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Reddit ist die beste Form der Krisen-PR für die GDL

Die Gewerkschaft der Lokomotivführer ist sicherlich bei vielen Bahnfahrern nicht besonders beliebt, obwohl die Mitglieder lediglich ihre Grundrechte ausüben. Wenn sogar die Politik sich zugunsten eines Tarifpartners einschaltet, obwohl es ja auch eine im Grundgesetz verankerte Tarifautonomie gibt, dann zeigt sich, wie schnell man mit etwas Populismus mittlerweile auf Wählerfang gehen kann.

[AMA  Ich bin GDL-Mitglied und Lokomotivführer. Fragt mich alles!   de_IAmA

Wie es anders gehen kann, zeigt ein junger Lokführer. Bei der Internet-Plattform Reddit.com veranstaltet er einen “AMA – Ask me Anything-Diskussionsthread“. Jeder kann hier fragen stellen und die Community kann die besten Fragen und Antworten nach oben wählen. Die Fragen sind erstaunlich direkt (“Wieviel verdienst Du?”), die Antworten auch (“1900 Euro mit Zuschlägen”).

Es zeigt sich, dass manchmal die beste Möglichkeit der Kommunikation Transparenz und Ehrlichkeit ist. Schade, dass sich zuwenige Unternehmen, Gewerkschaften, Parteien und Politiker auf so etwas einlassen. Barack Obama hatte das vor drei Jahren schon gemacht. Wir sind gespannt, wann die Bundeskanzlerin ein Ask me Anything zur BND-Affäre erlaubt.

Offene Fragen in der Crowdfunding-Beratung

Wir erhalten sehr viele Anfragen von Crowdfunding-Interessierten, die mit uns telefonieren wollen wegen eines möglichen Crowdfunding-Projekts für ihr Produkt, ihre Dienstleistung oder ihre Organisation.

In der Regel vereinbaren wir dann ein Beratungsgespräch, wo eine Reihe an Fragen durchgegangen werden und man natürlich für die Punkte Antworten aufschreibt – das hilft dann bei der Planung der Kampagne. Bisher hatte ich das auf einem kleinen Spickzettel auf dem Handy stehen, aber weil sehr viele Fragen kamen, hier nun als Blogpost. Kommentare ausdrücklich erwünscht!

Ist Crowdfunding für das Projekt sinnvoll?

  • Kann man das Projekt in drei Sätzen zusammenfassen?
  • Ist das Projekt für Konsumenten oder für Unternehmen gedacht?
  • Welcher Effekt außerhalb der Finanzierung ist mit dem Crowdfunding angedacht (z.B. Marketing, Marktforschung, Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerkarbeit?)
  • Hat das Projektteam vorherige Erfahrungen mit Crowdfunding gemacht?
  • Kennt das Projektteam die Unterschiede zwischen donation-based, reward-based, equity-based und lending-based Crowdfunding?
  • Gibt es schon feststehende Zielsummen und Zeiträume?
  • In welchem Stadium ist das Projekt (Ideenphase, Prototyping, Produktion)?
  • Gibt es ähnliche Crowdfunding-Projekte für die Zielgruppe bereits? Was möchte man übernehmen, was anders machen?
  • Wie hoch ist das Budget für die Crowdfunding-Kampagne bzw. ist überhaupt die Bereitschaft da, Geld auszugeben vor dem Crowdfunding-Projekt?

Team

  • Wer sind die Teammitglieder und welche Aufgaben haben sie?
  • Gibt es zeitliche Einschränkungen im Team (andere Jobs, Urlaub)?
  • Wer ist hauptverantwortlich für das gesamte Crowdfunding-Projekt?
  • Gibt es eine natürliche oder juristische Person, die alle Gelder erhält?
  • Wer entscheidet über den öffentlichen Auftritt eines Projekts – wer verantwortet den Inhalt von Texten, Fotos, Videos, Tweets?
  • Gibt es eine Steuerberatung für das Projekt? Sollen Spendenquittungen ausgestellt werden bei gemeinnützigen Projekten?
  • Sind alle im Team bereit, für die Crowdfunding-Kampagne öffentlich und im Internet zu werben, insbesondere mit dem eigenen Namen?

Produkt

  • Steht der Produktname fest? Wurde die Marke gesichert?
  • Ist das Produkt schon finanziert oder in welchem Zeitraum kann das Produkt produziert werden?
  • Wie teuer sind die Herstellkosten pro Einheit?
  • Wie teuer sind die Versandkosten pro Einheit?
  • Soll pro verkaufter Einheit via Crowdfunding ein Gewinn entstehen?
  • Gibt es die Möglichkeit des Verkaufs in unterschiedlichen Paketen, zum  Beispiel als preiswerte Sonderausgabe oder Luxusversion?
  • Kann das Produkt mit anderen Produkten oder Dienstleistungen kombiniert werden?

Zielgruppe

  • Wer sind die Käufer des Produkts bzw. die Unterstützer des Projekts?
  • Gibt es bereits Kontakt zur Zielgruppe, durch Vorabverkäufe?
  • Wie war das Feedback und kann man das für die Crowdfunding-Kampagne nutzen?
  • Ist die Zielgruppe regional, national oder international anzutreffen?
  • Wurde das Projekt von externen Gutachtern bewertet?

Marketing

  • Gibt es bereits Marketing-Material?
  • Gibt es eine Webseite mit Domain und Landing-Page? Wer verwaltet die Webseite?
  • Welche Texte über das Projekt stehen bereit?
  • Welche Fotos gibt es von dem Projekt?
  • Welches Videomaterial gibt es?
  • Gibt es Fotos und Kurzbeschreibungen aller Teammitglieder?
  • Gibt es Fotos, welches das Produkt in Benutzung zeigt?
  • Gibt es externes Material über das Projekt und darf man diese verwenden (z.B. Presseclippings, Kundenrezensionen, Testimonials von Multiplikatoren?

Presse

  • Gab es bereits Kontakte zur Presse? Welche Medien waren das?
  • In welchen Medien ist die Zielgruppe anzutreffen?
  • Gibt es ein Budget für Pressearbeit?
  • Gibt es ein Budget für Anzeigen?
  • Gibt es Pressetexte?
  • Wer ist Ansprechpartner für Presseanfragen?
  • Gibt es besondere Anlässe für Berichterstattung im Rahmen des Projekts oder müssen diese erst geschaffen werden?

Gegenleistungen (bei Reward-Based Crowdfunding)

  • Wie hoch sind Produktions- und Versandkosten? Wieviel soll der Verkauf einer Gegenleistung an Einnahmen bringen?
  • Gibt es einen oder mehrere Verantwortlichen für die Erstellung der Gegenleistungen?
  • Sind einzelne Gegenleistungen von der Produktion her limitiert?
  • Können einzelne Gegenleistungen personalisiert werden für die Unterstützer?

Unternehmensdetails (bei Crowdinvesting- und Crowdlending)

  • Gibt es bereits ein Pitchdeck?
  • Gibt es einen Business- und einen Finanzplan?
  • Wie ist die Gesellschafterstruktur?
  • Welche Finanzierungsrunden sind zusätzlich zum Crowdinvesting oder Crowdlending geplant?
  • Gibt es Bewertungen ähnlicher Geschäftsmodelle? Wurde das Unternehmen bereits einer Bewertung unterzogen?
  • Welche Informationen über das Unternehmen dürfen Investoren mitgeteilt werden (zum Beispiel in Bezug auf zukünftige Geschäftsstrategie), welche Informationen dürfen Investoren nicht erfahren (zum Beispiel in Bezug auf Produktionsverfahren)?

Social Media

  • Welche Social Media Kanäle sind schon vorhanden, welche müssen noch aufgebaut werden?
  • Welche Social Media Kanäle nutzt die Zielgruppe?
  • Wer betreut die Social Media Kanäle? (Ergänzung von Wolfgang Gumpelmaier)

Video

  • Gibt es Kontakt zu Video-Agenturen?
  • Welches Video-Equipment und welche Kenntnisse sind im Team vorhanden?
  • Welche Motive müssen im Video erscheinen?
  • Welche Geschichte erzählt das Video?
  • Wie lang soll das Video werden?
  • Soll das Video auch nach dem Crowdfunding verfügbar sein?

Kampagne

  • Welche Finanzierungsschwelle und welche Zielsumme wird festgelegt?
  • Welcher Zeitraum wird festgelegt?
  • Welche Netzwerke sind privat und beruflich vorhanden?
  • Welche Emailadressen liegen bereits vor, welche müssen noch recherchiert oder zusammengetragen werden?
  • Bei welchen externen Veranstaltungen kann die Kampagne vorgestellt werden?
  • Sind besondere Aktionen zum Start und zum Ende des Crowdfunding-Projekts geplant?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, in der Mitte des Projektzeitraums die Aufmerksamkeit zu steigern, wenn erfahrungsgemäß die Aufmerksamkeit der Geldgeber etwas nachlässt?
  • Gibt es Mitwirkungsmöglichkeiten der Geldgeber in der Kampagne, können diese beispielsweise eigene Aktionen starten, spezielles Feedback geben, Produkt- oder Projektdetails bestimmen?
  • Wer ist verantwortlich für die Beantwortung von Fragen durch die Unterstützer?
  • Gibt es regelmäßige Team-Treffen? Wer leitet diese?
  • Welche Follow-Up Möglichkeiten für die Geldgeber sind möglich, also was kann man mit den Geldgebern nach Abschluss der Kampagne machen?

Plattform

  • Soll die Plattform regional, national oder internationale Reichweite haben?
  • Wie ist das Gebühren bzw. das Beteiligungsmodell der Plattform?
  • Welche weiteren Dienstleistungen bietet die Plattform kostenlos oder gegen Gebühr an?
  • Welche technischen Möglichkeiten hat die Plattform?
  • Welche Voraussetzungen gibt es für ein Projekt auf der Plattform?
  • Gibt es bereits Erfahrungen im Projektteam mit einer bestimmten Plattform?
  • Wie lange dauert Freischaltung des Projekts auf der Plattform?
  • Wie lange dauert die Überweisung des Geldes nach Kampagnenende?
  • Welche Bezahlmöglichkeiten sind vorhanden auf der Plattform-Seite? Hat das Team Konten in den jeweiligen Bezahlsystemen?

 Diese Fragen werden in der Crowdfunding-Beratung gemeinsam mit dem Projekt beantwortet. Ziel ist es am Ende , die Kampagne möglichst gut geplant zu haben und im Team mit Spass und guter Laune die Kampagne durchzuführen. Wenn Sie weitere Fragen haben, dann kontaktieren Sie uns: crowd@ikosom.de

Präsident Obama aka @potus ist fortschrittlicher als @regsprecher und @pontifex hat dazu gelernt

Heute begann Präsident Obama, auch bekannt als Vater zweier Töchter, Basketball-Star, Internetberühmtheit und Friedensnobelpreisträger zu twittern – und zwar nicht als @barackobama, sondern als @potus. Wem auch immer der Account früher gehörte, der Präsident hat wohl eigene Möglichkeiten, den Twitter-Account sich registrieren zu lassen.

@POTUS joins Twitter

Natürlich freuen sich darüber auch seine Ehefrau, die dann doch schon etwas länger dabei ist.

@Flotus congratulates

Und Bill Clinton, der in seinem privaten Umfeld eine aussichtsreiche Aspirantin auf den Twitternamen @Potus hat, fragt natürlich ganz selbstbewußt, ob Obama plant, den Twitter-Account seinem Nachfolger bzw. seiner Nachfolgerin zu hinterlassen – Obama bejaht dies.

@billclinton congratulates

Damit unterscheidet sich im Amtsverständnis schon etwas von Regierungssprecher Steffen Seibert aka @regsprecher, der seinen Twitter-Account nicht weitergeben will. Vielleicht sollte man den Papst fragen, denn erst sollte @pontifex mit dem Rücktritt von Benedikt XVI geschlossen werden, mittlerweile hat sich ein ebenbürtiger Nachfolger gefunden.

Wenn ein Instagram-Meme zur Fernsehwerbung wird

Der Fernsehsender Vox wirbt gerade ganzflächig in Deutschland für die neue Fernsehshow “Outlander“. Wem kommt das dafür benutzte Bild seltsam bekannt vor?

outlander

Die Ästhetik einer ausgestreckten Hand, die nach der rückwärtig ausgestreckten Hand einer jungen Dame greift, ist vielen Instagram-Nutzern bekannt. Der Fotograf Murad Osmann nutzt eine ähnliche Ästhetik bei seinen Globetrotter-Snapshots mit seiner Freundin.

Murad Osmann  @muradosmann Instagram-Fotos und -Videos

Die Ästhetik des linearen Fernsehens orientiert sich am nicht-linearen Konsum sozialer Medien, weil die Marketing-Experten der Sender glauben, damit die junge Zielgruppe besser zu erreichen können. Gleichzeitig wird fast jedes lineare Fernsehereignis zu einem Internet-Meme – die kreative Krönung der Fernsehmacher besteht darin, dass eine kurze Szene sich auf Instagram, auf Imgur oder in den Whatsapps dieser Welt als Meme wiederfindet. Vox scheint das wohl vorweg nehmen zu wollen.

Fachartikel zum Thema “Civic Crowdfunding” in der Fachzeitschrift der Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung erschienen

AWV-CivicCrowdfundingIm April 2015 erschien unser Fachartikel “Civic Crowdfunding” in der Verbandszeitschrift von der Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaft und Verwaltung eV erschienen, die IT-Unternehmen und Verwaltung vernetzt. Der Artikel wurde auch im German Crowdfunding Network veröffentlicht.

Crowdfunding Industry Report 2015 und Crowdfunding Real Estate Report 2015 erschienen

2015CF Report Pages

Am 31. März 2015 wurde der Crowdfunding Industry Reports 2015 erstellt, der für die globale Crowdfunding-Branche die wichtigsten Markttrends und Szenarien zusammenstellt. Parallel wurde auch der Crowdfunding Real Estate Report veröffentlicht. Beide Reports können hier bestellt werden:

Die wichtigsten Ergebnisse:

The strong growth in 2014 was due in part to the rise of Asia as a major crowdfunding region. Asian crowdfunding volumes grew by 320 percent, to $3.4 billion raised. That puts the region slightly ahead of Europe ($3.26 billion) as the second-biggest region by crowdfunding volume. North America continued to lead the world in crowdfunding volumes, growing by 145 percent and raising a total of $9.46 billion.

Crowdfunding-Regulierung in den Niederlanden und in Frankreich – Lektionen für die Regulierung von Crowdfunding in Deutschland

Für diesen Artikel wurden interviewt:

  • Gijsbert Koren – Douw& Koren
  • Simon Douw – Director Nederlandse Crowdfunding Association
  • Fabien Risterucci – FR Prospektif

Danke für die gute Zusammenarbeit!

Inspiration für die deutsche Regulierung – Ausgangssituation in Frankreich und den Niederlanden

Die Regulierung des Crowdfunding-Markts in Deutschland im Kleinanlegerschutzgesetz führt zu vielen Nachteilen für die Crowdfunding-Branche – dies hat nicht nur das German Crowdfunding Network als Branchenvertretung mehrfach dargelegt, sondern auch eine Reihe andere Verbände.
Wenn man die Regulierungsansätze in anderen europäischen Ländern stellt man schnell fest, dass die Regierungen in der Regel Gesetze erlassen, welche die noch junge Crowdfunding-Branche stärken sollen. Die Gründe dafür sind vielfältig, in Großbritannien beispielsweise gibt es schon historisch bedingt eine sehr liberale Finanzmarktordnung, in den skandinavischen und baltischen Ländern sieht man Crowdfunding als Teil eines wachsenden und unterstützenswerten Sektors im Bereich des „FinTech“, also internet-basierter Lösungen für Finanzmarktprodukte.
In Italien und Spanien wird Crowdfunding als Möglichkeit der Lückenfinanzierung für ausgefallene öffentliche Investitionen verstanden. Man kann diese Unterschiede auf wirtschaftlich und kulturell sehr unterschiedliche Ausgangssituationen in Bezug auf Kapitalmarktregulierung und Innovationsfreudigkeit erklären.
Wenn man sich aber unsere unmittelbaren Nachbarn, Frankreich und die Niederlande, betrachtet, dann ist es schwer, die Regulierungsunterschiede auf kulturelle Unterschiede zurückzuführen, denn beide Kapitalmärkte sind von ihrer Struktur und ihrem Regulierungsansatz dem deutschen Regulierungsansatz ähnlich. Im Unterschied zu Deutschland ist Crowdfunding-Regulierung nicht Teil eines anderen Gesetzes, sondern ein eigenständiger politischer Prozess. Weiterlesen…

Jetzt anmelden für „Kombischulung eKultur“ vom 13.–15.03.14 in Berlin

Ihr möchtet lernen, wie man mit digitalen Instrumenten eine selbstbestimmte Konferenz organisiert? Oder wie man als Fachkraft in der Kinder- und Jugendarbeit bei der Durchführung eines Jugendbarcamps tatkräftige Unterstützung leisten kann? Dann seid ihr hier genau richtig!

Die Landesstelle für kulturelle Jugendbildung Berlin e.V (LKJ), mediale pfade – Agentur für Medienbildung und ikosom, das Institut für Kommunikation in sozialen Medien, laden euch herzlich ein zur „2. Kombischulung eKultur“ am 13. – 15.03.2014 in Berlin.

Die Kombischulung kann von Fachkräften im Rahmen einer Fortbildung und von Jugendlichen als Tutor_innenschulung zur Durchführung von eine barrierearmen, inklusiven, gender- und diversitysensiblen Jugendbarcamps besucht werden. Hier findet Ihr alle wichtigen Informationen zur Methode „Jugendbarcamp“ und einige Beispiele für erfolgreiche Jugendbarcamps.

Wer sich jetzt für die Schulung anmelden möchte, kann dies bequem über die Homepage der LKJ Berlin tun:

Wir freuen uns auf eure Teilnahme.

Alternative Finance Report: “3 Milliarden Euro in 2014, 7 Milliarden Euro in 2015″

movingmainstreamkeystatisticsDas Alternative Finance Center der Universität Cambridge hat einen Report “Moving Mainstream” veröffentlicht. Spannend ist, dass das Volumen für 2015 auf 7 Milliarden steigen könnte. Insgesamt sind europaweit fast 3 Milliarden Euro durch Crowdfunding finanziert worden, davon in Deutschland 140 Mio Euro. Deutschland ist damit der drittgrößte Markt in Europa nach Großbritannien und Frankreich. Der europäische Crowdfunding Markt ist 2014 um 144% gewachsen, allein 201 Millionen Euro im Bereich von Early-Stage-Finanzierungen.
Es wurden in Deutschland bisher 236 Millionen Euro via Crowdfunding finanziert, die Wachstumsrate betrug 113% von 2013 auf 2014. Crowdlending im Bereich Peer-to-Peer hat mit 80 Mio Euro im Jahr 2014 das größte Volumen, wobei Crowdinvesting mit 174% am stärksten wächst.Ein großer Teil der Plattformen gaben an, mit der aktuellen geplanten Regulierung sehr unzufrieden zu sein.

Wir haben bei dem Report dahingehend mitgeholfen, dass wir die Daten für Deutschland zusammengestellt und analysiert haben.

European Benchmarking Report über die Einschränkungen für Crowdfunding/Crowdinvesting

Der Finanzausschuss des Bundesrats hat dem Bundestag empfohlen, auf europäischer Ebene eine Übersicht über die verschiedenen Einschränkungen bezüglich Crowdfunding und Crowdinvesting zu machen. Hier eine Übersicht über die wichtigsten europäischen Märkte:

Niederlande

Ausnahme von der Prospektus-Richtlinie: 2,5 Mio Euro
Maximales Einzelinvestment: 20.000 Euro pro Person pro Jahr, maximales Einzelinvestment von 2500 Euro pro Projekt, Beschränkung auf 100 Investments pro Plattform

Österreich

Ausnahme von der Prospektus-Richtlinie: 250.000 Euro
Kein Maximales Einzelinvestment
Kein Eigenkapital notwendig für Plattformen

Frankreich

Ausnahme von der Prospektus-Richtlinie: 1 Mio Euro
Kein Maximales Einzelinvestment
Kein Eigenkapital notwendig für Plattformen

Belgien

Ausnahme von der Prospektus-Richtlinie: 300.000 Euro
Maximales Einzelinvestment von 1000 Euro pro Person
Kein Eigenkapital notwendig für Plattformen

Italien

Ausnahme von der Prospektus-Richtlinie: 5 Mio Euro
Kein Maximales Einzelinvestment
Kein Eigenkapital notwendig für Plattformen

Finnland

Ausnahme von der Prospektus-Richtlinie: 1,5 Mio Euro
Kein Maximales Einzelinvestment
Kein Eigenkapital notwendig für Plattformen

Deutschland

Ausnahme von der Prospektus-Richtlinie: Bislang 100.000 Euro (außer für Partiarische Darlehen), mit KASG 1 Mio Euro
Maximales Einzelinvestment von 10.000 Euro pro Person
Kein Eigenkapital notwendig für Plattformen

Großbritannien

Ausnahme von der Prospektus-Richtlinie: 5 Mio Euro
Maximales Einzelinvestment pro Person beschränkt auf 10% des Vermögens
Kein Eigenkapital notwendig für Plattformen

United States

(noch nicht in der Umsetzung)
Crowdinvesting für weniger als 100.000 US-$: Letzter Steuerbescheid des Projekts
Crowdinvesting für mehr als 100.000 US-$, bis zu 500.000 US-$: Steuerbescheid geprüft durch Buchhalter
Crowdinvesting für mehr als 500.000 US-$: Steuerbescheid geprüft durch Wirtschaftsprüfer

Investoren dürfen nicht mehr als 2000 US-$ oder 5% des jährlichen Einkommens pro Jahr investieren, aber maximum 100.000 US-$.