen?
Alle Interessierten  laden wir zu einer offenen Online-Konferenz ein. Das Doodle zur gemeinsamen Terminfindung findet sich hier. Bitte nicht vergessen und eine Email mit Ihren Kontaktdaten zu senden.

Crosspost: Den Edgerank von Facebook verstehen

Woran misst man den Erfolg einer Facebookseite? An den direkten Spendenzuflüssen und Newsletteranmeldungen? Bleiben wir ehrlich – die meisten Organisationen messen ihren Erfolg auf Facebook an der Anzahl der Fans. Die Euphorie über hunderte hinzugewonnene Fans in allen Ehren, aber die tatsächliche Reichweite bildet die Fanzahl alleine nicht ab. Die Botschaften müssen die Fans auch noch erreichen. Und dies ist nicht immer der Fall.

Edgerank statt Pagerank

Ebenso wie Google einen PageRank nutzt um die Relevanz von Internetseiten einzuschätzen, obliegt es dem Edgerank-Algorithmus bei Facebook die individuelle Relevanz von Meldungen für die Nutzer einzuschätzen. Damit nicht jeder Facebook-Nutzer die Meldungen von mehreren hundert Freunden und Seiten lesen braucht, führt der Edgerank eine Vorsortierung durch.

Der Edgerank entscheidet über die Sichtbarkeit von Meldungen in dem Newsfeed der Fans. Dieser ergibt sich unter anderem aus dem Verhältnis von allgemeiner und persönlicher Interaktionsrate mit der Gesamtzahl der Unterstützer. Das kann dazu führen, dass eine Seite mit einer sehr hohen Unterstützerzahl aber geringer Interaktionsrate letztlich für weniger Menschen im Newsfeed sichtbar ist, als eine Seite mit weniger Unterstützern aber deutlich intensiverer Diskussion einzelner Beiträge.

Facebook ist ein Netzwerk sozialer Beziehungen. Aus diesem Grund basiert der Edgerank zwar für alle Mitglieder nach dem gleichen Prinzip, wird aber für jede Person und jeden Beitrag indiviuell berechnet. Die Werte sind dynamisch und damit stetiger Veränderung unterworfen.

Funktionsweise des Edgerank

Die grobe Funktionsweise des Edgerank hat Facebook der Öffentlichkeit vorgestellt. Demnach fließen in den Edgerank (E) drei Werte ein: 1. die Affinität zwischen Nutzer und Anbieter (u), 2. das Gewicht der Aktivität (w) und 3. die Verfallszeit der Aktivität (d).

Die drei Werte kurz erklärt:

  • Die Affinität errechnet sich aus den Interaktionen, die in der Vergangenheit zwischen Nutzer und Anbieter stattfanden. Wer eine Meldung eines Freundes oder einer Seite kommentiert oder den Like-Button drückt, wird auch zukünftig eher an einer Meldung dieses Anbieters interessiert sein.
  • Mit der Gewichtung eines Beitrages ist die Interaktionsrate gemeint, die durch alle Nutzer mit dem einzelnen Beitrag entsteht. Nicht bestätigt ist bislang, dass hierbei der persönliche Freundeskreis und dessen entsprechende Interaktion eine zusätzliche Gewichtung erfährt.
  • Die Verfallszeit bezieht sich lediglich auf die Aktualität des Beitrages.

Die Funktionsweise des Facebook-Edgerank erklären Facebook-Mitarbeiter im folgenden Video:

edgerankchecker – alles nur ein Bluff?

Vor einigen Wochen startete das neue und kostenfreie Analysetool www.edgerankchecker.com. Dieses soll Seiten-Inhabern ermöglichen den Edgerank ihrer Seite zu bestimmen und darüber hinaus unter anderem festzustellen, welche Uhrzeiten am Besten geeignet sind um Interaktionen mit den Fans zu initiieren.

Auch wenn einige Blogs sehr positiv über dieses Instrument berichten – Skepsis ist angebracht. Es scheint sich lediglich um eine Gegenüberstellung der Impressions mit der jeweiligen Interaktionsrate zu handeln. Wer die Metriken und die Funktionsweise des Edgeranks verstanden hat, der weiß, dass der Edgerank ein individueller Wert ist und nicht als allgemeiner Wert einer Facebook-Seite festgestellt werden kann. Natürlich sind die angegebenen statistischen Auswertungen interessant und können bei der Redaktionsplanung von Nutzen sein, den Edgerank stellen sie jedoch nicht dar. So lange der exakte Edgerank-Algorithmus geheim ist und Facebook keine entsprechende Schnittstelle bereitstellt, gibt es auch keine Möglichkeit den Wert für sich persönlich oder einen einzelnen Beitrag auszulesen.

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Crosspost des sozialmarketing.de-Projekts.
Hier geht es zum Original.

Neues Blog sozialmarketing.de

Vor wenigen Wochen ist die Ressourcenseite und Mehrautorenblog sozialmarketing.de gestartet. Die Seite ist Ausgangspunkt für Wissenstransfer, Professionalisierung und Vernetzung rund um die Themen Fundraising und digitale Kommunikation. Sie richtet sich an ehrenamtliche und hauptamtliche Fundraiser, Kommunikationsverantwortliche im Dritten Sektore und weitere Interssierte. Die sechs Experten aus Fundraising, Sozialmarketing und Social Media Marketing haben es sich zum Ziel gesetzt, Anregungen zu geben, Informationen und Wissen zur Verfügung stellen und über aktuelle Entwicklungen im Sektor zu informieren.

Das Institut für Kommunikation in sozialen Medien ist Herausgeber von sozialmarketing.de. Unserer Einschätzung nach stehen viele gemeinnützige Organisationen, Initiativen und Projekte nicht nur vor großen Herausforderungen ihre Arbeit auch in Zukunft finanziell zu sichern, sondern müssen aufgrund des Medienwandels auch neu lernen ihren Anliegen in der Gesellschaft Gehör zu verschaffen. Dieses Projekt kann einen Beitrag dazu leisten und wir wünschen allen Beteiligten viel Erfolg dabei.

Folgen Sie sozialmarketing.de auch auf Facebook und Twitter.

Politik und Verwaltung von Hamburg sollen Social Media ernst nehmen

Eine Grosse Anfrage zum Einsatz von Social Media in der Hansestadt Hamburg – allein vom Thema schon wäre es undenkbar, wenn eine solche Anfrage im Hinterzimmer und ohne die Einbindung sozialer Medien geschieht. Deshalb startet das Institut für Kommunikation in sozialen Medien gemeinsam mit der Bürgerschaftsabgeordneten Kersten Artus (Die LINKE), der Initiative von Bürger & Freunde und dem Hamburger Wahlbeobachter die kollaborative Erstellung einer Grossen Anfrage.

ikosom übernimmt dabei die wissenschaftliche Auswertung der Grossen Anfrage. Unser Plan ist es, auch in den anderen 15 Bundesländern ähnliche Anfragen zu stellen, um länderübergreifend den Stand der Nutzung von Social Media zu analysieren.

Abgeordnete und Fraktionen haben die Möglichkeit mit schriftlichen Anfragen Informationen von der Regierung zu erhalten. Es gibt sowohl Kleine Anfragen als auch Große Anfragen. Die Regierung hat bei einer solchen Anfrage eine festgelegte Zeitspanne, in der sie die Fragen beantworten muss.

Die Beteiligungsphase startet heute am 19. Oktober und endet am 1. November. Jeder kann in dem öffentlichen Etherpad mitschreiben und kommentieren oder Anregungen per Email einsenden. Der parlamentarische Vorgang soll somit möglichst transparent und partizipativ gestaltet werden.

Zudem wird es eine Veranstaltung geben, zu der wir alle Interessierten bereits heute herzlich eingeladen möchten:

Ort betahaus Hamburg
Datum 01.11.2011, ab 19.00 Uhr
Adresse Lerchenstrasse 28a (Eingang Schilleroper)

Informationen zum Projekt und Stand der Grossen Anfrage
Mitschreiben im offenen Etherpad

Wir wünschen uns, dass diese Initiative zeigt, wie einfach und partizipativ parlamentarische Demokratie die Gesellschaft in ihre Aufgaben einbinden kann.

Gesellschaft und soziale Medien: Learning from Fukushima

Wie entsteht in Zeiten der Krise eine kritische Öffentlichkeit? Wie können wir, die Bürgerinnen und Bürger, Einfluss nehmen? Welche Rolle spielt dabei das Internet?

Diesen Fragen geht das Symposium „Learning from Fukushima“ der Berliner Gazette am 29. Oktober in Berlin nach. Wir freuen uns diese Veranstaltung als Partner zu unterstützen. Der Eintritt ist frei. Um Räume und Ausstattung optimal vorbereiten zu können, wird um Anmeldung per Facebook gebeten.

Programm Learning from Fukushima
10:00 Begrüßung
10:30 Die Online-Katastrophe – business as usual?
Vortrag: Christoph Neuberger
Podium: Frank Patalong, Matthias Urbach
14:00 Ausnahmezustand in Japan – auch medial?
Podium I: Tomomi Sasaki, Mitsuhiro Takemura
Podium II: Sean Bonner, Andreas Schneider
18:00 Digitale Publikumsbeteiligung – was hat Zukunft?
Podium: Lila King, Jaroslav Valůch
Publikumsgespräch mit Special Guests

Das international besetzte Symposium richtet sich an JournalistInnen traditioneller Medienhäuser und Menschen, die heute die neuen ‘PartnerInnen’ der JournalistInnen sind: NutzerInnen von sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter ebenso wie BloggerInnen, Netz-AktivistInnen und EntwicklerInnen.

Weitere Informationen bei der Berliner Gazette. Empfohlen sei auch das Dossier Fukushima der Berliner Gazette Redaktion.

Online-Krisenkommunikation beim WWF – Der Pakt mit dem Panda

Für das Jahr des fünfzigjährigen Jubiläums hatte sich die World Wide Fund for Nature sicherlich anders vorgestellt. Eine im Juni 2011 ausgestrahlte Dokumentation löste viele kritische Nachfragen und Reaktionen gegenüber der Arbeit der weltgrößten Naturschutzorganisation aus – besonders deutlich wurde dies in den sozialen Medien Twitter und Facebook.

In einem 43-minütigen Dokumentarfilm geht der renommierte Grimme-Preisträger Wilfried Huismann angeblich zweifelhaften Praktiken und den Einfluss wirtschaftlicher Interessengruppen auf den WWF nach.

Das kritische Potential war bekannt

Mit anwaltlicher Hilfe ging der WWF gegen die Pressemeldung des WDR vor, die den Film ankündigte. Die Naturschutzorganisation war zum Zeitpunkt der Ausstrahlung also alarmiert und vorbereitet – das kritische Potential des Filmes war hinlänglich bekannt.

Mit der abendlichen Ausstrahlung der Dokumentation begann der sogenannten shitstorm. Im Minutentakt diskutierten Twitter-Nutzer miteinander über die Aussagen der Dokumentation und wiesen ihre Mitmenschen auf den Film hin. Sie markierten ihre Meldungen mit dem Hashtag #wwf und machten es somit einfach die Diskussion zentral zu verfolgen.

Bereits während der Erstausstrahlung der Dokumentation twitterten die Mitarbeiter des WWF unter einem neu eingerichteten Account @WWF_Antwortet. Damit verbunden war einerseits das Anliegen die bestehende Anhängerschaft nicht mit einer erhöhten Frequenzzahl zu stören und andererseits die Hoffnung die aufkommende Kritik besser kanalisieren zu können.

Twitter-Konto deaktiviert

Womit das Social Media-Team nicht gerechnet hatte sind die Nutzungsbedingungen von Twitter. Wer in kurzer Zeit eine große Anzahl von Tweets mit Links versendet und das an Personen, die dem Account nicht folgen, dann schürt das bei den Amerikanern den Spamverdacht. In der Folge wurde der Account bereits am Folgetag gelöscht – zum Höhepunkt der Auseinandersetzungen. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch der offizielle Twitter-Account @wwfde zum Antworten eingesetzt, so dass die Kommunikationsfähigkeit erhalten blieb.

Im Juni hatte der WWF bereits mehr als 56.000 Unterstützer auf Facebook und ist damit die erfolgreichste Nonprofit-Organisation in dem sozialen Netzwerk. Von aktiver Kommunikation des WWF war zunächst nichts zu sehen. Die Diskussionen auf der Pinnwand der Organisation blieben am ersten Tag des shitstorms zunächst relativ unbetreut und schaukelten sich gegenseitig auf. Erst am Nachmittag schaltete sich das Redaktionsteam des WWF stärker ein und reagierte auf aufgelaufene Kommentare. Zu diesem Zeitpunkt war die Unzufriedenheit der Kritiker bereits in beleidigenden und verleumderischen Kommentaren gemündet.

Am Tag nach der Ausstrahlung veröffentlichte der WWF auf seiner Internetseite einen Faktencheck. Darin wird Stellung bezogen zu den Vorwürfen und durch den Film aufgeworfene Fragen. Eine inhaltliche Stellungnahme per Video-Livestream wurde für den Nachmittag angesetzt. Auf allen Kanälen wurde fortan bei Kritik auf den Faktencheck und die dort gegebenen Antworten hingewiesen.

Häme zum Feierabend

Nachdem die Diskussionen auf Facebook und Twitter ausuferten und es allen Beteiligten schwer fiel den Überblick zu bewahren, gelang es dem WWF mit einem Forum unter dem Faktencheck eine Kanalisierung der Diskussion anzubieten. Mehrere tausend Kommentare und Fragen kamen innerhalb weniger Tage zusammen.

Das Social Media-Team des WWF bestand während der Krisenkommunikation aus 2-4 Personen, die die Profile bearbeiteten, um auf die Fragen und Kommentare einzugehen. Einige Häme zogen sie allerdings auf sich, als sie auf der Facebook-Seite des WWF um 18 Uhr ihren Feierabend vermeldeten und sich für den Abend aus der Diskussion zurückzogen. Angesichts der hohen Interaktionsrate zu diesem Zeitpunkt war dies kein schlauer Schachzug. Die personellen Kapazitäten wurden nicht rechtzeitig aufgestockt.

Aus den Fehlern des ersten Tages lernte das Team des WWF schnell. Auch am Wochenende waren sie einsatzbereit und betreuten die Profile. Nach nur zwei Tagen veröffentlichten sie zahlreiche Statements von Mitarbeitern auf Youtube, die auf kritische Themen wie Gentechnik und Palmöl eingehen.

Mit der Ankündigung alle Fragen beantworten zu können, hat sich die Naturschutzorganisation einer großen Herausforderung gestellt, der sie nicht immer gerecht wurden. Mitunter wurden einzelne Nutzer mit vielen Fragen zu einem persönlichen Gespräch nach Berlin eingeladen – was Dutzende Mitleser im Forum unbefriedigt zurücklässt. Ebenso unzufrieden dürfte das WWF-Team sein, denn die Angebote zum persönlichen Treffen wurde von den Kritikern jeweils ausgeschlagen.

Enormes geleistet

In Anbetracht der personellen Ressourcen hat der WWF in den Tagen nach der Erstausstrahlung des Dokumentarfilms enormes geleistet. Tausende Kommentare wurden beantwortet, die inhaltliche Auseinandersetzung auf mehreren Kanälen gesucht und der Faktencheck in Schrift und Video umgesetzt. Viele Fehler, wie sie schon in der Online-Krisenkommunikationen vieler Unternehmen passiert sind, haben sie erfolgreich vermieden.

Der WWF kann bei der Online-Krisenkommunikation auf vorhandene Ressourcen zurückgreifen. Bei Facebook und Twitter hat die Organisation eine breite Unterstützerbasis und das Mitarbeiterteam ist in der Handhabung der sozialen Medien erprobt. Damit sind wichtige organisatorische und kulturelle Voraussetzungen dafür vorhanden, dass eine schnelle Krisenkommunikation organisiert wird.

Die zunächst aufgeregte Diskussion über den WWF verlor nach der ersten Woche deutlich an Aufmerksamkeit. Heute herrscht wieder inhaltlicher Normalbetrieb auf den Profilen der Naturschutzorganisation. Das Video der WDR-Dokumentation allerdings wird auch heute noch mehr als einhundert mal täglich angeschaut. Das ist der Long Tail der Krise.

Der Beitrag ist erschienen im Fundraiser-Magazin – Das Branchenmagazin für Spendenmarketing, Stiftungen und Sponsoring (Ausgabe 5/2011).

Rezension: Vernetzt Euch!

Erstmals in der Geschichte haben Blogs und soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter ein diktatorisches Regime zu Fall gebracht. Die 27-jährige Lina Ben Mhenni war eine der Internetaktivisten, die den tunesischen Diktator Ben Ali vertrieben haben. In ihrer Streitschrift fordert sie die Leser auf, sich politisch zu engagieren und zu vernetzen. Ein Aufruf, der uns alle betrifft.

Vernetzt Euch!
von Lina Ben Mhenni


Mit der Revolution in Tunesien begann, was wir heute als den „Arabischen Frühling“ bezeichnen. Aktivisten setzen soziale Netzwerke, Blogs und weitere digitale Instrumente ein um Informationen zu verbreiten, sich zu organisieren und eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen.

Eine der maßgeblichen Aktivisten während der Revolution war Lina Ben Mhenni, die in ihrem (mit dem BoB ausgezeichneten) Blog A Tunesian Girl über die Repressalien der Sicherheitskräfte und verschwundene Aktivisten schreibt.

Nun hat sie ihre Erfahrungen in einem Buch niedergeschrieben und verbindet dies mit einem Aufruf, der weit über Tunesien hinaus Aufmerksamkeit findet:

Ich will dass die Welt sich verändert.
Sie wird sich aber nur verändern, wenn die Wahrheit verbreitet wird, wenn wir uns vernetzen.

Die tunesische Revolution bestand nicht aus Online-Aktivismus alleine. Tausende Menschen gingen auf die Straße und verschafften ihren Anliegen Gehör. Das Zusammenspiel aus Online und Offline jedoch war es, dass der Revolution Antrieb gab und dezentrale Organisation ermöglichte. Da werden Schweigeminuten per SMS verabredet, zu Flashmobs aufgerufen, Verhaftungen von Aktivisten in Blogs angeprangert, dienen soziale Netzwerke als Plattform zur Selbstorganisation, Offline-Aktionen stets mit Fotos und Videos im Internet dokumentiert und vieles mehr. Von Ben Mhenni erfahren wir, wie diese Instrumente eingesetzt wurden, selbst wenn die Gefahr für die beteiligten Personen nicht unerheblich war.

Es ist auch die persönliche Geschichte der Autorin, die fasziniert. Gestählt durch das Überstehen der Niereninsuffizienz, geheilt durch eine Nierentransplantation, nahm sie später an den Weltspielen der Organtransplantierten teil und gewann Silbermedaillen. In Konflikten mit dem Staat und seinen Vertretern besteht setzt sie sich für ihre Ideale ein.

Für eine Streitschrift, wie der Verlag das Buch Ben Mhennis bezeichnet, führt die Autorin zu wenig Diskussionen und Gesellschaftskritik an. Vielmehr handelt es sich um einen sehr lesenswerten und persönlichen Erfahrungsbericht einer der maßgeblichen Internet-Aktivisten, die zum Sturz des tunesischen Diktators Ben Ali beigetragen haben.

Im Fazit stimme ich mit Tobias Tauch überein: Wer Teile der tunesischen Revolution nacherleben möchte und damit den Beginn des Aarabischen Frühlings verstehen möchte, dem sei das Buch „Vernetzt Euch!“ absolut zu empfehlen.

Symposium „Learning from Fukushima“

Wie entsteht in Zeiten der Krise eine kritische Öffentlichkeit? Wie können wir, die Bürgerinnen und Bürger, Einfluss nehmen? Welche Rolle spielt dabei das Internet?

Diesen Fragen geht das Symposium „Learning from Fukushima“ der Berliner Gazette am 29. Oktober in Berlin nach. Wir freuen uns diese Veranstaltung als Partner zu unterstützen. Der Eintritt ist frei. Um Räume und Ausstattung optimal vorbereiten zu können, wird um Anmeldung per Facebook gebeten.

Das international besetzte Symposium richtet sich an JournalistInnen traditioneller Medienhäuser und Menschen, die heute die neuen ‘PartnerInnen’ der JournalistInnen sind: NutzerInnen von sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter ebenso wie BloggerInnen, Netz-AktivistInnen und EntwicklerInnen.

Weitere Informationen bei der Berliner Gazette. Empfohlen sei auch das Dossier Fukushima der Berliner Gazette Redaktion.

ARD/ZDF-Onlinestudie 2011

Die ARD/ZDF-Onlinestudie ist eine der wenigen frei verfügbaren Studien, die den Zugang zum Internet und das Nutzungsverhalten der Deutschen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren vergleichbar untersucht.

Grundlage der Studie ist eine national repräsentative Stichprobe nach Geschlecht, Alter, Bildung und Bundesland für die Grundgesamtheit aller bundesdeutschen Erwachsenen ab 14 Jahren. Die Interviews wurden mittels einer computergestützen Telefonbefragung erhoben.

Im Folgenden einige der Ergebnisse zusammengefasst:

  • Mit 51,7 Millionen Internetnutzer in Deutschland sind fast drei Viertel der Bevölkerung (73,3%) mindestens gelegentlich online.
  • Die Genderlücke ist um 2,2 % gesunken. Heute sind 78,3% der männlichen und 68,5% der weiblichen Bevölkerung online.
  • Erstmals wurde ein leichter Rückgang in der Internetnutzung in der Altersgruppe der 20-29 Jährigen festgestellt. Der Anteil sank leicht von 98,4% auf 98,2%.
  • Ein deutlicher Zuwachs in der Internetnutzung fand in den Altersgruppen der 40-49 Jährigen (von 81,9% auf 90,7%) und den über 60 Jährigen (28,2% auf 34,5%) statt.
  • Ein großer Zuwachs (von 13% auf 20%) ist bei der mobilen Nutzung festzustellen. Bei den 20-29 Jährigen nutzen bereits 34% einen mobilen Zugang zum Internet.
  • Insgesamt verweilten alle Onliner 137 Minuten am Tag im Netz. Damit veränderte sich die tägliche Nutzungszeit seit 2003 (138 Minuten) nicht. Unterschiede findet man eher bei Frauen (123 Minuten) und Männer (150 Minuten), sowie beim Alter: 14-29 Jahre (169 Minuten) und über 50 Jahre (103 Minuten).
  • Lieblingsanwendungen im Netz bei den Deutschen sind: Suchmaschienen (83%), E-Mails (80%), Onlinecommunitys (36%), Homebanking (32%), Instant Messaging (25%) und Chats (21%) sowie Datei-Downloads (17%), Onlinespiele (17%), Kartenfunktionen (15%) und Internet-Radio (13%).
  • Wichtigster genutzter Inhalt im Netz sind Nachrichten (61%), gefolgt von Serviceinformationen wie Wetter und Verkehr (46%), Regionalinformationen 45%, Informationen zu Beruf und Ausbildung (45%) sowie Veranstaltungstipps (44%)
  • Interessant wird es bei der Nutzung, oder besser Nicht-Nutzung, von Web2.0-Angeboten: So haben 30% der deutschen Onliner noch nie die Wikipedia aufgerufen, 42% nie Videoportale genutzt. Auch private (58%) und berufliche Netzwerke (94%) wurden von der Mehrheit noch für sich selbst in Anspruch genommen. Der größte Nicht-Nutzung erfahren in diesem Bereich Blogs (93%) und Twitter (97%).

Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2011 sind unter www.ard-zdf-onlinestudie.de abrufbar. Ebenfalls dort finden Sie zum Vergleich die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudien seit dem Jahr 1997.

Seminarzentrum Göttingen: Social Media Marketing

Im Rahmen der beruflichen Bildung führt das Seminarzentrum Göttingen in Berlin ein praxisnahes 7-monatiges Kompakttraining Social Marketing: Fundraising und Sponsoring durch.

Vergangene Woche gestalteten Markus Winkler und Jörg Eisfeld-Reschke einen dreitägigen Input zum Themenbereich Online Marketing und Social Media Marketing. Der Foliensatz ist auf slideshare verfügbar.

Social Media „Who is Who“ für den nicht-kommerziellen Bereich

Welche gemeinnützige Organisation ist am erfolgreichsten in sozialen Netzwerken? Welche Partei und welcher Politiker hat die meisten Anhänger im Web 2.0? Wie stellen sich Kultureinrichtungen und Verwaltung auf Facebook, Twitter und Co. dar? Auf diese und mehr Fragen will die neu gegründete kostenlose Plattform Pluragraph.de Antworten geben.

Pluragraph.de bietet Social Media Rankings für über 100 Kategorien aus dem gemeinnützigen Sektor, Politik, Kultur und Verwaltung. Für jede einzelne Organisation ist es dabei möglich, die zeitliche Entwicklung der Profile tagesaktuell zu verfolgen.

Der Fokus liegt hierbei nicht nur auf einer Plattform. Das Ranking wird aus den Followerzahlen von Facebook, Twitter und Google+ berechnet. Zusätzlich sind YouTube und Flickr in den Graphen integriert.

Studienrückblick Q2/2011

Zum Studienrückblick des 1. Quartal 2011 gelangen Sie hier.
Zum Studienrückblick des Jahres 2010 gelangen Sie hier.
Zum Vortrag „Der digitale Mensch“ und den dazugehörigen Folien gelangen Sie hier.

Hier ein Überblick über die wichtigsten Studien des zweiten Quartals 2011 zur Online-Kommunikation. Die Studien sind in folgende Bereiche sortiert:

  • Demographie
  • Infrastruktur
  • Politik
  • Jugend
  • Finanzierung
  • Nutzungsverhalten
  • Mobile
  • Unternehmen
  • Journalismus
  • Weitere interessante Studien
  • Lesenswerte Leitfäden

Es handelt sich um eine Auswahl relevanter Studien und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Kriterien für die Selektion sind unter anderem Methodik, Verbreitung und Neuigkeitswert. Über Hinweise zu weiteren Studien freuen wir uns in den Kommentaren. Continue reading „Studienrückblick Q2/2011“

Management von Online-Volunteers

Das Internet ist ein wichtiges Instrument für das moderne Freiwilligen-Management. Hier findet die Kommunikation zwischen einer Nonprofit-Organisation und den Freiwilligen sowie die Kommunikation unter den Freiwilligen statt. Dabei ersetzt Ihre Online-Kommunikation in der Regel nicht die anderen Kommunikationskanäle, wie das persönliche Gespräch oder das Telefonat.

Cover des Handbuch "Management von Online-Volunteers"Formen des freiwilligen Engagements, die hauptsächlich über das Internet stattfinden, beispielsweise am heimischen Computer, vom Arbeitsrechner aus oder mobil per Handy, werden als Online-Volunteering bezeichnet. Online-Volunteering an sich ist keine neue Entwicklung. Bereits in den siebziger Jahren setzte das Project Gutenberg Online-Freiwillige ein um Archiv freier Bücher im Internet zugänglich zu machen Es hat zum Ziel Kultur zu digitalisieren und zu archivieren. Der Fokus des 1971 gegründeten Projekts liegt auf Literatur des westlichen Kulturraums.

Mittels Online-Volunteering können neue Zielgruppen erschlossen werden: auch jene potentiell Engagierten, die an an ihr Zuhause gebunden sind oder in größerer räumlicher Entfernung wohnen. In Deutschland hat Online-Volunteering noch keine große Verbreitung im Bereich der Nonprofit-Organisationen erlebt. Das Potential von Online-Engagement wird leider noch nicht umfassend wahrgenommen. Die Akademie für Ehrenamtlichkeit legt nun ein Handbuch „Management von Online-Volunteers“ vor, welches Nonprofit-Organisationen dabei unterstützt Online-Volunteering in ihr Freiwilligen-Management einzubinden und zu professionalisieren.

Thomas Kegel, Leiter der Akademie für Ehrenamtlichkeit zeigt in seinem Vorwort auf, für welche der Engagementförderung das Themenfeld Online-Volunteering besonders interessant ist:

  • Menschen, die wenig Zeit für ein Engagement vor Ort haben
  • Menschen, die ihre Engagementzeiten sehr genau einteilen wollen
  • Menschen, die andernorts wohnen und sich für eine weiter entfernte Organisation einsetzen wollen
  • Menschen mit Behinderungen – diese können auch bei sehr eingeschränkter Mobilität sich mittels Internet für die Belange anderer einsetzen und ihr Recht auf freiwilliges Engagement wahrnehmen

Die Autoren Hannes Jähnert und Lisa Dittrich räumen mit Mythen über Online-Freiwilligenarbeit auf. Es ist nicht so, dass sich Online-Engagierte notwendigerweise weit entfernt von einer Organisation aufhalten, sind nicht nur junge Nerds oder wohlhabende Menschen und engagieren sich nicht ausschließlich über das Internet.

Das Handbuch gibt Ratschläge und Hinweise zur Definition von Aufgabenbereichen und führt vier Kriterien auf, die für gute organisatorische Voraussetzungen erfüllt sein sollten: Offenheit, Transparenz, Responsivität und Integrationsfähigkeit. Anhand von drei Beispielen (u.a. Frankfurt gestalten) der Rahmen und die Erfolgsfaktoren analysiert.

Es finden sich konkrete Hinweise dazu, wie ein Engagementangebot beschrieben und bekannt gemacht werden soll. Zu diesem Zweck führen die Autoren entsprechende Instrumente und Plattformen auf. Ein ergänzendes Kapitel zum barrierefreien Online-Engagement rundet das Handbuch ab. Es weist auf die notwendigen Voraussetzungen hin, die gegeben sein müssen, um auch solche Engagierte einzubinden, die auf den Computer als Informations- und Kommunikationstechnik angewiesen sind.

Kritisch anzumerken ist, dass die Diskussion über das Monitoring und Ergebnismessung im Online-Volunteering nur kurz eingegangen wird. Die ethische Diskussion über den Wert von Freiwilligenarbeit, den Beitrag zur Zielerreichung und den Stellenwert von Freiwilligen in einer Organisation werden nur kurz gestreift. Der kleine Exkurs zu rechtlichen Rahmenbedingungen für Online-Volunteering zeigt Problembereiche auf, lässt jedoch praxisnahe Empfehlungen zur erfolgreichen Anwendung vermissen.

Insgesamt bietet das Handbuch „Management von Online-Volunteers“ einen guten Einstieg in die internetbasierte Ergänzung des Freiwilligen-Managements. Die Autoren haben eine verständliche Sprache gefunden um sowohl die Voraussetzungen als auch die Erfolgsfaktoren und das das Handwerkszeug für Online-Volunteering zu vermitteln.

Das Handbuch ist für eine Schutzgebühr in Höhe von 10€ (zzgl. Portokosten) bei der Akademie für Ehrenamtlichkeit erhältlich.

Weitere Rezensionen zum Handbuch sind hier verlinkt.

Livestream zur Podiumsdikussion „BÜRGER HACKER“

Goethe Institut MoskauDas Moskauer Goethe Institut organisiert  heute Abend ab 18:00 Uhr eine Podiumsdiskussion „BÜRGER HACKER“ um mit Medienexperten und Netzaktivisten aus Russland und Deutschland über die Grundlagen und Instrumente von Bürgerbeteiligung und ziviler Kontrolle im digitalen Zeitalter zu sprechen. Bei der Podiumsdiskussion wird es um die Frage gehen, welche Instrumente den Menschen in der demokratischen Informationsgesellschaft zur Verfügung stehen, um sich als aktive Bürger einbringen und zivile Kontrolle ausüben zu können. Nicht zuletzt seit den Skandalen um Wikileaks fällt auf den Begriff des „Hackers“ ein neues Licht. Die Forderung eines unbegrenzten und vollständigen Zugangs zu Computern und zu dem, was den Menschen hilft „zu verstehen, wie diese Welt funktioniert“, oder die Forderung eines freien und kostenlosen Zugangs zu jeder gesellschaftlich relevanten Information für alle – diese Prinzipien der in den 1980er Jahren entworfenen Hackerethik können heute die Prinzipien eines jeden mündigen Bürgers sein.

Aber muss man Informatiker sein, damit das demokratische Instrument der zivilen Kontrolle im digitalen Zeitalter funktionieren kann? Gibt es Grenzen für einen transparenten Umgang mit gesellschaftlich relevanten Daten? Und wer trägt die Verantwortung für die Folgen der Veröffentlichung geheimer Informationen?

Teilnehmer der Diskussion:

  • Constanze Kurz, ehrenamtliche Sprecherin des Chaos Computer Clubs
  • Mercedes Bunz, Journalistin
  • Michail Fischman, Journalist
  • Alexei Ostroucho, IT-Spezialist und Betreiber einer Plattform für Musikstreaming und -downloads
  • Iwan Begtin, Generaldirekt des Labors für intellektuelle Datenanalyse

Das Goethe Institut hat ein Dossier mit Hintergrundinformationen zur Digitalen Gesellschaft zusammengestellt. Der Hashtag zur Veranstaltung lautet #dustop

Livestream:


Podiumsdiskussion „BÜRGER HACKER“

Goethe Institut MoskauZu den Prinzipien einer demokratischen Informationsgesellschaft gehört heute der freie und kostenlose Zugang zu gesellschaftlich relevanten Informationen. Das Moskauer Goethe Institut organisiert kommenden Mittwoch (18:00 Uhr) eine Podiumsdiskussion „BÜRGER HACKER“ um mit Medienexperten und Netzaktivisten aus Russland und Deutschland über die Grundlagen und Instrumente von Bürgerbeteiligung und ziviler Kontrolle im digitalen Zeitalter zu sprechen. Das Goethe Institut hat ein Dossier mit Hintergrundinformationen zur Digitalen Gesellschaft zusammengestellt.

Teilnehmer der Diskussion:

  • Constanze Kurz, ehrenamtliche Sprecherin des Chaos Computer Clubs
  • Mercedes Bunz, Journalistin
  • Michail Fischman, Journalist
  • Alexei Ostroucho, IT-Spezialist und Betreiber einer Plattform für Musikstreaming und -downloads
  • Iwan Begtin, Generaldirekt des Labors für intellektuelle Datenanalyse

Der Livestream zur Podiumsdiskussion ist am kommenden Mittwoch ab 18:00 Uhr in unserem Blog verfügbar. Der Hashtag zur Veranstaltung lautet #dustop

Ergebnisse des (N)Onliner-Atlases 2011

Am 7. Juli 2011 wurde in Berlin der neue (N)Onliner-Atlas 2011 vorgestellt. Seit 2001 hat die Initiative D21 untersucht, wie das Internet in Deutschland genutzt wird. Die Studie mit dem sperrigen Namen gilt als Referenzpunkt für die Online-Forschung in Deutschland.

Die wichtigsten Ergebnisse:

74.7 Prozent der Deutschen sind online, 2,7% mehr als 2010. Nach wie vor gibt es aber einen harten Kern von Menschen, die nicht in absehbarer Zukunft planen, sich einen Internetzugang zuzulegen.

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland auf Platz 7 – die skandinavischen Länder sind wesentlich weiter.

Der Anteil von Frauen wächst stärker als der von Männer, aber das liegt daran, dass die Männer mit 80,7% noch einen kleinen Vorsprung vor den Frauen mit 68,9% haben.

Der größte Zuwachs gibt es bei der Altersgruppe 50+, hier sind mittlerweile 52,5% online. Die Bevölkerunggruppe mit formal einfacher Bildung wächst am stärksten, mittlerweile sind mehr als 60% dieser Bevölkerungsgruppe online.

Der Anteil der Breitbandnutzer nimmt zu, dies ist einer der wesentlichen Erklärungsfaktor für das Wachstum der Internetnutzung insgesamt.

Die Onliner-Schere zwischen Ost- und West schließt sich wieder. Bremen und Berlin sind die Bundesländer mit den meisten Onlinern auf die Bevölkerung gesehen. Saarland und Sachsen-Anhalt sind die Schlusslichter.

Interessant ist, dass die Anzahl der sogenannten Nutzungsplaner, also die Mischgruppe zwischen On- und Offline kontinuierlich zurückgegangen ist – von 10,4% bis 3,3% in den Jahren 2001-2011.

Ein großes Problem ist nach wie vor die ökonomische Schere der Internetnutzung. Während bei Haushalten mit einem monatlichen Einkommen unter 1000 Euro nur 53% regelmäßig online sind, so sind es bei den Einkommen über 3000 Euro monatlich 92%.

ARD/ZDF-Onlinestudie 2011

Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2011 wurde bereits in Teilen (Angaben zur Onlinenutzung) veröffentlicht. Im Folgenden einige der Ergebnisse zusammengefasst:
  • Mit 51,7 Millionen Internetnutzer in Deutschland sind fast drei Viertel der Bevölkerung (73,3%) mindestens gelegentlich online.
  • Die Genderlücke ist um 2,2 % gesunken. Heute sind 78,3% der männlichen und 68,5% der weiblichen Bevölkerung online.
  • Erstmals wurde ein leichter Rückgang in der Internetnutzung in der Altersgruppe der 20-29 Jährigen festgestellt. Der Anteil sank leicht von 98,4% auf 98,2%.
  • Ein deutlicher Zuwachs in der Internetnutzung fand in den Altersgruppen der 40-49 Jährigen (von 81,9% auf 90,7%) und den über 60 Jährigen (28,2% auf 34,5%) statt.
Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2011 werden Anfang August in der Fachzeitschrift “Media Perspektiven” (MP 7/2011) veröffentlicht und sind dann unter www.ard-zdf-onlinestudie.de abrufbar.
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Erfolgreiche Online-Kommunikation in sozialen Medien

Das Potential und die Einsatzmöglichkeiten sozialer Medien für Unternehmen und Nonprofit-Organisationen sind vielfältig. Möchten sie auch weiterhin ihre Stakeholder, insbesondere Aktive, Ehrenamtliche und Spender erreichen, so führt an einer Präsenz in sozialen Medien kaum ein Weg vorbei.

Die untenstehende Präsentation ermöglicht einen Einblick darin, wer im Internet erreicht werden kann und für welche verschiedenen Aufgabenfelder soziale Medien eingesetzt werden können.

Wenn die Zielsetzung der Internet-Aktivitäten feststehen und man sich bereits in sozialen Medien bewegt, dann ist es hilfreich zu schauen, welche Faktoren die zielgerichtete Online-Kommunikation besonders erfolgreich machen. In der folgenden Präsentation werden 10 Erfolgsfaktoren benannt sowie drei Beispiele guter Praxis von Non-Profit-Organisationen unter die Lupe genommen.

#spanishrevolution

Die „revolutionäre und gesellschaftsverändernde Kraft des Internets“ war auf dem diesjährigen Politcamp im Bonner Bundestag ein Thema, welches sich durch viele der Panels und Workshops zog. Der Blick ging dabei stets in Richtung Ägypten, Tunesien und Syrien. Der Blick vor die europäische Haustür und hin zur sogenannten #spanishrevolution wurde kaum getan. Grund genug um eine Session zu diesem Thema anzubieten und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu diskutieren, welche Bedeutung die gesellschaftliche Bewegung des 15. Mai für Deutschland und Europa haben wird.

Nach einer Darstellung der Geschehnisse in den Städten Spaniens legte ich mit sechs Thesen eine Grundlage für die Diskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern:

  1. Bei der #spanishrevolution handelt es sich nicht um eine politische, sondern um eine gesellschaftliche Bewegung. Von Revolution kann keine Rede sein.
  2. Die Massenbewegung findet kaum Verbreitung. Weitere südeuropäische Länder werden sich mit zunächst kleinen Demonstrationen anschließen.
  3. Die Bewegung wird in den Ländern, die bislang noch nicht unter dem Rettungsschirm stehen, keinen nennenswerten Zuspruch finden.
  4. Soziale Medien und Facebook reichten nur zur niedrigschwelligen Mobilisierung am Anfang aus. Bei der Verstetigung der formalen Prozesse versagen sie.
  5. Den Protestierenden fehlt die Entschlossenheit das politische System dauerhaft und mit eigener Tatkraft zu verändern. Meckern und Fordern verändert noch nichts.
  6. Mit dem formulierten allgemeinen Vertretungsanspruch und der Sammlung an Allgemeinplätzen ist noch keine Politik gemacht. Der inhaltliche Zenit ist bereits erreicht.

Über eine kritische Diskussion hier im Blog würde ich mich freuen.

Menschenrechtsrat fordert Recht auf Zugang zum Internet und freie Meinungsäußerung im Netz

Vergangenen Freitag veröffentlichte der Sonderberichterstatter des Menschenrechtsrates einen Report (PDF, englisch) zur Förderung und zum Schutz des Rechts auf freie Meinungsäußerung.
Der Report beschäftigt sich mit den Herausforderungen für Menschen im Internet Informationen zu suchen, zu empfangen und zu vermitteln. Dabei unterstreicht der Sonderberichterstatter Frank La Rue das einzigartige und gesellschaftsverändernde Wesen des Internets für das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung und die daraus resultierenden Chancen für die Gesellschaft.
La Rue argumentiert, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte auch auf das Internet anzuwenden ist. Dies betrifft insbesondere Artikel 19:

Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Der Einschränkung der Informationsfreiheit im Internet erteilt La Rue genauso eine Absage, wie ungenügenden Standards in Sachen Datenschutz. Er geht sogar einen Schritt weiter und stuft die willkürliche Anwendung straftrechtlicher Maßnahmen gegen freie Meinungsäußerung als Menschenrechtsverletzung ein, die vergleichbar wären mit unmenschlicher Behandlung und Folter. Ebenso kritisch beurteilt er technische Maßnahmen zur Filterung von Inhalten oder den staatlichen Zugriff auf die Internet Provider.

The Special Rapporteur emphasizes that there should be as little restriction as possible to the flow of information via the Internet, except in few, exceptional, and limited circumstances prescribed by international human rights law. He also stresses that the full guarantee of the right to freedom of expression must be the norm, and any limitation considered as an exception, and that this principle should never be reversed.

Zusammenfassend fordert der Sonderberichterstatter, dass der freie Informationsfluss im Internet und das Recht auf freie Meinungsäußerung immer gewährleistet sein müssen. Ausnahmen bilden nur Umstände, die einen Verstoß gegen das internationales Menschenrecht darstellen. An konkreten Maßnahmen fordert er unter anderem:

  1. Die Mitglieder der Vereinten Nationen sollen den uneingeschränkten Zugang zum Internet und die freie Meinungsäußerung im nationalen Recht verankern.
  2. Maßgaben zur Filterung und zum Blocken von Inhalten verlangen höchsten Anspruch an Transparenz und dürfen nur von einer Justizbehörde erlassen werden, die vor politischer, wirtschaftlicher und ungerechtfertigter Einflussnahme geschützt ist. Die einzige Ausnahme als gerechtfertigte Maßgabe zur Filterung oder zum Blocke von Inhalten stellt Kinderpornographie dar.
  3. Die zunehmende Kriminalisierung von freier Meinungsäußerung im Internet ist illegitim und soll zurückgenommen werden.
  4. Die Verweigerung oder das Blocken des Internetzugangs für einzelen Personen ist – gleichgültig aus welchen juristischen Gründen – eine nicht hinzunehmende Menschenrechtsverletzung.
  5. Staaten werden aufgefordert die Möglichkeit zur relativen Anonymität im Internet zu erhalten und Echt-Namen-Registrierung zu unterlassen.
  6. Das Internet ist ein unverzichtbares Instrument zur Erfüllung der Menschenrechte. Aus diesem Grund müssen Staaten dafür Sorge tragen, dass jeder Mensch Zugang zum Internet hat.

Der Report des Sonderberichterstatters erfolgt an den UN-Menschenrechtsrat. Dort kann der Report angenommen und an den Sicherheitsrat weitergeleitet werden. Daraus entsteht zunächst aber keine völkerrechtliche Bindungswirkung.

Crowdfunding – Wer investiert warum, wie viel und in welche Projekte?

kosom ist  Partner der co:funding, einer Subkonferenz der re:publica, die sich am 15. April mit den Möglichkeiten von Crowdfunding in der Kreativ- und Kulturwirtschaft beschäftigte. Die Eröffnungs-Keynote zu „Crowfunding – Wer investiert warum, wie viel und in welche Projekte?“ hielt Jörg Eisfeld-Reschke von ikosom:

Der verwendete Foliensatz ist ebenfalls in leicht abgewandelter Form online verfügbar:

Zur co:funding ist eine Broschüre erschienen, welche hier bestellt werden kann. Die erwähnte erste deutsche Crowdfunding-Studie erscheint voraussichtlich Ende Mai.

Das Auswärtige Amt wagt erste Schritte in Richtung sozialer Medien: @AuswaertigesAmt

Die Pressestelle des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland ist nun mit dem Account @AuswaertigesAmt auf Twitter vertreten, wie uns telefonisch durch die Pressestelle bestätigt wurde.

Der Account wurde bereits am 28. März diesen Jahres registriert. Seit dem 3. Mai werden dort Hinweise auf Mittelungen von www.auswaertiges-amt.de hingewiesen sowie Appelle und Aussagen des Amtes bzw. des Außenministers veröffentlicht. Auf direkte Ansprache und Replies durch andere Twitternutzer erfolgte bislang keine öffentliche Reaktion.

Gefolgt wird unter anderem den Außenministerien von Großbritannien, USA und Frankreich sowie der Europäischen Kommission, der deutschen Vertretung bei den Vereinten Nationen sowie dem Regierungssprecher Steffen Seibert.

Zu Recht wurde von einigen Twitter-Nutzern kritisch hinterfragt, ob es sich um einen offiziellen Account handelt. Weder ist das Profil vollständig ausgefüllt (z.B. Ortsangabe), noch ist ein Hinweis auf die Autoren im Profil oder umgekehrt ein Hinweis auf den Twitter-Account auf Seiten des Auswärtigen Amtes zu finden. Die Farben und der Hintergrund des Twitter-Profils entsrechen nicht dem Corporate Design des Auswärtigen Amtes und auf eine Übernahme von Grafikelementen von der Internetseite wurde auch verzichtet.

Als Grund für die bislang fehlende Verifizierung auf den Seiten des Auswärtigen Amtes wird angegeben, dass man zunächst eine angemessene Grundgesamtheit an Followern erreichen möchte, bevor man mit einer Pressemitteilung und der Verlinkung auf der eigenen Internetseite beginnt.

International beispielgebend für die behördliche Kommunikation ist das Foreign and Commonwealth Office in London. Die Briten haben bereits vor über drei Jahren mit der Kommunikation auf Twitter begonnen und ihre gesamte Online-Kommunikation strategisch aufgestellt. So findet auf der zentralen Übersichtseite Social Media auch die Social Media Policy (für die behördliche Kommunikation) und die Social Media Guidance (für die persönliche Kommunikation) öffentlich zugänglich.

Update: Mittlerweile hat die Pressestelle des Auswärtigen Amtes reagiert und auf vereinzelte Twitter-Nachrichten öffentlich geantwortet. Zudem hat @RegSprecher auf den Twitter-Account der Außenpolitik-Kollegen hingewiesen.

Studienrückblick Q1/2011

Hier ein Überblick über die wichtigsten Studien des ersten Quartals 2011 zur Online-Kommunikation. Die Studien sind in folgende Bereiche sortiert:

  • Demographie
  • Infrastruktur
  • Jugend
  • eCommerce
  • Nutzungsverhalten
  • Unternehmen

Es handelt sich um eine Auswahl relevanter Studien und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Kriterien für die Selektion sind unter anderem Methodik, Verbreitung und Neuigkeitswert. Über Hinweise zu weiteren Studien freuen wir uns in den Kommentaren.

Am Donnerstag, den 14. April, werden Lisa Peyer und Markus Winkler auf der re:publica einen Überblick über die relevanten Studien aus den Jahren 2010 und dem ersten Quartal 2011 geben. Wir freuen uns Sie um 16 Uhr im Workshopraum 1 der Kalkscheune zum Vortrag „Was macht eigentlich der digitale Mensch?“ begrüßen.

Demographie

AGOF internet facts IV/2010
Laut der internet facts waren im vierten Quartal 2010 73,4% der deutschsprachigen Wohnbevölkerung im Internet aktiv. Die Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen ist mit 95% nahezu komplett online anzutreffen, bei den 40- bis 49-Jährigen sind es bereits 86%. Die 50- bis 59-Jährigen haben mit 73% ordentlich aufgeschlossen und bei den über 60-Jährigen sind bereits 36% online.

Infrastruktur

BITKOM: Handy-Surfer
Eine repräsentative Befragung im Auftrag des BITKOM Branchenverbandes hat ergeben, dass sich der Anteil der Deutschen, die mit einem Mobiltelefon im Internet surfen, innerhalb eines Jahres auf 18% (9 Millionen) verdoppelt hat. Frauen nutzen dabei den mobilen Handyzugang zum Internet mit 20% etwas stärker als Männer (16%).

Congstar: Mobiles Internet
Laut einer Befragung durch TNS Emnid-Umfrage sind 22% der deutschen Internetnutzer im Alter von 14 bis 59 Jahren mobil online. Demnach nutzen in dieser Altersspanne 28% der Männer, aber nur 16% der Frauen das Internet via Mobiltelefon. Weitere Gender-Unterschiede wurden in der Nutzung festgestellt: 28% der Männer (und nur 14% der Frauen) sind auch auf dem stillen Örtchen online. 16% aller Frauen nutzen das mobile Internet beim Frisör.

Jugend

KIM-Studie 2010
Kinder zwischen sechs und 14 Jahren können in Deutschland eine umfangreiche Mediennutzung erfahren: 89% von ihnen haben einen zu Hause einen Internetanschluss, 15% einen eigenen Computer und fast jedes zweite ein Mobiltelefon. Das Fernsehen ist das zentrale Medium für die Kinder und die beliebteste Freizeitbeschäftigung. Im Unterricht jedoch findet der Computer außerhalb von computerbezogenen Fächern wir Informatik nur sporadisch Berücksichtigung.

BITKOM: Jugend 2.0
98% der Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren nutzen regelmäßig das Internet, die meisten täglich. Bereits 43% der Jugendlichen haben online bereits negative Erfahrungen gemacht und bereits 16% der Mädchen wurden online sexuell belästigt, dabei 10% von Erwachsenen. Bei der aktiven Nutzung sozialer Netzwerke sind die Mädchen mit 82% gegenüber den Jungs mit 64% deutlich voraus.

Nielsen: Jugendliche im mobilen Web
Die Bedeutung des mobilen Internet für Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren stand im Fokus einer Studie von Nielsen. Unterrepräsentiert ist die mobile Internetnutzung in China (29%), Deutschland (29%) und den USA (33%), wohingegen die Nutzung in Großbritannien (36%) und Spanien (38%) stärker ausgeprägt ist. Email scheint auf dem Mobiltelefon nur eine untergeordnete Funktion: Text-Messaging ist die vorrangige Nutzung der Mobiltelefone. Eine vollständige Tastatur sei für 43% der Befragten das wichtigste Kriterium beim Kauf eines neuen Geräts.
[via @wk_stueber]

eCommerce

BVH: Online-Handel in sozialen Netzwerken
Einer Befragung der TNS Infratest im Auftrag des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels hat ergeben, dass die Wahrnehmung von Online-Handel über soziale Netzwerke vor allem von den jüngeren Altersgruppen, nämlich den 14- bis 29-Jährigen (37%) und 30- bis 39-Jährigen (34%) wahrgenommen wird.

BVH: Elektronische Bezahlsysteme nehmen stark zu
Der größte Teil (40%) der deutschen Kunden im Online-Handel nutzen den Kauf auf Rechnung als häufigsten Bezahlweg. Die Nutzung elektronische Bezahlsysteme hat deutlich zugenommen: Bereits 26% der Deutschen nutzen Dienste wie PayPal und Click&Buy. 15% der Befragten bezahlen mit Kreditkarte. Zu diesen Ergebnissen kam im Januar 2011 eine repräsentative Online-Befragung von 1.100 Personen zwischen 18 und 69 Jahren.

Google: Online vergleichen und offline kaufen
Eine von Google durchgeführte Studie belegt den Einfluss des Internets auf die Kaufentscheidungen der Menschen. Demnach recherchieren und vergleichen 56% der Internetnutzer online, bevor sie ein Produkt kaufen. Immerhin 38% derjenigen, die ein Produkt offline erwerben, haben sich vorher online informiert.

Checkout: Einkaufsverhalten der jungen Generation
Traditionelle Online-Einkaufssegmente wie Elektronik, Bekleidung und Bücher gehören zu den beliebtesten Einkaufszielen junger Internetnutzer. Die amerikanische Studie weist darauf hin, dass 73% der Online-Einkäufer online nicht mehr sondern anders einkaufen. Interessant auch, dass verheiratete Personen gegenüber Singles mit 58% häufiger Lebensmittel im Internet einkaufen.

Adgregate: Facebook-Commerce
Eine Adgregate-Studie unterstreicht das Potential von Facebook im eCommerce. Herausgefunden haben die Amerikaner dabei, dass Facebook-Shops eine nahezu gleiche Conversion-Rate wie traditionelle Online-Shops erreichen.

Nutzungsverhalten

Nielsen NetView
Den aktuellen Nielsen-Zahlen aus dem Februar 2011 zufolge verbringen die 45,2 Millionen aktiven Internetnutzer durchschnittlich fast 23 Stunden im Monat online. Internationale Dienste von Google, Facebook, Microsoft und Ebay sind dabei die am häufigsten besuchten Internetseiten. Erst weit dahinter rangieren deutsche Anbieter wie T-Online und RTL.

PwC: Piraterie bei Online-Inhalten
81% derjenigen, die bisher TV- und Videoinhalte online unerlaubt aneignen, werden dies auch bei steigender Gefahr strafrechtlicher Verfolgung und Infektion mit Computerviren fortsetzen. Die Ergebnisse der moderierten Gruppendiskussion mit Teilnehmern zwischen 18 und 59 Jahren ergab auch, dass 83% der Teilnehmer zu Micropayment-Zahlungen für die Inhalte bereit wären, wenn diese bereits kurz nach der Erstveröffentlichung zur Verfügung stünden.

Web 2.0-Kompendium
Der Studie des Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß Consulting zufolge, sind Blogs ein wichtiger Informationsort für Internetnutzer. Jeder zweite besucht persönliche oder fachliche Blogs. Bereits jeder sechste Internetnutzer in Deutschland veröffentlicht oder aktualisiert mindestens einmal im Monat selbst einen Blog-Beitrag.

IT-Gipfel: Offen für die Zukunft
Die Langzeituntersuchung „Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien“ des Nationalen IT-Gipfels stellt fest, dass das Internet ein wesentlicher Wachstumsbeschleuniger und Innovationstreiber auch für Branchen wie Automobilbau, Energie und Gesundheitssektor ist. Das deutsche Panel nimmt an, dass der Anteil der „bewussten Nicht-Nutzer“ bis 2015 stark abnehmen (32%) oder schwach abnehmen (43%) wird. Für den Aufbau von Internetkompetenz bei Schülern werden zu 65% die Lehrerinnen und Lehrer und nur zu 10% die Eltern in der Verantwortung gesehen.

Nokia Siemens Datenschutzstudie
Einer im vergangenen Jahr durchgeführte Studie mit 5.000 Personen in fünf europäischen Ländern hat ergeben, dass das Bewusstsein für die Nutzung und den Missbrauch persönlicher Daten durch Dritte gestiegen ist. 80% der deutschen Befragten gaben an, dass das Thema Datenschutz für sie sehr wichtig sei. Im Vergleich zu den Nachbarländern Frankreich, Spanien und Niederlanden am wenigsten kritisch. Am sensibelsten betrachten die Deutschen die Daten zu Kreditkartennummern (94%), Kreditwürdigkeit (90%) und persönliche Fotos (88%).

PWC: Die Zukunft der eBooks
Eine internationale Vergleichsstudie von PricewaterhouseCoopers hat im internationalen und europäischen Vergleich deutliche Unterschiede bei der Verbreitung elektronischen Lesens, der Zahlungsbereitschaft und Leseverhalten aufgezeigt. Beim Besitz von elektronischen Lesegeräten liegt Deutschland mit 2% immerhin im europäischen Mittelfeld. Für Deutschland ergab die Studie, dass zwei Drittel der Befragten nicht bereit sind mehr als einhundert Euro für ein Lesegerät auszugeben. 82% der Befragten wären nicht bereit für ein eBook (Druckpreis 10 Euro) mehr als sechs Euro auszugeben und 46% würden sogar nur vier Euro zahlen.

Unternehmen

McKinsey: Web2.0 findet seinen Zahltag
Je mehr Medien ein Unternehmen einsetzt und je tiefer die Integration stattfindet, desto größer ist der Nutzen, den Unternehmen aus sozialen Medien für sich ziehen können. Zu dem Ergebnis kommt die Erhebung von McKinsey, welche 3249 Unternehmen umfasst. Bei fast einem Fünftel der Unternehmen haben sich die Wettbewerbsvorteile in steigenden Umsätzen niedergeschlagen. Zudem wurde eine Korrelation der internen und externen Nutzung sozialer Medien hinsichtlich des wirtschaftlichen Zusatznutzens festgestellt.
[via netzoekonom]

Mobile Trend Effects
28% der im Rahmen der Tomorrow-Focus-Studie befragten Handy-Besitzer nutzen bereits heute das mobile Internet und ein weiteres Dritten denkt darüber nach damit im Jahr 2011 anzufangen. Die allgemeine Zahlungsbereitschaft für Applikation ist gegenüber dem Vorjahr auf 26,6% gesunken. Bei den iPad-Benutzern sieht es besser aus: 73,9% von ihnen sind grundsätzlich bereit für journalistische Inhalte zu zahlen. 13,5% der iPad-Nutzer würden sogar mehr als 10 Euro monatlich dafür ausgeben.

BITKOM: Internetnutzung am Arbeitsplatz
Laut Angaben von Eurostat verwenden 49% der deutschen Arbeitnehmer in ihrer täglichen Arbeit das Internet. Die Intensität hängt stark von der Branche ab. So sind es erwartungsgemäß in der Medienbranche 94% und in der Baubranche lediglich 28% der Arbeitnehmer. Beim Vergleich mit den anderen europäischen Ländern liegt Deutschladn auf Platz acht beim Interneteinsatz im Job.

RESULT: Facebook-Seiten von Unternehmen helfen nicht unbedingt für Kaufentscheidung

Die Kölner Marktforschungsfirma Result hatte in einer Studie die Konsumeneinstellung von Facebook-Nutzern zur Marke Veltins untersucht.  Dabei kam heraus, dass die Facebook-Seite der Brauerei zwar die Modernität der Marke bestärkte, aber nichts an der Kaufbereitschaft bzw. der Attraktivität der Marke änderte.

*

Demographie

AGOF internet facts IV/2010
Laut der internet facts waren im vierten Quartal 2010 73,4% der deutschsprachigen Wohnbevölkerung im Internet aktiv. Die Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen ist mit 95% nahezu komplett online anzutreffen, bei den 40- bis 49-Jährigen sind es bereits 86%. Die 50- bis 59-Jährigen haben mit 73% ordentlich aufgeschlossen und bei den über 60-Jährigen sind bereits 36% online.

Infrastruktur

BITKOM: Handy-Surfer
url=BITKOM_Presseinfo_Zugangsgeraete_ins_Web_21_03_2011.pdf&mode=0&b=Presse
Eine repräsentative Befragung im Auftrag des BITKOM Branchenverbandes hat ergeben,

dass sich der Anteil der Deutschen, die mit einem Mobiltelefon im Internet surfen,

innerhalb eines Jahres auf 18% (9 Millionen) verdoppelt hat. Frauen nutzen dabei

den mobilen Handyzugang zum Internet mit 20% etwas stärker als Männer (16%).
http://www.bitkom.org/60376.aspx?

Congstar: Mobiles Internet
http://www.congstar.de/uploads/tx_newsdownloads/PM_congstar_EMNID_Studie_zum_mobil

en_Internet.pdf
Laut einer Befragung durch TNS Emnid-Umfrage sind 22% der deutschen Internetnutzer

im Alter von 14 bis 59 Jahren mobil online. Demnach nutzen in dieser Altersspanne

28% der Männer, aber nur 16% der Frauen das Internet via Mobiltelefon. Weitere

Gender-Unterschiede wurden in der Nutzung festgestellt:
28& der Männer (und nur 14 Prozent der Frauen) sind auch auf dem stillen Örtchen

online. 16 Prozent aller Frauen nutzen das mobile Internet beim Frisör.

* Beruf
BITKOM: Internetnutzung am Arbeitsplatz
http://www.bitkom.org/60376.aspx?

url=BIT_Internet_Arbeit_Download.jpg&mode=0&b=Presse
Laut Angaben von Eurostat verwenden 49% der deutschen Arbeitnehmer in ihrer

täglichen Arbeit das Internet. Die Intensität hängt stark von der Branche ab. So

sind es erwartungsgemäß in der Medienbranche 94% und in der Baubranche lediglich

28% der Arbeitnehmer. Beim Vergleich mit den anderen europäischen Ländern liegt

Deutschladn auf Platz acht beim Interneteinsatz im Job.

* Jugend
KIM-Studie 2010
http://www.mpfs.de/fileadmin/KIM-pdf10/KIM2010.pdf
Kinder zwischen sechs und 14 Jahren können in Deutschland eine umfangreiche

Mediennutzung erfahren: 89% von ihnen haben einen zu Hause einen

Internetanschluss, 15% einen eigenen Computer und fast jedes zweite ein

Mobiltelefon. Das Fernsehen ist das zentrale Medium für die Kinder und die

beliebteste Freizeitbeschäftigung. Im Unterricht jedoch findet der Computer

außerhalb von computerbezogenen Fächern wir Informatik nur sporadisch

Berücksichtigung.

BITKOM: Jugend 2.0
http://www.bitkom.org/60376.aspx?url=BITKOM_Studie_Jugend_2.0.pdf&mode=0&b=Presse
98% der Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren nutzen regelmäßig das Internet, die

meisten täglich. Bereits 43% der Jugendlichen haben online bereits negative

Erfahrungen gemacht und bereits 16% der Mädchen wurden online sexuell belästigt,

dabei 10% von Erwachsenen. Bei der aktiven Nutzung sozialer Netzwerke sind die

Mädchen mit 82% gegenüber den Jungs mit 64% deutlich voraus.

Nielsen: Jugendliche im mobilen Web
http://www.nielsen.com/us/en/insights/reports-downloads/2010/mobile-youth-around-

the-world.html
Die Bedeutung des mobilen Internet für Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren

stand im Fokus einer Studie von Nielsen. Unterrepräsentiert ist die mobile

Internetnutzung in China (29%), Deutschland (29%) und den USA (33%), wohingegen

die Nutzung in Großbritannien (36%) und Spanien (38%) stärker ausgeprägt ist.

Email scheint auf dem Mobiltelefon nur eine untergeordnete Funktion: Text-

Messaging ist die vorrangige Nutzung der Mobiltelefone. Eine vollständige Tastatur

sei für 43% der Befragten das wichtigste Kriterium beim Kauf eines neuen Geräts.

via @wk_stueber
http://stueber.welt.de/2011/01/10/wie-jugendliche-das-mobile-web-nutzen/

* Senioren
* Politik/Governance
* eCommerce
BVH: Online-Handel in sozialen Netzwerken
http://www.versandhandel.org/index.php?eID=tx_cms_showpic&file=uploads%2Fpics

%2FSOCIAL_MEDIA.pdf&md5=7ffedeea653635f4e0ab9ea11bd809d0df795d81&parameters[0]

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Einer Befragung der TNS Infratest im Auftrag des Bundesverbandes des Deutschen

Versandhandels hat ergeben, dass die Wahrnehmung von Online-Handel über soziale

Netzwerke vor allem von den jüngeren Altersgruppen, nämlich den 14- bis 29-

Jährigen (37%) und 30- bis 39-Jährigen (34%) wahrgenommen wird.

BVH: Elektronische Bezahlsysteme nehmen stark zu
http://www.versandhandel.org/presse/pressemitteilungen/details/datum/2011/maerz/ar

tikel/bezahlmoeglichkeiten-im-interaktiven-handel-im-wandel-elektronische-

bezahlsysteme-nehmen-stark-z/
Der größte Teil (40%) der deutschen Kunden im Online-Handel nutzen den Kauf auf

Rechnung als häufigsten Bezahlweg. Die Nutzung elektronische Bezahlsysteme hat

deutlich zugenommen: Bereits 26% der Deutschen nutzen Dienste wie PayPal und

Click&Buy. 15% der Befragten bezahlen mit Kreditkarte. Zu diesen Ergebnissen kam

im Januar 2011 eine repräsentative Online-Befragung von 1.100 Personen zwischen 18

und 69 Jahren.

Google: Online vergleichen und offline kaufen
https://docs.google.com/viewer?a=v&pid=explorer&chrome=true&srcid=0B3aHCyCTg-

vqMjYzYjBmNmYtZTA4NC00NmU5LWI3MWUtMDRjNmU4ZmRkMzI5&hl=de
Eine von Google durchgeführte Studie belegt den Einfluss des Internets auf die

Kaufentscheidungen der Menschen. Demnach recherchieren und vergleichen 56% der

Internetnutzer online, bevor sie ein Produkt kaufen. Immerhin 38% derjenigen, die

ein Produkt offline erwerben, haben sich vorher online informiert.

Checkout: Einkaufsverhalten der jungen Generation
http://www.shopperculture.com/shopper_culture/2011/01/digitail-.html
Traditionelle Online-Einkaufssegmente wie Elektronik, Bekleidung und Bücher

gehören zu den beliebtesten Einkaufszielen junger Internetnutzer. Die

amerikanische Studie weist darauf hin, dass 73% der Online-Einkäufer online nicht

mehr sondern anders einkaufen. Interessant auch, dass verheiratete Personen

gegenüber Singles mit 58% häufiger Lebensmittel im Internet einkaufen.

* Nutzungsverhalten
Nielsen NetView
http://de.nielsen.com/news/NielsenPressemeldung-17.03.2011-

NielsenNetViewFeb2011.shtml
Den aktuellen Nielsen-Zahlen aus dem Februar 2011 zufolge verbringen die 45,2

Millionen aktiven Internetnutzer durchschnittlich fast 23 Stunden im Monat online.

Internationale Dienste von Google, Facebook, Microsoft und Ebay sind dabei die am

häufigsten besuchten Internetseiten. Erst weit dahinter rangieren deutsche

Anbieter wie T-Online und RTL.

PwC: Piraterie bei Online-Inhalten
http://download.pwc.com/ie/pubs/2011_discovering_behaviors_attitudes_related_to_pi

rating_content.pdf
81% derjenigen, die bisher TV- und Videoinhalte online unerlaubt aneignen, werden

dies auch bei steigender Gefahr strafrechtlicher Verfolgung und Infektion mit

Computerviren fortsetzen. Die Ergebnisse der moderierten Gruppendiskussion mit

Teilnehmern zwischen 18 und 59 Jahren ergab auch, dass 83% der Teilnehmer zu

Micropayment-Zahlungen für die Inhalte bereit wären, wenn diese bereits kurz nach

der Erstveröffentlichung zur Verfügung stünden.

Web 2.0-Kompendium:
http://www.fittkaumaass.de/services/w3breports/web_20
Der Studie des Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß Consulting zufolge, sind

Blogs ein wichtiger Informationsort für Internetnutzer. Jeder zweite besucht

persönliche oder fachliche Blogs. Bereits jeder sechste Internetnutzer in

Deutschland veröffentlicht oder aktualisiert mindestens einmal im Monat selbst

einen Blog-Beitrag.

IT-Gipfel: Offen für die Zukunft
http://www.competence-

site.de/downloads/56/c5/i_file_327863/offen_fuer_die_zukunft_offen_in_die_zukunft.

pdf
Die Langzeituntersuchung „Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und

Kommunikationstechnologien und Medien“ des Nationalen IT-Gipfels stellt fest, dass

das Internet ein wesentlicher Wachstumsbeschleuniger und Innovationstreiber auch

für Branchen wie Automobilbau, Energie und Gesundheitssektor ist. Das deutsche

Panel nimmt an, dass der Anteil der „bewussten Nicht-Nutzer“ bis 2015 stark

abnehmen (32%) oder schwach abnehmen (43%) wird. Für den Aufbau von

Internetkompetenz bei Schülern werden zu 65% die Lehrerinnen und Lehrer und nur zu

10% die Eltern in der Verantwortung gesehen.

Nokia Siemens Datenschutzstudie
http://www.initiatived21.de/aktuelles/news/europaeische-vergleichsstudie-zeigt-

deutsche-sind-weniger-sicherheitssensitiv-als-ihre-nachbarn
Einer im vergangenen Jahr durchgeführte Studie mit 5.000 Personen in fünf

europäischen Ländern hat ergeben, dass das Bewusstsein für die Nutzung und den

Missbrauch persönlicher Daten durch Dritte gestiegen ist. 80% der deutschen

Befragten gaben an, dass das Thema Datenschutz für sie sehr wichtig sei. Im

Vergleich zu den Nachbarländern Frankreich, Spanien und Niederlanden am wenigsten

kritisch. Am sensibelsten betrachten die Deutschen die Daten zu

Kreditkartennummern (94%), Kreditwürdigkeit (90%) und persönliche Fotos (88%).

PWC: Die Zukunft der eBooks
http://www.pwc.com/en_GX/gx/entertainment-media/pdf/eBooks-Trends-Developments.pdf
Eine internationale Vergleichsstudie von PricewaterhouseCoopers hat im

internationalen und europäischen Vergleich deutliche Unterschiede bei der

Verbreitung elektronischen Lesens, der Zahlungsbereitschaft und Leseverhalten

aufgezeigt. Beim Besitz von elektronischen Lesegeräten liegt Deutschland mit 2%

immerhin im europäischen Mittelfeld. Für Deutschland ergab die Studie, dass zwei

Drittel der Befragten nicht bereit sind mehr als einhundert Euro für ein Lesegerät

auszugeben. 82% der Befragten wären nicht bereit für ein eBook (Druckpreis 10

Euro) mehr als sechs Euro auszugeben und 46% würden sogar nur vier Euro zahlen.

* Digital Fundraising
* Lesenswerte Leitfäden

* Unternehmen
McKinsey: Web2.0 findet seinen Zahltag
http://www.mckinseyquarterly.com/Organization/Strategic_Organization/The_rise_of_t

he_networked_enterprise_Web_20_finds_its_payday_2716
Je mehr Medien ein Unternehmen einsetzt und je tiefer die Integration stattfindet,

desto größer ist der Nutzen, den Unternehmen aus sozialen Medien für sich ziehen

können. Zu dem Ergebnis kommt die Erhebung von McKinsey, welche 3249 Unternehmen

umfasst. Bei fast einem Fünftel der Unternehmen haben sich die Wettbewerbsvorteile

in steigenden Umsätzen niedergeschlagen. Zudem wurde eine Korrelation der internen

und externen Nutzung sozialer Medien hinsichtlich des wirtschaftlichen

Zusatznutzens festgestellt.
via netzoekonom
http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2011/01/18/social-media-

lohnt-sich-fuer-unternehmen.aspx

Mobile Trend Effects

28% der im Rahmen der Tomorrow-Focus-Studie befragten Handy-Besitzer nutzen

bereits heute das mobile Internet und ein weiteres Dritten denkt darüber nach

damit im Jahr 2011 anzufangen. Die allgemeine Zahlungsbereitschaft für Applikation

ist gegenüber dem Vorjahr auf 26,6% gesunken. Bei den iPad-Benutzern sieht es

besser aus: 73,9% von ihnen sind grundsätzlich bereit für journalistische Inhalte

zu zahlen. 13,5% der iPad-Nutzer würden sogar mehr als 10 Euro monatlich dafür

ausgeben.

Tourismusmarketing im ländlichen Raum

Die klassischen Reiseportale werden abgelöst durch die soziale Netzwerke. Für Städte und Gemeinden, gerade im ländlichen Raum, wird Social Media zum Kommunikationskanal. Eine Studie unter britischen Touristen ergab, dass die Bewertungen von anderen Reisenden wesentlich wichtiger sind als die Bewertungen von unabhängigen Dritten. Der Wunsch nach Fotos und Videos vom Urlaubsort steht dabei ganz vorne.

Die sozialen Medien wie Facebook und Twitter sowie Foto- und Video-Plattformen wie Flickr und Youtube bedienen dieses Bedürfnis. Mehr und mehr lassen sich die Menschen bei Ihren Reiseentscheidungen davon beeinflussen, welche Urlaubsfotos ihre Freunde und Bekannte hochgeladen haben. Laut einer Nielsen-Studie sind die Empfehlungen von Bekannten für 90 Prozent der Reisenden der entscheidende Faktor.

Diese neue Art, persönliche Eindrücke weiterzugeben und Informationen zu finden, ist für den Tourismus sehr wichtig, gerade im ländlichen Raum. Klassische Werbung ist teuer und hat hohe Streuverluste. Anders ist dies im Internet – die Kontaktaufnahme ist schnell und einfach. Nicht nur mit der jüngeren Generation unter 30, die nahezu komplett im Netz vertreten ist, kann so kommuniziert werden. Nach dem (N)Onliner-Atlas 2010 der Initiative D21 nutzen über 87 Prozent der 30 bis 50 Jährigen das Internet.

Continue reading „Tourismusmarketing im ländlichen Raum“

Crowdfunding-Handbuch für die co:funding

ikosom ist Partner der co:funding, einer Subkonferenz der re:publica, die sich mit den Möglichkeiten von crowdfunding in der Kreativ- und Kulturwirtschaft beschäftigt (zum Programm, zur Anmeldung).

Das Handbuch Crowdfunding kann im Publikationsverzeichnis bestellt werden.

Darüberhinaus werden wir eine Studie durchführen, welche förderliche und hemmende Rahmenbedingungen von Crowdfunding-Projekten in Deutschland untersucht. Auf der co:funding werden wir die ersten Ergebnisse präsentieren.

CCCD-Fachgespräch „Social Media für die Bürgergesellschaft“

Am 11. März veranstaltete das Centrum für Corporate Citizenship Deutschland (CCCD) ein Fachgespräch zum Thema „Social Media für die Bürgergesellschaft“ aus. Neben Inputs von Markus Beckedahl und Brigitte Reiser (ihre Dokumentation hier) wurden die Poteniale sozialer Medien zur Förderung von bürgerschaftlichen Engagement sowie förderlichen und hinderlichen Rahmenbedingungen für die Nutzung sozialer Medien diskutiert.

In den kommende Wochen werden die Diskussionsergebnisse und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen im Rahmen einer Studie des CCCD veröffentlicht. Sobald diese erscheint, werden wir an dieser Stelle darüber informieren.

MePublic – internationale Studie zum Mediennutzungsverhalten Jugendlicher

Bitte beachten: Die veröffentlichten Auswertungen sind lediglich ein Teil der vorhandenen bzw. schon veröffentlichten Ergebnisse. Ikosom wird nach und nach weitere Ergebnisse aufarbeiten und diese kommentieren.

Umfassende Social Media Studien – insbesondere zum Nutzungsverhalten von Jugendlichen – sind relativ selten. Umso erstaunlicher ist es, dass relativ wenig über die „Public Me“-Studie von MTV und Volkswagen berichtet wurde, die im Herbst 2010 erschien. Nach unserem Studien-Rückblick 2010 möchten wir diese Studie hier noch ergänzend kommentieren und die wichtigsten Ergebnisse vorstellen.

Bewertung der Studie

MTV Networks erstellt ca. alle 2 Jahre eigene Studien zur Medienforschung, mit dem Schwerpunkt des Mediennutzungsverhaltens von Jugendlichen. Die MePublic-Studie wurde von Volkswagen kofinanziert, bei der Konzeption der empirischen Datenerhebung half Nielsen Research. Die Studie wurde im Herbst 2010 veröffentlicht, ihr vorweg gingen 9 Monate intensiver Vorbereitungszeit.

Bemerkenswert für die Studie ist der Umfang: zur Vorbereitung wurden ca. 200 akademische Forschungsarbeiten, kommerzielle Markt-Media-Studien und Presseveröffentlichungen analysiert. Die quantitative Befragung wurde mit mehr als 26.000 Teilnehmern im Alter von 14-29 Jahren in 10 Ländern durchgeführt. Das MTV Netzwerk wurde intensiv genutzt bei der Vorbereitung der Fragen, um auch kulturelle Unterschiede zu erfassen. Die Teilnehmer stammten aus Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien, Frankreich, USA, Japan, Mexiko, Australien und Neuseeland.

Zusätzlich führten einige Teilnehmer Online-Tagebücher und diskutieren mit den Machern der Studie die Ergebnisse, die eingang fanden in die Präsentation der Studie. Darüberhinaus wurden Telefoninterviews mit Social Media Experten durchgeführt, die ebenfalls in die Auswertung der Studie einflossen.

Abbildung 1: Internetnutzer zwischen 14-29 Jahren in den sechs Typologien

Das wichtigste Ergebnis der Studie ist eine Typologie von Social Media Nutzern. Die Studie unterteilt die Beobachtungsgruppe in sechs Kategorien, die sich durch unterschiedliche Form und Motivation der Nutzung von Social Media unterscheiden: Skipits, Funatics, Mediacs, Crewsers, Tagtics und Nobuddies. Die Typologie wird nachher im Detail noch diskutiert, interessant aber ist dass die Studie aus den sechs Nutzertypen auch bestimmte Empfehlungen für den Umgang von Marken im Social Web ableitet.

Der Aufwand für diese qualitativen und quantitativen Vorarbeiten wird daher nicht unerheblich gewesen sein, auch unter finanziellen Aspekten. Umso bedauerlicher ist es, dass MTV bisher weder die Daten, noch den Fragebogen, noch Transkripte der Experteninterviews, noch das Quellmaterial der Sekundärforschung veröffentlicht hat. Spannend wäre auch, die gleichen Fragen in 2-3 Jahren einer gleichen oder ähnlichen Beobachtungsgruppe zu stellen, um Veränderungen in der Nutzung von Social Media zu analysieren. Continue reading „MePublic – internationale Studie zum Mediennutzungsverhalten Jugendlicher“

ikosom ist Partner der co:funding – 1. Crowdfunding Konferenz

Am 15. April findet im Berliner Quatsch Comedy Club die co:funding statt. Auf der co:funding kommen Experten aus der Kultur- und Kreativbranche zusammen und diskutieren mit Kreativen gemeinsam über die Potenziale und die Anwendungsmöglichkeiten von Crowdfunding zur Finanzierung von Kultur und Kreativität. Die Entwicklung von Crowdfunding wird reflektiert und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: aus Sicht der Künstler, der Institutionen, der Politik und der Investoren in entsprechende Projekte.

Die co:funding findet als Subkonferenz im Rahmen der re:publica statt, der wichtigsten Konferenz über soziale Medien und die digitale Gesellschaft in Deutschland. Wer den Anmeldestart nicht verpassen möchte, kann jetzt beim Facebook-Event unverbindlich auf „Ich nehme teil“ klicken. Alle Teilnehmer erhalten eine Einladung zur Konferenz, sobald die Anmeldung geöffnet wird.

ikosom ist Partner der co:funding und unterstützt die Veranstalter startnext und re:publica unter anderem mit einer Keynote und bei der Dokumentation der Konferenz.

Weitere Informationen zur co:funding:
www.cofunding.de

Das Handbuch Crowdfunding kann ab sofort im Publikationsverzeichnis bestellt werden.